Kassiopi

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Stadtgemeinde Kassiopi
(1994–2010)

Δήμος Κασσωπαίων (Κασσιόπη)
Kassiopi (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Verwaltungsregion: Ionische Inseln
Präfektur: Korfu
Geographische Koordinaten: 39° 47′ N, 19° 55′ O39.78333333333319.916666666667Koordinaten: 39° 47′ N, 19° 55′ O
Höhe ü. d. M.: 98 m
(Durchschnitt)
Fläche: f433,749 km²
Einwohner: 2.787 ([1])
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner/km²
Sitz: Gimari
LAU-1-Code-Nr.: 220600
Gemeindegliederung: 4 Gemeindebezirkef7
Lage in der ehem. Präfektur Korfu
Bild:Dimos Kassiopeon.png

f9f10

Hafen von Kassiopi

Kassiopi (griechisch Κασσιόπη (f. sg)) ist eine kleine Hafenstadt im Nordosten der griechischen Insel Korfu am Fuße des höchsten Berges Pantokrator und etwa 35 Kilometer von der Inselhauptstadt Kerkyra entfernt. Die Gemeinde wurde 1994 als Stadtgemeinde (dimos) aus Kassiopi und einigen umliegenden Dörfern gebildet und ging 2010 in der neu geschaffenen Großgemeinde Korfu auf, die die gesamte Inseln und die Diapontischen Inseln umfasst. In dieser Gemeinde bildet Kassiopi seither einen von 15 Gemeindebezirken.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Kassiopi liegt in einer Bucht und ermöglicht durch seine Nähe zum Festland einen direkten Blick auf die Berge Albaniens und Griechenlands. Der Ort liegt nicht wie beispielsweise Acharavi oder Sidari an der Inselhauptstraße, sondern hat parallel zur Hauptstraße eine eigene etwa 500 Meter lange Ortshauptstraße, daher ist der Ort stark verkehrsberuhigt. Von den 2787 Einwohnern des Gemeindebezirks leben etwa tausend in Kassiopi selbst. Nördlich von Kassiopi liegt das Kap Akra Kassope.

[Bearbeiten] Geschichte

Zur Zeit der Römischen Besetzung nach 230 v. Chr. war Kassiopi neben Kerkyra die wichtigste Stadt auf Korfu. Eine erste geschichtliche Erwähnung von Kassiopi findet sich bei Cicero, der 48 v. Chr. für sieben Tage in Kassiopi wohnte. Es ist belegt, dass Kaiser Nero Kassiopi 67 n. Chr. besuchte und dem Göttervater zu Ehren ein Lied im Zeus-Heiligtum nahe dem Standort der heutigen Panagia-Kassopitra-Kirche sang. Kaiser Tiberius soll in Kassiopi eine Residenz besessen haben.

[Bearbeiten] Namensgebung Kassiopis

Nach einer Vermutung soll der Name mit Kassopi, einer antiken Stadt, die im 4. Jahrhundert v. Chr. existierte, zusammenhängen: Epiros. Das damalige Epiros wurde nach dem städtebaulichen Raster des Hippodamos von Milet errichtet und weist Ähnlichkeiten mit dem antiken Kassiopi auf. Daher wird vermutet, dass Epiros’ Bürger auswanderten und Kassiopi gründeten. Eine andere Theorie besagt, dass der Name auf die Römer zurück geht, die im Haupttempel der Stadt Zeus Kasion verehrten.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Zeustempel

Nahe der heutigen Panagia-Kassopitra-Kirche gab es einen Zeustempel, dessen Überreste 1970 südlich der Kirche gefunden wurden.

[Bearbeiten] Panagia-Kassopitra-Kirche

Die heutige Panagia-Kassopitra-Kirche war ursprünglich eine dreischiffige Basilika, die für die griechisch-orthodoxen Christen nahe dem Zeustempel erbaut wurde. Im Jahr 1537 wurde die Basilika durch die Türken zerstört und erst 1590 bis 1591 als römisch-katholische Kirche für die Venezianer erneut errichtet. Diese Kirche wurde bereits anfang des 17. Jahrhunderts den griechisch-orthodoxen Christen übergeben.

Über dem Eingangsportal befindet sich eine lateinische Inschrift, die an den am Wiederaufbau der Kirche beteiligten venezianischen Gouverneur Petro Francisco Malipetro, an Philippo Pascalico, der die Kirche später vergrößerte, und an die Ausschmückung der Kirche durch Nicolao Suriano erinnert.

Im Jahr 1530 soll ein junger Mann namens Stephanos für einen Diebstahl vom Statthalter Simon Lion zur Blendung verurteilt worden sein. Nach seiner Bestrafung soll seine Mutter den blinden Stephanos in die Panagia-Kassopitra-Kirche gebracht haben in der er am nächsten Morgen, einem 8. Mai, mit vollem Sehvermögen erwachte. Das Wunder wird der Heiligen Mutter Matron, der Heiligen von Kassiopi, zugerechtet. Seit diesem Vorfall ist der 8. Mai ein Feiertag in Kassiopi.

[Bearbeiten] Kastell

Im 11. Jahrhundert beherrschten die Normannen weite Gebiete der Adria und des Ionischen Meeres, dazu zählte für einige Jahre auch Korfu. Bei Kassiopi gab es 1084 eine große Seeschlacht, bei der die Normannen von den Venezianern geschlagen wurden. Erst in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wird Kassiopi geschichtlich wieder erwähnt. Die Anjou des Königreiches Neapel waren von 1267 bis 1386 die Herren Korfus und errichteten das noch heute als Ruine erhaltene Kastell.

[Bearbeiten] Weblinks

Kassiopi aus Sicht des Kastells mit Blickrichtung Süden.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Informationen des griechischen Innenministeriums
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