Kotagiri

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Kotagiri
கோத்தகிரி
Kotagiri (Indien)
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Staat: Indien
Bundesstaat: Tamil Nadu
Distrikt: Nilgiris
Subdistrikt: Kotagiri
Lage: 11° 25′ N, 76° 52′ O11.41666666666776.8666666666671985Koordinaten: 11° 25′ N, 76° 52′ O
Höhe: 1985 m
Einwohner: 28.307 (2011)[1]

d1

Kotagiri (Tamil: கோத்தகிரி Kōttakiri [ˈkoːt̪ːəɡiɾi]) ist ein Ort im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu. Er liegt auf rund 1.985 Meter Höhe in den Nilgiribergen, etwa 16 Kilometer von Udagamandalam (Ooty) und 20 Kilometer von Kodanad entfernt. Kotagiri hat rund 28.000 Einwohner (Volkszählung 2011), wird nach dem Panchayat-System kommunal selbstverwaltet und ist der Namensgeber des Taluk (Verwaltungsgebiets) Kotagiri im Distrikt Nilgiris. Der Name Kotagiri bedeutet „Berg der Kota“ und verweist auf das Stammesvolk der Kota, das in der Umgebung der Stadt siedelt.

Kotagiri ist der älteste und drittgrößte Bergerholungsort in den Nilgiribergen (die anderen beiden sind Ooty und Coonoor). In der Umgebung werden vor allem Teepflanzen angebaut. Der Gouverneur (District Collector) John Sullivan, ein ehemaliger Sekretär der Britischen Ostindien-Kompanie, errichtete 1819, zur Zeit der britischen Kolonialherrschaft, im nahe gelegenen Dorf Kannerimukku das erste europäische Haus in den Nilgiribergen, das aber heute in baufälligem Zustand ist. Aufgrund der reizvollen Landschaft und dem gemäßigten Klima war der Ort dann Sommererholungsort der britischen Kolonialherren in der Region.

Teeplantagen bei Kotagiri

Zu den touristischen Anziehungspunkten zählen die St.-Katharina-Wasserfälle (englisch: Catherine Falls; etwa acht Kilometer außerhalb, an der Straße nach Mettupalyam beim Abzweig nach Aravenu). Die vom Fluss Kallar gespeisten Fälle – die zweithöchsten in den Nilgiribergen – bestehen aus zwei Kaskaden, deren obere 76 Meter in die Tiefe stürzt. Regional heißt der Wasserfall Geddhehaada Halla, seinen englischen Namen hat er nach der Frau des Schotten M. David Cockburn erhalten, der den Kaffeepflanzen-Anbau nach Kotagiri gebracht haben soll (der jedoch später wieder eingestellt wurde). Beeindruckend sind außerdem verschiedene Ausblicke von den Berghöhen und Bergstraßen in die Schluchten, sowie der Longwood Shola Forest, ein drei Kilometer entferntes, urtümliches Bergwaldgebiet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census of India 2011.