Katzenklo

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Katzenklo mit Katzenstreu

Das Katzenklo (oder Katzentoilette) ist ein Behältnis aus zumeist Kunststoff für Hauskatzen, in dem sie in einer Katzenstreu (Substrat) nach Wahl ihren Urin und Kot ablegen und vergraben können.

Die Katzentoilette gehört zur Grundausstattung eines jeden Katzenbesitzers und wird sowohl von Katzen-, die ausschließlich in der Wohnung leben, als auch von Freigänger-Katzen, die sich nur gelegentlich in der Wohnung aufhalten, genutzt.

Das Katzenklo gefüllt mit Katzenstreu kommt der Katze entgegen, ihre Exkremente zu verscharren und sie so Artgenossen und Feinden gegenüber zu verbergen. Einmal angenommene Stellen für das Absetzen von Kot und Urin werden im besten Fall dauerhaft aufgesucht. Dies bedeutet die stets gewünschte Stubenreinheit des Tieres.

Die ideale Katzentoilette besteht aus hochwertigem, leicht zu reinigendem und recycle-fähigem Kunststoff. Sie muss ausreichend Platz bieten, denn Katzen drehen sich gerne hin und her. Außerdem setzen sie häufig Flüssiges und Festes an unterschiedlichen Stellen ab.

Eine Katzentoilette aus Kunststoff muss nach spätestens zwei Jahren ausgetauscht werden. Durch das Scharren und Kratzen können kleinste Risse im Kunststoff entstehen, in denen sich im Laufe der Zeit die Hinterlassenschaften absetzen. Von Einlegeplastikfolien in Katzentoiletten ist abzuraten. Katzenkrallen verfangen sich darin, es entstehen Löcher und Risse in der Folie und der Katzenurin sammelt sich darunter.

Eine Katze benutzt das Katzenklo bereits ab der dritten Lebenswoche, wenn sie von ihrer Mutter hingeführt wird. Stubenreinheit ist nach ca. acht Wochen gegeben. Bei Katzenkinder ist eine spezielle Katzentoilette hilfreich. Diese ist kleiner, mit niedrigerem Rand und verfügt über eine Einstiegshilfe.

Katzenklos werden in der Regel nur angenommen, wenn diese nach Möglichkeit nicht nach den Katzen-Fäkalien oder nach Reinigungsmitteln riechen und an einem ruhigen Ort aufgestellt werden. Der Besuch des Katzenklos, vor allem bei Jungtieren, sollte nicht mit negativen Erlebnissen (Fallen, Stolpern etc.) verbunden sein.

Zu vermeiden ist ein Stellplatz neben dem Futter oder in einer Umgebung, in der mit plötzlichen Störungen und Lärm zu rechnen ist (beispielsweise hinter Türen oder neben Waschmaschine und Trockner). Unterhalb eines Fensters ist ebenfalls kein günstiger Standort.

Die Katzentoilette sollte für die Katze leicht auffindbar sein. Sie muss bequem in das Katzenklo hinein- und hinausgelangen können. Kleine und alte Katzen sollten keine Treppen überwinden müssen, um ihr stilles Örtchen aufzusuchen. Man sollte pro Katze und Stockwerk eine Katzentoilette bereitstellen.

Da eine Katze beim Urinieren und Koten angreifbar ist, bevorzugt das Tier einen Platz mit Rundumsicht bei gleichzeitiger Deckung nicht einsehbarer Bereiche. Katzenklos stehen optimal in einer Raumecke.

Katzentoiletten können offen oder mit einem Dach und einem Einstieg versehen sein. Idealerweise verfügt eine offene Katzentoilette über einen nach innen gebogenen Rand. So gelangt kaum Streu nach außen.

Der Vorteil einer Katzentoilette mit Haube liegt darin, dass das Streu nicht aus dem Klo herausgescharrt werden kann und Urin nicht versehentlich neben das Klo gerät. Da das Dach die Rundumsicht einschränkt und sich Geruch darin länger hält, nimmt nicht jede Katze ein Klo mit Dach an.

Eine teilweise Reinigung von Katzentoiletten (direkt nach Erledigung des Geschäftchens) kann mit Hilfe von einer speziellen Schaufel erfolgen, mit der Exkremente von der Streu getrennt werden. Beim Klumpstreu ist dies besonders einfach. Verunreinigte Klumpen können mit einer entsprechenden Gitterschaufel materialsparend leicht entnommen werden. Eine weitere Möglichkeit bieten spezielle Plastikbeutel, die man vor der Streu im Katzenklo auslegt, so dass bei einer Reinigung die gesamte Streu ausgewechselt werden kann. Hier ist jedoch zu bedenken, dass sie aufgekratzt werden können und sich dann der Urin gegebenenfalls darunter sammelt. Es werden auch Katzenklos mit automatischer Reinigung angeboten, die den Besuch der Katze durch eine Lichtschranke erkennen und eine Siebvorrichtung verzögert einschalten.

Für die Anzahl der Katzenklos gibt es die Faustregel: Anzahl der Katzenklos = Anzahl der Katzen + 1, z. B. bei zwei Katzen drei Katzenklos. Diese Regel hat zwei Hintergründe: Zum einen setzen Katzen gerne Urin und Kot an verschiedenen Plätzen ab. Andererseits wird bei Rivalitäten in einer Gruppe häufig ein Klo „bewacht“, um Dominanz zu zeigen. Je größer eine Katzengruppe wird, desto weiter kann man von der Regel abweichen. Allerdings sollte dann die Anzahl der täglichen Reinigungen erhöht werden.

Katzenstreu[Bearbeiten]

Eine gängige Katzentoilette gefüllt mit pflanzlicher Klumpstreu

Katzenstreu besteht aus unterschiedlichen Materialien.

Katzenstreus aus organischen Materialien, wie z. B. Holz oder Stroh, sind komplett biologisch abbaubar. Katzenstreu aus Holzfasern oder Holzpellets (die bei Aufnahme von Feuchtigkeit aufquellen und zerbröseln) zeichnen sich im Gegensatz zu mineralischen Streus durch ihre geringere Staubentwicklung aus. Die sogenannten Fibrillen der pflanzlichen Fasern binden besonders gut Flüssigkeit. Bei spezieller Bearbeitung sogar so, dass Gerüche und Bakterien regelrecht im Innern der Faser eingeschlossen werden. Auch die Klumpfähigkeit ist bei einer hochwertigen pflanzlichen Katzenstreu so ausgeprägt, dass sich verunreinigte Stellen ganz leicht entfernen lassen, ohne dass dabei die Klumpen, die sich gebildet haben, zerfallen. Zudem ist pflanzliche Streu leicht im Gewicht und besonders wirtschaftlich. Auch in Bezug auf eine umweltfreundliche Entsorgung schneidet pflanzliche Streu sehr gut ab: Sie lässt sich problemlos kompostieren oder über die Biotonne entsorgen. Auch gibt es pflanzliche Streu, bei der die Entsorgung einzelner, verunreinigter Klumpen sogar direkt über die Haushaltstoilette erfolgen kann.

Für die Herstellung von Katzenstreu werden auch Tonmineralien verwendet. Diese können durch ihre poröse Struktur Feuchtigkeit aufnehmen. Katzenstreu auf Ton-Basis verklumpt mit dem Urin und der Feuchtigkeit des Kots und verunreinigte Klumpen können leicht mit einer Schaufel entnommen werden. Katzenstreu aus Tonmaterialien (z. B. Bentonit oder Sepiolith) ist nicht biologisch abbaubar. Das Rohmaterial wird im Tagebau gewonnen, ist also nur bedingt nachhaltig, da diese Fläche renaturiert werden müssen. Die Entsorgung von Streu aus Tonmaterialien muss grundsätzlich über den Hausmüll erfolgen. Die lehmige Konsistenz ist nicht wasserlöslich und erlaubt weder die Entsorgung über die Haushaltstoilette noch eine Kompostierung. Bein mineralischer Streu entsteht meist ein höher Feinstaubanteil. Ab einem bestimmten Feinheitsgrad kann dieser karzinogen wirken.

Es gibt auch Katzenstreu, die aus Silicagel besteht. Dieser Stoff kann sehr große Mengen Feuchtigkeit geruchdicht speichern und ist dabei leichter als herkömmliche Materialien. Insbesondere bei langhaarigen Katzen kann sie deshalb im Fell hängenbleiben und wird leichter verteilt. Silicagelraschelt stark, was manche Katzen schreckt. Außerdem darf Silicagel-Katzestreu von Katzenbabies nicht verzehrt werden, dies kann zu Vergiftungen führen. Katzenstreu aus Silicagel ist staubarm und kompostierbar. Reines Silicagel-Katzenstreu ist nicht klumpfähig.

Einige Hersteller setzen zur effektiveren Geruchsbindung bzw. Neutralisierung unangenehmer Gerüche auf die Zugabe von Duftstoffen. Über die Akzeptanz dieser aromatisierten Streusorten ist jedoch nichts bekannt.[1] Katzen mögen jedoch von Natur aus keine künstlichen Düfte. Aus diesem Grund sollte man auf den Einsatz von Raumparfum und stark duftenden Reinigungsmitteln in der Nähe der Katzentoilette verzichten.

Grundsätzlich sind für eine Befüllung der Katzentoilette alle Substrate geeignet, die Feuchtigkeit und Gerüche binden, für Mensch und Tier unbedenklich biologisch zu entsorgen sind und dem Bedürfnis des Tieres, seine Exkremente zu verscharren, entgegenkommen.

Klumpenbildende Katzenstreu hat den Vorteil, dass die verunreinigte Partikel leicht mit einer speziellen Schaufel entnommen - und gezielt entsorgt werden können. Der vollständige Wechsel der Einstreu muss nicht so häufig geschehen wie bei nicht-klumpender Einstreu. Was die Entsorgung betrifft, gibt es pflanzliche Katzenstreu, die sich in Form einzelner Klumpen sogar über die Toilette entsorgen lässt.

Katzen sind Gewohnheitstiere und können eine Vorliebe für bestimmte Einstreu entwickeln. Um eine Katze an eine neue Katzenstreu zu gewöhnen, sollte man die bisher benutzte Streu mit der neuen Streu eine Zeit lang mischen und den Anteil der neuen Streu so lange erhöhen, bis sich die Katze daran gewöhnt hat und die Streu akzeptiert.

Trivia[Bearbeiten]

Das Katzenklo wird in dem 1993 veröffentlichten Lied Katzeklo von Helge Schneider humorvoll thematisiert. Das Lied wurde im deutschsprachigen Raum sehr bekannt, gelangte in die Charts und erhielt einen Echo-Award.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alles zum Thema Katzentoilette. Abgerufen am 30. August 2012.