Löwenburg (Siebengebirge)

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Löwenburg
Burgruine Löwenburg auf dem Gipfel des Berges Löwenburg

Burgruine Löwenburg auf dem Gipfel des Berges Löwenburg

Höhe 455 m ü. NN
Lage Bad Honnef
Gebirge Siebengebirge
Geographische Lage 50° 39′ 51″ N, 7° 15′ 2″ O50.6641666666677.2505555555556455Koordinaten: 50° 39′ 51″ N, 7° 15′ 2″ O
Alter des Gesteins Oligozän

Die Löwenburg ist ein Berg im Siebengebirge. Sie wird zu dessen „sieben großen Bergen“ gezählt und ist mit 455 Metern über dem Meeresspiegel nach dem Großen Ölberg der zweithöchste. Markant und zum Touristenziel wird sie neben der Höhe durch die auf dem Gipfel befindliche Ruine der mittelalterlichen Löwenburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Blick von der Löwenburg Richtung Bad Honnef

Die Löwenburg liegt zwischen Bad Honnef und Ittenbach, sie gehört dabei verwaltungstechnisch zum Honnefer Stadtgebiet. Nördlich liegt die Merkenshöhe, südöstlich der Poßberg, westlich die Fritscheshardt und westlich der Ölender. Die markantesten anderen Berge in der Nähe sind westlich der Drachenfels und nördlich der Lohrberg.

Die Löwenburg bietet von der begehbaren Ruine mit den Ausgrabungen und den Resten des Bergfriedes die Aussicht auf das Rheintal sowohl in Richtung Bonn als auch in Richtung Süden und die umliegenden Berge des Siebengebirges. Eine Aufstiegsmöglichkeit beginnt auf der Margarethenhöhe bei Ittenbach und führt am Restaurant Löwenburger Hof (345 m ü. NN) vorbei. Anders als der Drachenfels, auf den eine Zahnradbahn führt, ist der Gipfel der Löwenburg nur zu Fuß zu erreichen. Bekannt ist insbesondere der so genannte „Drei-Seen-Blick“, bei dem an drei Stellen zwischen den Bergen der Rhein erkennbar ist.

Löwenburger Hof

Am nördlichen Berghang liegt unterhalb der Löwenburg der Löwenburger Hof, der ehemalige Bau- und Viehhof der Burg. Er lebt heute zum Großteil von Touristen und Wanderern, die beim Auf- oder Abstieg an diesem Restaurant vorbeikommen. Direkt unterhalb der Ruine verläuft der Rheinsteig, der von Bonn bis Wiesbaden auf 320 km den Rhein begleitet. Er findet mit der Löwenburg seinen höchsten Punkt mit reizvollem Ausblick auf die Wanderstrecke.

[Bearbeiten] Gedichte über die Löwenburg

Über die Löwenburg wurden mehrere Gedichte verfasst, unter anderem von Emil Rittershaus, Karl Simrock und Wolfgang Müller von Königswinter.

[Bearbeiten] „Auf der Löwenburg“

„Es nimmt zuvor mich auf die Einsamkeit
Der hochgewölbten grünen Buchenhallen
Mit ihren Bogen, schlank und hoch und weit,
Drein goldig grün der Sonne Lichter fallen;
Das Lied tönt hier gleichwie in Tempeln fort,
Man hört die Tritte weithin wiederschallen!
Wie Riesenmale liegen hier und dort
Bemooste Felsenblöcke aufgeschichtet,
Und sinnend staunt der Geist an jedem Ort
Wie groß und prächtig rings Natur gedichtet.

Es ist die Löwenburg, die ich erstieg,
Die stehts das liebste Ziel von meinen Gängen;
Ob allen Bergen feiert sie den Sieg
Mit Wäldern, Wiesenplätzen, Felsenhängen.
Auf dem gebrochnen Thurme, der sie schmückt
Hoch über Buchenwipfeln, Vogelsängen,
Setz ich mich hin, im tiefsten Geist entzückt.
Tief unter mir des Laubwerks grüne Wogen,
Und Thal und Ebnen, fruchtbar, reich, beglückt;
Doch über mir von Adlern nur umflogen!"

… und so weiter (ab Seite 207) in der 1846 erschienenen Rheinfahrt von
Wolfgang Müller von Königswinter

[Bearbeiten] Gedicht von Emil Rittershaus

„Der Berge sieben heben sich
empor am Niederrheine.
Es winden grüne Reben sich
um graue Felsgesteine …

Wer mag von euch der schönste sein,
ihr mächtigen Gesellen?
Hell spiegelt sich der Drachenstein
in silberhellen Wellen.

Sankt Peter liebt's in Frömmigkeit
mit Glockenhaut zu reden.
Wem wird denn wohl der Kranz geweiht?
Fürwahr ein Kranz für Jeden.

Doch wenn ihr nach der Größe fragt,
aus stolzen Buchenhallen
die Felsenhäupter überragt
die Löwenburg vor allen!“
Emil Rittershaus (1834–1897)

[Bearbeiten] Gedicht von Adrian Johannes dem Holden

Zu leuchtender Stund der Frühjahrswonn
eines Trosses aus wackren Knaben
klommen hoch aus schönem Bonn
um sich des Gipfel klarer Sicht zu laben

Sie trugen schwer an Bräues Last
doch unverzagt des Durstes Drang
gingen sie mit milder Hast
hinauf den steinigen Hang

Angekommen an des Gipfels Zinne
genossen Aussicht und des Lastes Trank
der Heimweg durch des Regens Zank
am Fuße des Berges zerinne

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Löwenburg (Siebengebirge) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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