Kituba

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Kituba, Munukutuba
kituba, munukutuba, munu kutuba, kikongo ya léta

Gesprochen in

Demokratische Republik Kongo, Republik Kongo und Angola
Sprecher 1 Mio. in der Republik Kongo, 4 Mio. in der Demokratischen Republik Kongo
Linguistische
Klassifikation
Offizieller Status
Amtssprache von Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo
Sonstiger offizieller Status in: Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo
Sprachcodes
ISO 639-1:

-

ISO 639-2:

crp (Sonstige Kreolsprache)

Kituba, auch Munukutuba, munu kutuba, kikonga ya léta oder kikongo du gouvernement genannt ist eine Kreolsprache in Zentralafrika und wird hauptsächlich in den Kongostaaten (ohne Cabinda, ehemals Portugiesisch-Kongo) gesprochen.

Kituba und Kikongo[Bearbeiten]

Siehe auch unter Kikongo.

Bei Kituba handelt es sich um eine Vereinfachung des Kikongo. Kituba wird heute teilweise auch als Erstsprache gesprochen.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon von alters her verwendeten die Sprecher der verschiedenen Kikongo-Dialekten im Handel außerhalb ihres angespannten Gebietes eine stark vereinfachte Form ihrer Sprache, um sich über die Dialektgrenzen und auch weiter östlich mit Handelspartnern verständigen zu können. So entstand dem Kongo entlang aufwärts ein Kikongo-Pidgin, welches mit dem Fortschritt der Kolonialisierung durch die Europäer weiter ins Landesinnere gebracht wurde. So haben Handel, Mission und Kolonialisierung zur Verbreitung des Kituba beigetragen. Das wurde begünstigt, dass bereits vorher die Kongo (siehe auch: Königreich Kongo) in dieser Sprache mit ihren Untertanen verkehrt sind und die dem Kikongo gegenüber deutlich einfachere Grammatik. Auch heute noch wird Kituba oftmals als Sprache der Kolonialisierung angesehen.

Klassifikation[Bearbeiten]

Verbreitung der Kongosprachen Kikongo und Kituba.

Kituba gehört zu den Bantusprachen. SIL unterscheidet Kituba (Kituba in Kongo) und kikongo ya léta (Kituba im Demokratischen Kongo) als zwei verschiedene Sprachen. Verschiedene andere Referenzwerke hingegen bezeichnen sie nur als regional verschiedene Ausprägungen der gleichen Sprache. Die Vereinten Nationen besitzen zwei Übersetzungen der Deklaration der Menschenrechte, je eine für die beiden Kongo-Republiken. Diese unterscheiden sich jedoch nur marginal.

Status[Bearbeiten]

Die Verfassung von 2002 der Republik Kongo verwendet erstmals den Begriff Kituba und ersetzt somit den Begriff Munukutuba, der in den früheren Verfassungen für die Landessprache verwendet worden war. In der Demokratischen Republik Kongo ist offiziell Kikongo Landessprache und wird in den östlichen Provinzen Niederkongo und Kinshasa auch als Amtssprache verwendet. Es ist jedoch nicht präzisiert, welcher Dialekt gemeint ist. Die Verwaltung verwendet in den meisten Fällen Kituba, respektive hier Regierungs- oder Staats-Kikongo (kikongo ya léta) genannt.

Schrift[Bearbeiten]

Da die Schrift, wie auch bei anderen Bantusprachen, durch die Europäer eingeführt worden war, verwendet man für Kituba das Lateinische Alphabet. Die im Demokratischen Kongo entwickelte Mandombe-Schrift wird ebenfalls verwendet, vor allem in Kreisen der Kimbanguisten.

Alphabetische Reihenfolge[Bearbeiten]

A a B b D d E e F f G g I i K k L l M m Mb mb Mf mf Mp mp Mv mv N n Nd nd
Ng ng Nk nk Nl nl Ns ns Nt nt Nz nz O o P p S s T t U u V v W w Y y Z z

Grammatik[Bearbeiten]

Klassen[Bearbeiten]

Klasse Nominal-
Prefix
Beispiel Übersetzung
1 mu- muzombi (der) Jäger
2 ba- bazombi (die) Jäger
3 mu- mulangi Flasche
4 mi- milangi Flaschen
5 di- dinkongo Banane
6 ma- mankongo Bananen
7 ki- kiti Stuhl
8 bi- biti Stühle
9 n-/m- nzo Haus, Häuser
11 lu- lusuki poil
11a n-/m- nsuki poils
12 ka- kamwana ganz kleines Kind
13 tu- tubana Haus, Häuser
14 bu- bunduki Gewehr
14a ma- manduki Gewehre
19 fi-/kq- fimasa ein wenig Wasser
21 ku- kudya essen

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikipedia auf Kikongo