Lapidar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Artikel Brachylogie, Lakonisch und Lapidar überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Taborsky (Diskussion) 22:54, 21. Feb. 2014 (CET)

Lapidar (lat: lapisStein‘, daher: ‚[wie] in Stein gehauen‘) nennt man einen knappen Erzähl- oder Argumentationsstil, der ohne Ausschmückungen oder weitere Erläuterungen auskommt. Im Englischen nennt man diesen Stil matter of fact (etwa: ‚sachlich‘).

Der Lapidarstil wird in der Regel als im positiven Sinne nüchtern und objektiv empfunden, als stilistische Tugend: Es „soll jeder Schriftstil eine gewisse Spur der Verwandtschaft mit dem Lapidarstil tragen, der ja ihrer aller Ahnherr ist.“[1] Er kann bei tragischen oder traurigen Themen aber auch als Ausdruck von Zynismus aufgefasst werden.

Das Wort leitet sich vermutlich von den als gradlinig und schnörkellos aufgefassten Steininschriften (griechische und römische „Lapidarschriften“) der Antike ab.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: lapidar – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Arthur Schopenhauer: Ueber Schriftstellerei und Stil. In: Sämtliche Werke. Hrsg. von Arthur Hübscher. Bd. 6: Parerga und Paralipomena II. Brockhaus, Wiesbaden 1962, § 272–289a, S. 523–587, hier § 283, S. 555.