Lippholthausen

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Lippholthausen
Stadt Lünen
Koordinaten: 51° 37′ N, 7° 28′ O51.61257.4744444444444Koordinaten: 51° 36′ 45″ N, 7° 28′ 28″ O
Fläche: 4,38 km²
Einwohner: 163 (30. Mai 2006)
Eingemeindung: 1. Juli 1914
Postleitzahl: 44536
Vorwahl: 02306

Lippholthausen ist ein Stadtteil von Lünen, der am 1. Juli 1914 eingemeindet wurde.[1]

Bekanntheit erlangte der Ort im 18. Jahrhundert durch eine Quelle, der man heilende Kräfte zuschrieb. Der Unternehmer Friedrich Gockel errichtete über jener Quelle ein Badehaus, das aber, nachdem die Quelle an Bedeutung verloren hatte, 1886 abgerissen wurde. Heute befindet sich die Villa Bonin an der Stelle.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Gaststätte Zum Lüner Brunnen eröffnet. Der Wirt richtete später am naheliegenden Mühlteich einen Paddelbootverleih ein, was dazu beitrug, dass sich Lippholthausen zu einem beliebten Ausflugsziel der Lüner Bürger entwickelte.

Heute erinnert nur noch wenig an das "Bad" Lippholthausen. Ausnahmen sind die Gaststätte, die Villa Bonin und die alte Schlossmühle. In den Nachkriegsjahren entstanden viele Industrieanlagen in Lippholthausen wie das Lippewerk (ursprünglich ein Aluminiumwerk, jetzt Remondis) und das STEAG Kraftwerk. Südwestlich, am Datteln-Hamm-Kanal, befindet sich der zwischen Brambauer und Lippholthausen gelegene Stummhafen. In Lippholthausen lag auch nördlich der Lippe das Haus Buddenburg, das 1977 abgerissen wurde. Durch die Industrie hat der Stadtteil seinen Erholungswert verloren, wodurch er von der Bevölkerung selten als Ausflugsziel aufgesucht wird.

Der umstrittene Neubau eines Kohlekraftwerkes wird diese Entwicklung fördern und zusätzlich die noch vorhandenen Grünflächen weiter verringern.

Lippholthausen hat 163 Einwohner und ist somit der nach Einwohnern kleinste Stadtteil von Lünen. Eine durchgehende Wohnbebauung bzw. einen Ortskern gibt es nicht. Die einzelnen Wohngebäude verteilen sich über die gesamte Stadtteilfläche. Neben zahlreichen Bauernhöfen finden sich auch innerhalb des Gewerbegebietes vereinzelte Häuser.

Wichtigste Straße in Lippholthausen und Zufahrt für das Lippewerk/Remondis und den Hafen ist die Brunnenstraße, welche Lippholthausen im Westen mit Waltrop als K 1 und im Süden mit Brambauer verbindet. Die zweite wichtige Straße ist die Moltkestraße, welche Lippholthausen als K 1 mit Lünen-Mitte verbindet. Alle anderen Straßen gehen entweder von den beiden genannten ab oder sind dem Fußgänger-/Radverkehr vorbehalten.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817 – 1967. Aschendorff, Münster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.
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