Konrad Ludwig (Politiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Konrad Ludwig

Konrad Ludwig (* 9. April 1880 in Gersdorf (Leinburg) bei Nürnberg; † 15. August 1935 in Petershagen/Eggersdorf) war ein deutscher Parteifunktionär und Politiker.

Ludwig besuchte zunächst die Volksschule und war danach bis 1907 als Schreiner tätig. Im Anschluss arbeitete er als Parteisekretär der SPD im Wahlkreis Hagen-Schwelm, dann von 1918 bis 1921 für die USPD als Bezirkssekretär für Westfalen und später als Kassierer im Parteivorstand. Nach dem erneuten Eintritt in die SPD im September 1922 diente er auch dort als Hauptkassierer. Nach dem Tod des Reichspräsidenten Friedrich Ebert wurde Ludwig vom Parteivorstand mit dem Aufbau der Friedrich-Ebert-Stiftung beauftragt.

Neben seiner Arbeit in den Parteiverwaltungen der SPD und USPD nahm Ludwig auch eine Reihe politischer Mandate wahr. Von 1907 bis 1922 war er Stadtverordneter in Hagen. In den Jahren 1919/20 war er Mitglied der verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung und danach, bis zur Niederlegung seines Mandats am 7. Juni 1921, Mitglied des Preußischen Landtags. Von 1920 bis März 1924 und dann noch einmal von Dezember 1924 bis 1930 war er Abgeordneter im Reichstag.

Seine Tochter war Dora Lösche (1906–1985), die später Mitglied des Deutschen Bundestages wurde.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Preußen. Wahlgesetz zum Landtag, Provinzialwahlgesetz, Kreiswahlgesetz. Verl.-Genossensch. "Volksstimme", Hagen i. W. [1920] (= Gesetzeserläuterungen für Arbeiter und Angestellte, Heft 5)

Literatur[Bearbeiten]

  •  Martin Schumacher, Katharina Lübbe, Wilhelm Heinz Schröder: M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung, 1933–1945. Eine biographische Dokumentation. 3. Auflage. Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5183-1.

Weblinks[Bearbeiten]