Länderbank
| Österreichische Länderbank | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1880 |
| Sitz | Wien |
| Branche | Bank |
| Produkte | Finanzdienstleistungen |
Die Länderbank AG war eine österreichische Bank, die im Jahr 1990 durch die Fusion mit der Zentralsparkasse in der heutigen Bank Austria AG aufging.
Die Österreichische Länderbank AG wurde 1880 als Tochter einer Pariser Bank gegründet, von der sie sich schon 1882 löste und zu einer eigenständigen österreichischen Bank wurde. Bis zum Jahr 1927 hieß sie Zentraleuropäische Länderbank und wurde in Österreichische Länderbank umbenannt. 1938 erfolgte die Fusion mit der zur Dresdner Bank gehörigen Merkurbank und der Wiener Niederlassung der Živnostenská banka zur Länderbank Wien AG als Tochtergesellschaft der Dresdner Bank fusioniert.[1].
Nach 1945 galt die Länderbank unter den verstaatlichten Großbanken als die "SPÖ-nahe" , die (um einiges größere) Creditanstalt wurde der ÖVP zugezählt. Bekannte Generaldirektoren des Hauses waren Franz Ockermüller (1963–1976) und Wolfgang Erndl (1976–1981). Unter dem letzteren geriet die Bank 1981 nach den Pleiten der Unternehmen Eumig und Österreichische Klimatechnik GesmbH in Schwierigkeiten. Durch staatliche Zuschüsse konnte die Länderbank aber überleben, Generaldirektor wurde der spätere Bundeskanzler Franz Vranitzky. Zehn Jahre später ergaben sich erneut finanzielle Probleme. Nach abermaligen Zuschüssen wurde sie mit der Zentralsparkasse, die mehrheitlich der Stadt Wien gehörte, fusioniert, de facto von dieser übernommen.
Die Zentrale der Bank war das ehemalige Hauptgebäude der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft, Am Hof Nr. 2 im ersten Wiener Gemeindebezirk.
Literatur [Bearbeiten]
- Alois Piperger: 100 Jahre österreichische Länderbank 1880–1980. Wien 1980. (Festschrift)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Harald Wixforth: Die Expansion der Dresdner Bank in Europa. Oldenbourg, München 2006, S. 27 ff. (online bei Google Bücher, abgerufen am 21. März 2013)