Liaodong

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Liaodong
Lage der Halbinsel
Lage der Halbinsel
Gewässer 1 Koreabucht
Gewässer 2 Golf von Bohai

Geographische Lage

40° 0′ 0″ N, 122° 30′ 0″ O40122.5Koordinaten: 40° 0′ 0″ N, 122° 30′ 0″ O
Liaodong (China)
Liaodong

Liaodong (chinesisch 遼東半島 / 辽东半岛Pinyin Liáodōng bàndǎo, W.-G. Liaotung pantao, verbreitete deutsche Schreibung Liautung) ist eine Halbinsel der chinesischen Provinz Liaoning, die in das Gelbe Meer ragt und die Koreabucht im Osten vom Golf von Bohai im Westen trennt. Südlich gegenüber der Bohaistraße liegt die Jiaodong-Halbinsel.

Die Häfen von Lüshunkou (Port Arthur) und Dalian (Dairen) befinden sich an ihrer Spitze.

Geschichte[Bearbeiten]

Liaodong kam zum ersten Mal unter chinesische Herrschaft, als der Yan-Staat das Gebiet von den Xianbei eroberte.

Im Ersten japanisch-chinesischen Krieg 1894/95 wurde die Halbinsel von Japan erobert. Nach dieser Niederlage wurde China von ausländischen Kolonialmächten ausgebeutet. Im Vertrag von Shimonoseki wurde die Halbinsel zunächst Japan zuerkannt, jedoch wurde dieses nach der Intervention von Shimonoseki von Russland, Frankreich und Deutschland rückgängig gemacht und Russland setzte durch, den südlichen Teil Kwantung einschließlich des strategisch wichtigen Port Arthur von China pachten zu können (Abkommen über die Pacht der Liaodong-Halbinsel),[1][2] wobei der restliche Teil der Halbinsel eine neutrale Zone war. Japan war hiermit nicht einverstanden und dies war einer der Faktoren, die zum Russisch-Japanischen Krieg 1904/05 führten. Dieser Krieg wurde durch den Vertrag von Portsmouth beendet, in dem Japan Kwantung zugesprochen bekam.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. (englisch)
  2. (englisch)