Mahavishnu Orchestra

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Das Mahavishnu Orchestra [1] gilt als eine der bedeutendsten Jazzrock-/Fusion-Bands der 1970er Jahre. Es wurde 1971 von John McLaughlin gegründet. Neben McLaughlin (Gitarre) spielten Jerry Goodman (Violine), Jan Hammer (Keyboards), Rick Laird (E-Bass) und Billy Cobham (Schlagzeug).

Bandgeschichte[Bearbeiten]

John McLaughlin hatte unter dem Einfluss seines Gurus Sri Chinmoy um 1970 den Namen Mahavishnu angenommen. Er hatte bereits vor der Gründung des Mahavisnu Orchestra einen guten Ruf als Jazzgitarrist und u. a. mit Miles Davis und Jimi Hendrix musiziert. Aus früheren Projekten kannte McLaughlin bereits Bassist Laird und Drummer Cobham. Das mit diesen sowie Geiger Goodman und Keyboarder Hammer formierte Mahavishnu Orchestra hatte mit seinen ersten beiden Veröffentlichungen Inner Mounting Flame (1972) und Birds of Fire (1973) bereits große Erfolge und die Gruppe stellte ihr Können auf dem ebenfalls Beachtung findenden Live-Album Between Nothingness & Eternity unter Beweis. Da sich McLaughlin, nicht zuletzt durch seine Orientierung zur indischen Religion und seine Bindung zu Sri Chinmoy, mehr und mehr von seinen Mitspielern entfernte, war das ursprüngliche Mahavishnu Orchestra bereits 1973 vor Erscheinen des Live-Albums zerbrochen.

McLaughlin nahm 1973 ein Album mit Carlos Santana, einem weiteren Anhänger Chinmoys, auf. 1974 reformierte er das Mahavishnu Orchestra mit Jean-Luc Ponty (Violine), Narada Michael Walden (Schlagzeug, Percussion), Ralph Armstrong (Bass), Gayle Moran bzw. Stu Goldberg (Keyboards). Für das erste Album in neuer Besetzung, Apocalypse, konnte George Martin als Produzent gewonnen werden, außerdem wirkten Musiker des London Symphony Orchestra unter der Leitung von Michael Tilson Thomas mit. Es wurden auch noch zwei weitere Alben eingespielt, doch erreichte die neue Band nicht mehr das Niveau und den Erfolg der ersten Besetzung, so dass McLaughlin 1975 das Mahavishnu Orchestra erneut auflöste, um mit seiner neuen Band Shakti akustische Musik mit indischen Einflüssen zu spielen.

In den 1980er Jahren gab es nochmals einen Versuch, das Mahavishnu Orchestra wiederzubeleben, diesmal u.a. mit Bill Evans (Saxophon), Jim Beard (Keyboard), Billy Cobham (Schlagzeug) und Jonas Hellborg (Bass), jedoch mit mäßigem Erfolg.

Diskografie[Bearbeiten]

  • Inner Mounting Flame (Nov 1971)
  • Birds of Fire (Feb 1973)
  • Between Nothingness & Eternity (Nov 1973, live)
  • Apocalypse (Jan 1974)
  • Visions of the Emerald Beyond (Jan 1975)
  • Inner Worlds (Feb 1976)
  • Mahavishnu (Jan 1985)
  • Ad Ventures in Radioland (Jul 1987)
  • The Lost Trident Sessions (1999, Studioaufnahmen von Jun 1973)
  • Unreleased Tracks from Between Nothingness & Eternity (1999, Liveaufnahmen von Nov 1973)

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Kolosky: Power, Passion and Beauty: The Story of the Legendary Mahavishnu Orchestra. ISBN 978-0-9761016-8-0

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Power, Passion and Beauty, The Story Of The Legendary Mahavishnu-Orchestra