Kydonia

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Kydonia oder Kydonien (mykenisch 𐀓𐀈𐀛𐀊 ku-do-ni-ja / Kudōniā;[1] altgriechisch Κυδωνία ‚Quittenbaum‘; altägyptisch Keteny) war ein wichtiger minoischer und altgriechischer Stadtstaat am nordwestlichen Ufer der Insel Kreta, wo sich heute die griechische Stadt Chania befindet.

Der König Kydon, der mythische Sohn von Hermes und Akakallis, einer der Töchter von Minos, war nach der Legende der Gründer der Stadt. Die Kydonen, die Einwohner der Stadt, werden einmal im 12. Buch von Aeneis als gute Bogenschützen erwähnt.

Die exakte Lage von Kydonia wurde nur aufgrund der historischen Quellen und ohne archaeologischen Ausgrabungen von Robert Pashley festgestellt,[2] da die Ausgrabungen Anfang des 19. Jahrhunderts noch nicht möglich waren.[3] Archäologische Funde aus Kydonia werden im archäologischen Museum der Stadt Chania bewahrt. Der wohl berühmteste Sohn der Stadt war der Bildhauer Kresilas.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Fritz Gschnitzer: Frühes Griechentum: Historische und sprachwissenschaftliche Beiträge. In: Kleine Schriften zum griechischen und römischen Altertum, Band 1. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-515-07805-3, S. 142/143.
  2. Pashley, 1837
  3. Hogan, 2008

Literatur[Bearbeiten]

  • C. Michael Hogan, Cydonia, Modern Antiquarian, January 23, 2008 [1]
  • Robert Pashley, Travels in Crete, 1837, J. Murray

35.51733333333324.019611111111Koordinaten: 35° 31′ 2″ N, 24° 1′ 11″ O