Leroy Grumman

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Leroy Grumman

Leroy Randle Grumman (* 4. Januar 1895 in Huntington, Long Island, New York; † 4. Oktober 1982 in Manhasset) war ein US-amerikanischer Konstrukteur und Flugzeugbauer.

Nach dem Abschluss der High School 1911 studierte Grumman bis 1916 Ingenieurswesen an der Cornell University.

Während des Ersten Weltkrieges ließ sich Grumman zum Piloten bei der US Navy ausbilden. Er wurde Fluglehrer in Pensacola und Testpilot an den staatlichen Marine-Flugzeug-Werken.

Nach dem Krieg arbeitete Grumman bei der Loening Aircraft Engineering Corporation als Generaldirektor von 1920 bis 1929.

1929 gründete er mit Ed Poor, William Schwendler, Jake Swirbul und Clint Towl die Grumman Aircraft Engineering Corporation. Das gemeinsam aufgebrachte Stammkapital belief sich auf 32.000 US-$. Grumman wurde der erste Präsident der Grumman-Werke und führte sie erfolgreich durch die Gründungsjahre. Zunächst wurden defekte Flugzeuge repariert und LKW-Aufbauten aus Aluminium gefertigt. Den ersten Auftrag für die US-Marine, der Herstellung von Flugzeug-Schwimmern, konnte sich Grumman 1930 für seine Firma sichern. Dieser Auftrag ermöglichte es, dass die Firma sich vergrößerte und 1931 nach Valley Stream in einen Hangar umzog. Dort wurde auch der erste Doppeldecker Grumman F3F, bereits mit Einziehfahrwerk und geschlossener Pilotenkabine, für die Marine gefertigt. Bereits 1932 wurde die Fertigungsstätte zu klein und so zog Grumman mit seiner Firma nach Farmingdale, um Jäger und Mehrzweckflugzeuge für die Marine herzustellen. Zunehmende Aufträge ließen 1936 die Grumman erneut umziehen, diesmal nach Bethpage, wo neben einer komplett neuen Werkhalle auch ein eigener Flugplatz zur Verfügung stand.

Schließlich bedeutete der Zweite Weltkrieg den Durchbruch mit Aufträgen für die US Navy. Die Grumman F4F Wildcat, mit der revolutionären Möglichkeit durch klappbare Tragflächen die Standfläche auf Flugzeugträgern zu minimieren, und die Grumman F6F Hellcat waren die herausragenden Jagdflugzeuge des pazifischen Kriegsschauplatzes, die zwei Drittel aller japanischen Flugzeug-Verluste für sich verbuchen konnten.

Grumman war bei seinen Mitarbeitern außerordentlich beliebt, vertrat er doch aktiv die These, das nur zufriedene Mitarbeiter wirklich gute Mitarbeiter seien. Dies wirkte sich tatsächlich positiv aus, gelang es doch den sogenannten E-Preis für eine Phase von fünf Jahren höchster Produktionseffizienz zu erreichen.

Insgesamt wurden im Zweiten Weltkrieg 31.376 Flugzeuge von Grummans Firma hergestellt.

Grumman wurde von seinen Mitarbeitern, trotz des großen wirtschaftlichen Erfolges, als schüchtern, zurückhaltend und umgänglich beschrieben. Trotz allem genoss er als hervorragender Analytiker und Konstrukteur bei seinen Mitarbeitern höchsten Respekt. Er hatte stets ein relativ kleines Büro und wollte eigentlich nicht, dass seine Firma zu groß würde, um die familiäre Atmosphäre nicht zu verlieren.

Grumman stand seiner Firma bis 1946 als Präsident vor, arbeitete jedoch bis 1966 im Vorstand und blieb letztlich bis 1972 einer der Direktoren. 1973, nach Abschluss seiner aktiven Karriere, wurde er in die Internationale Ruhmeshalle der Luft- und Raumfahrt aufgenommen.

Grumman war verheiratet und hatte vier Kinder.