Leinburg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Leinburg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Leinburg
Leinburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Leinburg hervorgehoben
49.45166666666711.31392Koordinaten: 49° 27′ N, 11° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Nürnberger Land
Höhe: 392 m ü. NHN
Fläche: 29,42 km²
Einwohner: 6426 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 218 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91227
Vorwahlen: 09120, 09187 oder 09158Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LAU, ESB, HEB, N, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 5 74 139
Gemeindegliederung: 17 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Haidelbacher Straße 3
91227 Leinburg
Webpräsenz: www.leinburg.de
Erster Bürgermeister: Joachim Lang (FWG)
Lage der Gemeinde Leinburg im Landkreis Nürnberger Land
Nürnberg Nürnberg Landkreis Roth Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bayreuth Landkreis Forchheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Amberg-Sulzbach Engelthaler Forst Zerzabelshofer Forst Schönberg (gemeindefreies Gebiet) Rückersdorfer Forst Laufamholzer Forst Günthersbühler Forst Forsthof (gemeindefreies Gebiet) Fischbach (gemeindefreies Gebiet) Feuchter Forst Brunn (gemeindefreies Gebiet) Behringersdorfer Forst Feucht Offenhausen (Mittelfranken) Alfeld (Mittelfranken) Altdorf bei Nürnberg Burgthann Engelthal Happurg Henfenfeld Hersbruck Kirchensittenbach Lauf an der Pegnitz Leinburg Ottensoos Pommelsbrunn Reichenschwand Röthenbach an der Pegnitz Rückersdorf (Mittelfranken) Schwaig bei Nürnberg Schwarzenbruck Velden (Pegnitz) Vorra Winkelhaid Schnaittach Neunkirchen am Sand Simmelsdorf Winkelhaid (gemeindefreies Gebiet) Haimendorfer Forst Neuhaus an der PegnitzKarte
Über dieses Bild

Leinburg ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Leinburg liegt etwa 20 Kilometer östlich von Nürnberg entfernt, direkt am Moritzberg (Frankenalb), einem Ausläufer des Fränkischen Juras. Der Moritzberg mit 603 m ist die höchste Erhebung im weiteren Umkreis.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in 17 Ortsteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Lauf an der Pegnitz, Ottensoos, Engelthal, Offenhausen, Altdorf bei Nürnberg, Röthenbach an der Pegnitz.

Geschichte[Bearbeiten]

Leinburg wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg zur neuen Heimat zahlreicher Exulanten aus Österreich, die wegen ihres evangelischen Bekenntnisses auswandern mussten.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Unterhaidelbach mit deren Ortsteile Weihersberg und Pühlhof eingegliedert.[4] Folgende sechs bis zur Gebietsreform in Bayern selbstständige Gemeinden gingen im Jahr 1978 mit ihren jeweiligen Ortsteilen in der neuen Einheitsgemeinde auf:

  • Leinburg mit den Ortsteilen Heiligenmühle, Fuchsmühle, Krämersweiher und Forsthaus
  • Diepersdorf ist der größte Ortsteil der Gemeinde und wurde 1079 erstmals erwähnt, als König Heinrich IV. dem Dienstmann Ebbo Dieprehdesdorf schenkte. Ein Ortsteil der früheren Gemeinde Diepersdorf war der Weiler Scheerau.
  • Entenberg
  • Gersdorf, dessen erste Erwähnung in einer Urkunde der Burggrafen von Nürnberg im Jahre 1265 nachzuweisen ist. Im 12. Jahrhundert stand der Ort unter der Herrschaft der Staufer, dann unter dem Herzog von Bayern und dem Markgrafen von Brandenburg, der gleichzeitig Burggraf von Nürnberg war. Zur Reichsstadt Nürnberg gehörte Gersdorf im 15. Jahrhundert. Für den Namen des Ortes gibt es mehrere Deutungen, so könnte er vom höchsten Gipfel des Nonnenbergs, dem Geierstein, aber auch von dem früheren Anbau von Gerste abgeleitet sein. Zur früheren Gemeinde Gersdorf gehörten Reuth (kleiner Ort mit rund 20 Einwohnern am Südhang des Reuther Berges auf 539 Meter Höhe; erste urkundliche Erwähnung im 13. Jahrhundert), Pötzling und Gersberg.
  • Oberhaidelbach
  • Weißenbrunn mit den Ortsteilen Winn und Ernhofen

Entwicklung[Bearbeiten]

  • 1939: 2770
  • 1950: 3720
  • 1970: 4365
  • 1975: 4875
  • 1988: 5605
  • 1995: 6207
  • 2004: 6450
  • 2005: 6464
  • 2006: 6493
  • 2007: 6417

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Leinburg besteht aus 20 Gemeinderäten und dem Ersten Bürgermeister.

CSU SPD FWG Gesamt
2014 6 7 7 20 Sitze
2008 6 6 8 20 Sitze
2002 7 5 8 20 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: Geteilt; oben in Blau ein gekrönter halber goldener Jungfrauenadler, unten in Silber eine grüne Hopfenranke mit sieben halbkreisförmig angeordneten Dolden und einem Blatt.

Das Wappen wird seit dem Jahr 1986 geführt. Der Nürnberger Jungfrauenadler erinnert daran, dass das Gemeindegebiet früher zur Reichsstadt Nürnberg gehörte. Die sieben Hopfendolden stehen für die sieben Ortsteile und den früher regen Hopfenanbau.[5]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

In der Diepersdorfer Turnhalle wurde am 25. Oktober 1986 der Partnerschaftsvertrag mit Wartberg an der Krems in Österreich unter Anwesenheit des Landrats Klaus Hartmann, Bürgermeister Konrad Oberst und Bürgermeister Franz Dopf unterschrieben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Brauerei[Bearbeiten]

Die Leinburger Brauerei mit dem Brauereigasthof Bub „bei Belle“

Seit 1617 wird in der Brauerei Bub Bier gebraut.

Kirchen[Bearbeiten]

Der Leinburger Kirchturm St. Leonhard
Die St.Leonhards-Kirche
  • Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Leonhard in Leinburg.
  • Katholische Kirche St. Joseph in Leinburg.
  • Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Peter in Entenberg.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Leinburg

Dialekte[Bearbeiten]

In Leinburg wird Fränkisch gesprochen.

Bäder[Bearbeiten]

Im Leinburger Ortsteil Weissenbrunn gibt es ein einfaches Naturbad, dessen Wasserzulauf der östlich des Ortes entspringende Bach Berglesgraben ist. Das Bad wurde 2011 aufwendig saniert und naturnah gestaltet.

Natur[Bearbeiten]

Südlich von Leinburg befindet sich das Naturschutzgebiet Flechten-Kiefernwälder südlich Leinburg.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Zur Leinburger Kirchweih tanzen traditionsgemäß junge Paare den Kirwabaum aus (Kirwaverein Leinburg). Dabei treten „Plotzknecht“ und „Betz“ auf. Das Gleiche findet auch in den Ortschaften Weißenbrunn, Entenberg, Gersdorf und Diepersdorf statt.
  • Die Freiwillige Feuerwehr Leinburg veranstaltet jedes Jahr zum 1. Mai das Maibierfest vor dem Feuerwehrhaus. Traditionell gibt es dort deftige fränkische Spezialitäten.
  • Im Ortsteil Unterhaidelbach organisiert die Freiwillige Feuerwehr Unterhaidelbach jedes Jahr in der dritten Juliwoche ein Roßeichenfest unter der Linde.
  • In Leinburg finden zur Sonnenwende verschiedene Sonnwendfeiern im Ort und in den einzelnen Ortsteilen statt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

Bereits 1720 wurde im Bauernhaus des Schusters Reizmann, der auch Schulhalter war, Unterricht erteilt. Das alte, noch erhaltene Schulhaus an der Haimendorfer Straße wurde im Jahre 1868 erbaut. Dort ist jetzt eine und Arzt- und eine Massagepraxis untergebracht. In unmittelbarer Nähe wurde im Jahre 1911 ein neues Schulhaus gebaut, das 1966 erneuert wurde. 1977 wurde eine Schulturnhalle errichtet, 1990 ein weiteres Schulhaus angebaut und 1997 die Dreifach-Sporthalle eingeweiht. Ein weiterer Schulhausneubau, die Renovierung der alten Gebäude, und die Einrichtung des neuen Schulhofes erfolgten 2001/2002.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Leinburg ist als Stützpunktwehr eine der größten Feuerwehren in der Gemeinde und besteht seit 1872. Sie ist laut eigenen Angaben besonders aktiv in der Jugendarbeit.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111027/204924&attr=OBJ&val=1428
  3.  Konrad Barthel: Exulanten und Zuwanderer im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Altdorf bei Nürnberg von 1626 bis 1699 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 7). Gesellschaft für Familienforschung in Franken, Nürnberg 2000, ISBN 3-929865-46-7, S. 9 u. passim.
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 542.
  5. Leinburg: Wappengeschichte vom HdBG

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Kohl (Hrsg.): Gemeinde Leinburg mit ihren Orten im Bild, Gemeinde Leinburg
  • Nürnberger Land. Karl Pfeiffer’s Buchdruckerei und Verlag, Hersbruck 1993. ISBN 3-9800386-5-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leinburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien