Kranebitter Lohbach

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Kranebitter Lohbach
Kranebitter Lohbach, Gießenbach (Unterlauf)
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Lohbach

Lohbach

Daten
Gewässerkennzahl AT: 2-8-145
Lage Österreich, Tirol
Flusssystem Donau
Abfluss über Inn → Donau → Schwarzes Meer
Quelle südöstlich von Kranebitten
47° 15′ 44″ N, 11° 19′ 58″ O47.26222222222211.332777777778580
Quellhöhe 580 m ü. A.[1]
Mündung in Innsbruck unterhalb der Universitätsbrücke in den Inn47.26583333333311.385277777778570Koordinaten: 47° 15′ 57″ N, 11° 23′ 7″ O
47° 15′ 57″ N, 11° 23′ 7″ O47.26583333333311.385277777778570
Mündungshöhe 570 m ü. A.[1]
Höhenunterschied 10 m
Länge 4,5 km[1]
Einzugsgebiet 12,6 km²[1]
Großstädte Innsbruck
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Der Kranebitter Lohbach ist ein 4,5 Kilometer langer Bach im Stadtgebiet von Innsbruck in Tirol.

Entstehung und Flusslauf[Bearbeiten]

Der Lohbach entstand durch eine oberirdische Quelle am Ostrand der Kranebitter Klamm. Mittlerweile wird Wasser des Sulzenbaches in den Lohbach umgeleitet. Er fließt in einer leicht Rechtskrümmung Richtung Hötting West und dann entlang des Lohbachufers weiter zum Vögelebichl.

Beim Fischerhäuslweg fließt er als Gießenbach unterirdisch weiter bis zur Universitätsbrücke und dort mündet ein Teil des Wassers in den Inn. Ein Teil des Baches zweigt bei der Vögelebichl-Brücke ab und fließt ins Flughafenareal. Von der Gesamtlänge von 13 km verlaufen 7,8 km oberirdisch und 4,65 km unterirdisch. Der heutige Lohbach hat kaum Gefälle, das Wasser fließt ruhig in einem natürlichen Bachbrett mit ca. 60 cm Breite.

Nutzung[Bearbeiten]

Ein Teil des Bachwassers wird abgezweigt und versorgt das gesamte Flughafenareal. Das Abwasser wird unterirdisch über die Kanalisation zur Kläranlage Rossau geleitet und dort gereinigt in den Inn geleitet.

Das Gewerbegebiet Fürstenweg/Höttinger Au nützt intensiv das Wasser des Gießenbaches, welches ebenso nach Gebrauch zur Kläranlage unterirdisch weitergeleitet wird. Das restliche Wasser fließt bei der Unibrücke in den Inn.

Am Lohbach entstand schon früh ein Villenviertel für die wohlhabenderen Bewohner der Stadt. Südwestlich der Peerhofsiedlung baute die Stadt einen Naturerlebnispark, mit Spielplätzen und einem künstlichen Wasserfall, in der Größe von einem Hektar.

Fauna und Flora / Gewässergüteklasse[Bearbeiten]

Der oberirdische Lohbach ist der letzte Überrest einer großen Au, die der Besiedelung des heutigen Stadtteils Höttinger Au weichen musste. Im naturbelassenen Bachbett gibt es Lilien, Kleeformationen und Pflanzengemeinschaften, die sonst in Innsbruck und Umgebung nicht zu finden sind. Auch Fledermäuse, Amphibien, Regenbogenforellen und seltene Schmetterlingsarten sind in der Nähe des Wasserlaufes zu finden. Aus diesem Grund wurde durch die Stadt Innsbruck eine Uferschutzzone eingerichtet und Zuwiderhandlungen mit hohen Strafen belegt. Der Lohbach hat Trinkwasserqualität und große Gitter trennen den Gießenbach-Bereich ab, damit Fische durch die Nutzung nicht zu Schaden kommen. Der weitere Lauf besitzt Stufe II.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d TIRIS – Tiroler Raumordnungs‐ und Informationssystem