Kuemmerling

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
0,02-Liter-Fläschchen

Kuemmerling ist der Markenname für einen Kräuterlikör aus der Gruppe der Halbbitter.

Der Magenbitter mit 35 % vol. Alkohol wird seit 1963 in Bodenheim bei Mainz nach einem Rezept von 1938 produziert. Dort werden täglich etwa eine Million der typischen 0,02-Liter-Fläschchen abgefüllt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1921 begann Hugo Kuemmerling in Deesbach (Thüringen) mit der Entwicklung eines Kräuterlikörs. Die geheim gehaltene Rezeptur des Getränks wurde 1938 ersonnen. Die Firmengründung erfolgte 1945 im heutigen Überflutungsgebiet der Talsperre Leibis-Lichte, ein Gedenkstein erinnert heute daran. Die Übersiedelung nach Coburg in Bayern erfolgte 1949. Allerdings schuf erst Hugos Schwiegersohn Johannes Persch Mitte der 1950er Jahre die erfolgreiche industrielle Herstellung und Vermarktung des heute weltweit vertriebenen Kräuterlikörs. Im Jahr 1963 erfolgte erneut eine Verlagerung der Produktion nach Bodenheim, dem heutigen Produktionsort.

Die bis 2001 eigenständige Kuemmerling GmbH wurde von dem britischen Spirituosenkonzern Allied Domecq übernommen. Als Diversifikation kam 2004 Kuemmerling Orange auf den Markt. Als Allied Domecq 2005 an Pernod-Ricard verkauft wurde, erfolgte eine Abspaltung von Kuemmerling an den amerikanischen Konzern Fortune Brands. Es erfolgte eine Umfirmierung in Beam Global Operations Deutschland GmbH. Es sind aktuell 55 Personen beschäftigt. Neben Kuemmerling werden noch die Traditionsweinbrandmarken JACoBI '1880' und der Kornbrand Fürst Bismarck in Bodenheim abgefüllt. Das Bundeskartellamt hat der Übernahme der Marken Kuemmerling Kräuterlikör, Fürst Bismarck Doppelkorn und Jacobi 1880 Alter Weinbrand von der Henkell & Co. Sektkellerei KG zum 1. September 2010 zugestimmt. [1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. focus.de - Henkell schluckt Kuemmerling vom 27. Juli 2010

Weblinks[Bearbeiten]