Reiner Möckelmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Möckelmann)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Reiner Möckelmann (* 20. April 1941 in Marburg) ist ein ehemaliger deutscher Diplomat. Er leitete die Sommerschule Wust von 2006 bis 2012 und ist Autor.

Leben[Bearbeiten]

Reiner Möckelmann absolvierte nach einer Banklehre in Hamburg ein Studium der Philologie, Soziologie und Volkswirtschaft in Marburg, Hamburg, Freiburg und Riverside (Kalifornien). Nach dem Examen als Dipl. rer. pol war er von 1969 bis 1973 Entwicklungsreferent bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Frankfurt. Nach dem Eintritt in den Auswärtigen Dienst 1973 folgten Verwendungen an der Botschaft in Moskau und im Auswärtigen Amt in Bonn. Von 1982 bis 1986 war er Kultur- und Pressereferent an der Botschaft in Lima. Es folgte der Posten eines Leiters der Wirtschaftsabteilung an der Botschaft in Belgrad sowie eine weitere Verwendung im Auswärtigen Amt in Bonn. Von 1992 bis 1996 leitete er die Wirtschaftsabteilung an der Botschaft in Ankara. Anschließend war er bis 2000 Leiter des Referats E11 (Europäische Währungsunion und europäischer Haushalt) des Auswärtigen Amtes in Bonn. Von 2000 bis 2003 war er Gesandter an der Botschaft in Wien und von 2003 bis 2006 Generalkonsul in Istanbul.

Von 2006 bis 2012 leitete er ehrenamtlich die Sommerschule Wust für englische Sprache, Literatur, Theater und Musik[1]. Im Jahre 2013 veröffentlichte er das Buch „Wartesaal Ankara. Ernst Reuter – Exil und Rückkehr nach Berlin“.

Schriften[Bearbeiten]

Zur Neuauflage der Autobiografie von Ernst E. Hirsch, Aus des Kaisers Zeiten durch die Weimarer Republik in das Land Atatürks (J. Schweitzer Verlag, München 1982, ISBN 3-88709-027-6) unter dem Titel: Als Rechtsgelehrter im Lande Atatürks: Ernst E. Hirsch, (Berliner Wissenschaftsverlag, 2008, ISBN 978-3-8305-1533-3) verfasste er die Einleitung.[2]

Erwähnenswert[Bearbeiten]

Während seiner Tätigkeit als Generalkonsul in Istanbul gelang es Möckelmann, über den Jahreswechsel 2004/05 die völkerverbindende Ausstellung der United Buddy Bears nach Beyoğlu (Istanbul) zu bringen. Dabei kam es zu einem Eklat, als das türkische Außenministerium es nicht gestattete, dass Zypern – obwohl Mitglied der Vereinten Nationen wie auch der EU – im Kreis der über 120 teilnehmenden Länder mit vertreten sein durfte[3][4].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/the_spirit_of_wust_1.566677.html
  2. DNB-Eintrag
  3. Teilnehmende Länder, Ausschluss von Zypern
  4. Vatan, 6. Dez. 2004: Hoşgörü Ayıları Pera’da