Książki

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Książki
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Książki (Polen)
Książki
Książki
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Landkreis: Wąbrzeźno
Geographische Lage: 53° 19′ N, 19° 4′ O53.31666666666719.066666666667Koordinaten: 53° 19′ 0″ N, 19° 4′ 0″ O
Höhe: 101 m n.p.m
Einwohner: -
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 87-222
Telefonvorwahl: (+48) 56
Kfz-Kennzeichen: CWA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: WąbrzeźnoJabłonowo Pomorskie
Schienenweg: ToruńOlsztyn
Nächster int. Flughafen: Flughafen Bydgoszcz
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 8 Ortschaften
Fläche: 86,54 km²
Einwohner: 4304
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0417032
Verwaltung (Stand: 2007)
Gemeindevorsteher: Jerzy Polcyn
Adresse: ul. Bankowa 4
87-222 Książki
Webpräsenz: www.ksiazki.eport.zjednoczenie.com/

Książki (deutsch Hohenkirch) ist ein Dorf im Powiat Wąbrzeski in der polnischen Wojewodschaft Kujawien-Pommern und Sitz der gleichnamigen Landgemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Książki stammt vom 24. Juli 1638. Damals siedelte die Starostin von Brodnica, Anna Katarzyna Konstancja, 51 Familien aus dem heutigen Holland, Dänemark und Norddeutschland im Dorf an. Sie gesellten sich zu den acht bereits 1635 aus Schlesien angesiedelten Familien. Die Siedler erhielten Ländereien nach dem sog. „Holländerrecht“. Dieses sicherte ihnen wirtschaftliche Vorteile, langjähriges oder zeitlich unbegrenztes Bodenrecht, Befreiung vom Frondienst, Religionsfreiheit und Befreiung vom Zehnten.

1720 wurde eine erste evangelische Kirche aus Holz errichtet, die 1775 auf ein Fassungsvermögen von 300 Personen vergrößert wurde. 1868 bis 1869 wurde die Holzkirche durch den heutigen steinernen Bau im neoromanischen Stil ersetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die evangelische Gemeinde aufgelöst, da alle Gemeindemitglieder – in der Mehrzahl Deutsche – geflohen waren. Die evangelische Kirche wurde der katholischen Gemeinde einverleibt, die bis dahin keine eigene Kirche besaß.

1863 entstand eine steinerne Kapelle der Baptisten, die jedoch 1945 zerstört wurde.

Gmina[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die folgenden Ortschaften:

polnischer Name deutscher Name (bis 1920 und 1939-45)
Blizienko Blysinken (1940-45 Kleinbliesen)
Blizno Bliesen
Brudzawki Klein Brudzau (1940-45 Kleinbrusau)
Książki Hohenkirch (bis 1878 Ksionken)
Łopatki Haus Lopatken (1910-45 Kieslingswalde)
Osieczek Osieczek (1895-1945 Seeheim)
Szczuplinki Czeplinken (1940-45 Schippelsdorf)
Zaskocz Zaskotsch (1940-45 Gutsassen)

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat einen durchgehend landwirtschaftlichen Charakter, wobei die 650 Bauernhöfe 79,6 % der Gemeindefläche einnehmen. Es überwiegt der Anbau von Zuckerrüben, Kartoffeln und verschiedenen Weizenarten. In der Tierzucht überwiegen Schweine und Rinder.

Sonstiges[Bearbeiten]

An der Straße Ksiazki–Brudzawki steht heute ein Denkmal zum Gedenken an die 50 polnischen Einwohner, die am 8. September 1939 in der nahegelegenen Sandgrube durch SS-Einheiten ermordet wurden.

Gegenüber der Kirche befindet sich ein Soldatenfriedhof, auf dem die im Januar 1945 bei Kämpfen mit Deutschen gefallenen sowjetischen Soldaten begraben wurden.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 3. Juli 2014.