Landessportbund Hessen

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Landessportbund Hessen e.V.
Logo
Gründung 1. Juni 1946
Ort Frankfurt am Main
Präsident Rolf Müller
Geschäftsführer Ralf Koch (Hauptgeschäftsführer)
Mitglieder ca. 2 Millionen Mitglieder in 8.000 Vereinen
Website www.landessportbund-hessen.de

Der Landessportbund Hessen e.V. (lsb h), mit Sitz in Frankfurt am Main, bildet die Dachorganisation des organisierten Sports in Hessen. Mit 2,01 Millionen Mitgliedern in 7800 Sportvereinen, 23 Sportkreisen, 53 Sportverbänden und 13 Verbänden mit besonderer Aufgabenstellung ist der lsb h einer der 16 Landessportbünde des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Derzeitiger Präsident des Landessportbunds Hessen ist Rolf Müller.

Ziele[Bearbeiten]

Eine Zielsetzung des Landessportbundes Hessen e.V. ist, allen Menschen den Zugang zum Sport zu öffnen. Zu seinen Aufgabengebieten gehören

  • Vereinsförderung und –beratung: Geschäftsbereichsleiter ist Michael Silz. Aufgaben sind die finanzielle Förderung und Beratung der Vereine, die finanzielle Förderung für Übungsleiter, Baumaßnahmen, Sportgeräte, sowie Personen- und Vereinsehrungen, Wahrnehmung von Mitgliederveränderung der Vereine, Verbände und Sportkreise (Neuaufnahmen, Abgänge, Zusammenschlüsse) und Betreuung des Landesausschusses Recht, Steuern und Versicherung.
  • Sportentwicklung: Geschäftsbereichsleiter ist Eckhard Cöster. Aufgaben sind die überfachliche Neu- und Weiterentwicklung der Sportangebote, die Positionierung des organisierten Sports auf dem wachsenden professionellen Gesundheitsmarkt, die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Übungsleiter und Vereine im Gesundheitsbereich und die Beratung der Vereine bezüglich struktureller Veränderungen und Neuentwicklungen.
  • Bildung und Personalentwicklung: Geschäftsbereichsleiter ist Klaus Hübner. Er kümmert sich um die Aus- und Weiterbildungsangebote mit und ohne Lizenzerwerbung und den Ergänzungs-, Zusatzausbildungen und Ausbildungen mit besonderer Zielsetzung in Zusammenarbeit mit der Sportjugend Hessen und der Bildungsakademie.
  • Leistungssport: Referent Thomas Neu leitet die Koordinierung landesweiter Maßnahmen im Bereich Leistungssportförderung, die Bildung einheitlicher Organisationsformen bei der Durchführung von Trainings- und Lehrgangsmaßnahmen, die Beratung der Sportkreise und –vereine bei der Einrichtung von Sportstätten für den Leistungssport, die Talentsuche und –förderung, sowie Koordinierung der Talentfördermaßnahmen und finanzielle Unterstützung der Verbände und die Intensivierung der sportmedizinischen Betreuung von E- und D-Kader-Athleten.
  • Kommunikation und Marketing: Geschäftsbereichsleiter ist Ralf Wächter. Zu den Aufgaben gehören die Herausgabe des Magazins und der Berichtsausgabe „Sport in Hessen“, die Information der Öffentlichkeit über relevante Vorgänge des lsb h, die Pflege und Erweiterung des Internetauftritts des Landessportbundes Hessen, die Entwicklung und Umsetzung der Außendarstellung des lsb h sowie die Vorbereitung der Teilnahme des Sports an öffentlichen Veranstaltungen bspw. Hessentag.
  • Sportinfrastruktur: Geschäftsbereichsleiter Jens Prüller. Er kümmert sich um die Beratung zu Umweltthemen und Sportstättenentwicklung wie Wasser- und Energiesparen im Sport, Bau- und Sanierungsmaßnahmen und Schulhofgestaltung, die Aus- und Fortbildung von Übungsleitern und Mitarbeitern der Vereine, Verbände und Sportkreise in den oben genannten Themen und die Veröffentlichung der Handbuchreihe „Zukunftsorientierte Sportstättenentwicklung“.
  • Frauen im Sport: Der Bereich Frauen im Sport kümmert sich um die Gleichstellung von Männern und Frauen im Sport, sowie um eine frauenfreundlichere Strukturgestaltung.
  • Finanzmanagement: Geschäftsbereichsleiter ist Edmund Nickel. Zu seinen Aufgaben gehört die Abwicklung des Finanzwesens des lsb h, das Personalmanagement, die Sportschule, die Beratung der Vereine, Verbände und Sportkreise bezüglich Steuern, Fragen zur Spendenabwicklung und Beitragswesen, sowie EDV im Verein und Bestandserhebung.
  • Sportjugend Hessen: Geschäftsführer ist Jürgen Herget. Die Sportjugend hat die Aufgaben der Beratung in allen Fragen der Jugendarbeit, Konfliktmanagement, bei der Beteiligung junger Leute im Verein. Sie beschäftigt sich mit den Trägern des Freien Sozialen Jahres im Sport, der Organisation von Bildungsurlauben und Reisen für Jugendliche, der Arbeit an der Integration durch den Sport und der Veröffentlichung von Broschüren zu spezifischen Themen.

Struktur und Präsidium des Landessportbundes Hessen[Bearbeiten]

Die Struktur des Landessportbundes Hessen

Derzeit gehören dem Präsidium folgende Mitglieder an:

  • Rolf Müller, Präsident
  • Rolf Hocke, Vizepräsident Vereinsmanagement
  • Helmut Meister, Vizepräsident Finanzmanagement
  • Susanne Lapp, Vizepräsidentin Kommunikation und Marketing
  • Lutz Arndt, Vizepräsident Leistungssport
  • Ralf-Rainer Klatt, Vizepräsident Sportentwicklung
  • Heinz Zielinski, Vizepräsident Bildung und Personalentwicklung, Vorschule, Schule und Hochschule
  • Juliane Kuhlmann, Vizepräsidentin Kinder- und Jugendsport, Vorsitzende der Sportjugend Hessen

Geschäftsführung und Geschäftsstelle[Bearbeiten]

Die Geschäftsstelle des Landessportbund Hessen liegt in der Otto-Fleck-Schneise, direkt im Frankfurter Stadtwald. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Commerzbank-Arena und der Deutsche Fußball-Bund. Hauptgeschäftsführer ist Ralf Koch.

Olympiastützpunkt Hessen[Bearbeiten]

Leiter des Olympiastützpunktes (OSP) ist Werner Schaefer. Der OSP steht den olympischen Spitzenverbänden und deren Bundeskaderathleten und –athletinnen zur Verfügung und übernimmt teilweise die Schwerpunktbetreuung. Er bietet den Sportlern sportmedizinische Versorgung, sowie physiotherapeutische, trainingswissenschaftliche und biomechanische leistungsdiagnostische Betreuung und bietet Angebote der Wohnmöglichkeit im Sportinternat „Haus der Athleten“. In Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich „Leistungssport“ des lsb h ermöglicht der OSP Hessen die Förderung und Betreuung der Sportler vom Nachwuchskader bis hin zur Olympiateilnahme. Der OSP Hessen übernimmt ebenso Laufbahnberatung und Umfeldmanagement, dadurch werden die Sportler auch bei ihrer Karriere neben dem Sport unterstützt

Bildungsakademie[Bearbeiten]

Zu den Aufgaben der Bildungsakademie zählen die Förderung von Bildung von Erwachsenen durch Weiterbildung in verschiedenen Gebieten, die Förderung und Unterstützung des lsb h, seiner Vereine und Verbände, die Vermittlung des Sports als lebensbegleitenden Inhalt und die Aktivierung des nichtorganisierten Sports, sowie die Konzeptionierung der Personalentwicklung und der Qualifizierung der Mitarbeiter/innen. Geschäftsführerin und Pädagogische Leiterin ist Sabine Roth.

Geschichte des Landessportbundes Hessen[Bearbeiten]

Das Logo des lsb h

Im Mai 1946 erhielt Heinz Lindner von der amerikanischen Militärregierung den Auftrag zu einer Tagung zu laden, in der die Neuorganisation des Sports in Hessen behandelt werden soll. Die Tagung fand am 1. Juni 1946 in Mörfelden bei Frankfurt a. M., statt und am Ende dieser Tagung wurde die Gründung des Landessportbundes beschlossen. Heinz Lindner wurde von Vertretern der Sportverbände und Sportbezirke zum ersten Präsidenten des Sportbundes gewählt. Im April 1947 mietete der Landessportbund Hessen ein Haus in der Frankfurter Goethestraße, das zunächst als Geschäftsstelle diente. Die Hauptaufgabe des Landessportbundes Hessen der ersten Jahre bestand vor allem darin Übungsleiter für den Sportbetrieb der Vereine auszubilden. Im Mai 1954 beschloss man den Bau einer eigenen Sportschule in Frankfurt am Main, im November 1957 erfolgte die Grundsteinlegung im Frankfurter Stadtwald

Im Dezember 1963 wurde die erste Übungsleiter-Ausbildung mit Lizenzprüfung abgeschlossen, bis heute sind weit mehr als 20.000 Personen als Übungsleiter lizenziert. Die finanzielle Förderung der Vereine durch den Sportbund lief 1966 an und war damit ein wichtiger Bestandteil des kontinuierlichen Wachstums. Die neue Geschäftsstelle, sowie die Sportschule wurden 1975 in der Otto-Fleck-Schneise im Frankfurter Stadtwald fertiggestellt, die Geschäftsstelle in der Goethestraße konnte aus Platzmangel nicht mehr genutzt werden. 1985 beteiligte sich der Landessportbund Hessen erstmals am Hessentag. Im Jahr 2000 erhielt der lsb h Sitz und Stimme im Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks; diese Forderung wurde bereits seit der Gründung 1946 gestellt. 2001 wurde die Förderung des Sports als Staatsziel in die Hessische Landesverfassung aufgenommen und damit anderen Staatszielen gleichgesetzt. Heute gehören ein Drittel aller Hessen einem Sportverein an, der Mitglied im Landessportbund ist.

Die Sportbildungsstätten des Landessportbundes Hessen[Bearbeiten]

In der „zentralen Heimstätte des hessischen Sports“, der Sportschule und Bildungsstätte an der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt, werden Seminare, Lehrgänge, Aus- und Fortbildungen angeboten und sie ist gleichzeitig Trainingsstätte für den Hochleistungssport in Hessen. Sie verfügt über 94 Gästezimmer, 3 große Tagungsräume sowie ein Sportrestaurant. Ihre Sportstätten bieten optimale Trainingsbedingungen und verfügen über ein Schwimmbad, zwei Sporthallen, eine Mehrzweckhalle, Kletterwände, eine Laufdiagnostik-Strecke und vieles mehr.

Zum Landessportbund gehören zwei weitere Sportbildungsstätten in Sensenstein (bei Kassel) und Wetzlar, sowie über ein Naturcamp am Edersee. Dort werden ebenso Lehrgänge, Fortbildungen und Ausbildungen angeboten, des Weiteren können sie Vereine für Trainingslager nutzen.

Das Magazin und die Berichtsausgabe Sport in Hessen[Bearbeiten]

Der Geschäftsbereich Kommunikation und Marketing des Landessportbundes Hessen gibt alle zwei Wochen im Wechsel das Magazin und die Berichtsausgabe Sport in Hessen heraus. Die Magazinausgabe behandelt sportartübergreifende Themen, wie Sport und Gesundheit oder Sport und Politik, Sport und Gesellschaft usw.. Die Berichtsausgabe hingegen veröffentlicht Sportverbandsberichte und Sportkreisberichte. Sport in Hessen wird an alle Sportkreise, Verbände und Vereine im lsb h versandt, lässt sich aber auch frei abonnieren.

Weblinks[Bearbeiten]