Klaus Müller (Fußballspieler, 1953)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klaus Müller
Klaus Mueller Dresden 1976.gif
Spielerinformationen
Geburtstag 26. Januar 1953
Geburtsort DresdenDDR
Position Verteidiger
Vereine in der Jugend
Motor Trachenberge, FSV Lok
Dresden
, Dynamo Dresden,
BSG Stahl Riesa
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1969–1981
1980
Dynamo Dresden
FC Karl-Marx-Stadt
87 (9)
13 (0)
Nationalmannschaft
1976 DDR 2 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Klaus Müller (* 26. Januar 1953 in Dresden) war Fußballspieler in der DDR-Oberliga, der höchsten ostdeutschen Fußballklasse. Dort spielte er für Dynamo Dresden und den FC Karl-Marx-Stadt. Müller ist zweifacher DDR-Nationalspieler und mehrfach Nachwuchs-Nationalspieler.

Müller wuchs im Dresdner Stadtteil Trachenberge auf und begann in der Nachwuchsabteilung der dortigen Betriebssportgemeinschaft Motor seine Fußball-Laufbahn. Über die FSV Lok Dresden kam er 1969 zur Juniorenmannschaft der SG Dynamo Dresden. Am 5. September 1970 absolvierte er sein erstes Länderspiel mit der DDR-Juniorennationalmannschaft. In der Begegnung Tschechoslowakei - DDR (1:1) wurde er als rechter Mittelfeldspieler aufgeboten. Bis 1971 brachte er es auf insgesamt 18 Juniorenländerspiele, danach wurde er noch dreimal in der Nachwuchs-Nationalmannschaft eingesetzt.

Nach einem kurzen Zwischenspiel bei der BSG Stahl Riesa wurde Müller zum 1. Mai 1972 endgültig in den Männerbereich von Dynamo Dresden übernommen. Zu seinem ersten Einsatz in der Oberliga kam er am 9. Juni 1973 im Spiel Dynamo Dresden - Chemie Leipzig (3:0). Er war als Mittelstürmer aufgeboten worden und erzielte mit dem 2:0 gleich sein erstes Oberligator. Bis zum Saisonende bestritt er noch weitere drei Erstligaspiele, ebenfalls als Mittelstürmer, und erreichte mit dem Gewinn der DDR-Meisterschaft seinen ersten Titel. In der Saison 1973/74 spielte er neunmal in der Oberliga, im Jahr darauf kam er dort nicht zum Einsatz. Erst mit der Saison 1975/76 konnte er sich mit 18 von 26 möglichen Oberligaspielen besser in Szene setzen, danach hatte er endgültig den Sprung zum Stammspieler, nun auf der Position des linken Verteidigers, geschafft. In den Jahren 1976, 1977 und 1978 kam er zu weiteren Meistertiteln. 1977 schaffte er sogar das Double, als Dynamo am 28. Mai mit Müller als Linksverteidiger mit einem 3:2-Sieg über den 1. FC Lok Leipzig den DDR-Fußballpokal gewann. Im Herbst 1976 kam er zu zwei Einsätzen in der A-Nationalmannschaft. Am 27. Oktober wurde er im Spiel Bulgarien - DDR (0:4) und am 17. November in der Begegnung DDR - Türkei (1:1) jeweils auf seiner Stammposition linker Verteidiger eingesetzt. Da er jedoch nur als Ersatz für den verletzten Lothar Kurbjuweit aufgeboten worden war, kam später nicht mehr in der Nationalmannschaft zum Einsatz.

In der Saison 1978/79 kam er verletzungsbedingt nur in acht Oberligaspielen zum Einsatz, in der darauffolgenden Spielzeit fiel er in der Hinserie völlig aus. Zu Jahresbeginn 1980 vollzogen Dynamo Dresden und der FC Karl-Marx-Stadt einen Spielertausch. Vom FCK kam Wolfgang Ihle nach Dresden, während Klaus Müller zum Karl-Marx-Städter Klub wechselte. Dort absolvierte Müller vom 15. Spieltag der Saison 1979/80 bis zum 3. Spieltag der Saison 1980/81 13 Oberligaspiele. Im September 1980 wurde der Tausch wieder rückgängig gemacht, beide Spieler kehrten zu ihrem ursprünglichen Klub zurück. Bis Anfang 1981 stand Müller noch in vier Oberligaspielen für Dynamo Dresden auf dem Platz, danach musste er wegen seiner Verletzungsanfälligkeit seine Fußball-Laufbahn endgültig beenden. Von 1981 bis 1990 war Müller sportlicher Leiter der 2. Mannschaft von Dynamo Dresden.

Quellen[Bearbeiten]

  • Hanns Leske: Enzyklopädie des DDR-Fußballs. Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-556-3
  • Horn/Weise: Das große Lexikon des DDR-Fussballs. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-536-8
  • Deutsches Sportecho, Jg. 1972 bis 1981