Jan Hammer

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Jan Hammer 1977
Jan Hammer 1977
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Like Children (mit Jerry Goodman)
  US 150 08.02.1975 (3 Wo.) [1]
Jeff Beck with the Jan Hammer Group Live (mit Jeff Beck)
  US 23 02.04.1977 (15 Wo.) [1]
Untold Passion (mit Neal Schon)
  US 115 17.10.1981 (8 Wo.) [1]
Here to Stay (mit Neal Schon)
  US 122 05.02.1983 (12 Wo.) [1]
Escape from Television
  DE 14 12.10.1987 (23 Wo.) [2]
  UK 34 14.11.1987 (12 Wo.) [3]
Snapshots
  DE 44 27.03.1989 (4 Wo.) [2]
  CH 24 02.04.1989 (2 Wo.) [4]
  UK 45 27.05.1995 (4 Wo.) [3]
Singles
Miami Vice Theme
  DE 5 02.12.1985 (23 Wo.) [2]
  AT 4 15.03.1987 (10 Wo.) [5]
  CH 8 22.02.1987 (9 Wo.) [4]
  UK 5 12.10.1985 (8 Wo.) [3]
  US 1 07.09.1985 (22 Wo.) [1]
Crockett's Theme
  DE 4 27.04.1987 (23 Wo.) [2]
  AT 29 15.07.1987 (4 Wo.) [5]
  CH 9 24.05.1987 (11 Wo.) [4]
  UK 2 19.09.1987 (18 Wo.) [3]
Tubbs and Valerie
  DE 34 05.10.1987 (10 Wo.) [2]
Forever Tonight
  DE 62 15.02.1988 (4 Wo.) [2]
Crockett's Theme (Jan Hammer Project ft. TQ)
  DE 52 01.09.2006 (9 Wo.) [2]
[2]

[5] [4] [3]

[1]

Jan Hammer (* 17. April 1948 in Prag als Jan Hamr) ist ein tschechischer Jazz-Pianist und -Keyboarder, der inzwischen vor allem als Filmmusiker arbeitet.

Leben[Bearbeiten]

Jan Hammer ist der Sohn der tschechischen Sängerin Vlasta Průchová und des Kardiologen Jan Hammer senior. Bereits im Alter von vier Jahren begann er mit dem Klavierspielen. Als Schüler gründete er im Alter von vierzehn Jahren ein Jazz-Trio und spielte in vielen Ländern Osteuropas. Er studierte an der Prager Musikhochschule, bis seine Studienzeit nach der Invasion der Tschechoslowakei durch die Sowjetunion vorzeitig beendet wurde. Kurz danach zog er in die USA, wo er ein Stipendium am Berklee College of Music in Boston erhalten hatte.

Werk[Bearbeiten]

Mahavishnu Orchestra[Bearbeiten]

Hammer war von 1971 bis 1973 Mitglied des Mahavishnu Orchestra und spielte gemeinsam mit John McLaughlin (Gitarre), Jerry Goodman (Violine), Rick Laird (Bass) und Billy Cobham (Schlagzeug) die viel beachteten Fusion-Platten „The Inner Mounting Flame“, „Birds of Fire“ und „Between Nothingness and Eternity“ ein. Bis zu ihrem Abschiedskonzert am 30. Dezember 1973 traten sie bei 530 Konzerten auf. Die von ihm anschließend gegründete Jan Hammer Group erhielt großartige Kritiken, sowohl aus dem Jazz- wie auch aus dem Rockbereich. Das im Juni 1974 entstandene Album Timeless des Gitarristen John Abercrombie ist eine der seltenen Gelegenheiten, Jan Hammer als Pianisten zu hören.

Hammer[Bearbeiten]

Im Jahre 1978 nahm er das Album „Black Sheep“ auf, auf dem er jedes Instrument selbst spielte. Aus dieser Arbeit heraus entstand die Gruppe Hammer. In diesem Jahr schrieb er außerdem drei Songs für das neue Album „There and Back“ von Jeff Beck, das im Jahr 1980 erschien. Der von ihm geschriebene Song „Star Cycle“ wurde zur Erkennungsmelodie der erfolgreichen britischen Fernsehserie „The Tube“.

Die frühen 1980er Jahre[Bearbeiten]

Ende der 1970er bis in die frühen 1980er Jahren nahm Jan Hammer mit Al Di Meola die Alben „Elegant Gypsy“, „Casino“, „Splendido Hotel“ und „Electric Rendezvous“ auf. Zur selben Zeit tourte Jan Hammer mit dem Journey-Gitarristen Neal Schon unter dem Namen Schon & Hammer. Unter diesem veröffentlichte man die Alben „Untold Passion“ (1981) und „Here to Stay“ (1982). In den Jahren 1982 und 1983 war die Jan Hammer Band mit Carsten Bohn, Jack Bruce und Colin Hodgkinson auf Tournee in den USA und Europa. Im Dezember 1983 spielte Hammer zusammen mit Jeff Beck bei neuen Benefiz-Konzerten in den USA für Ronnie Lane's A.R.M.S. (Action Research into Multiple Sclerosis), woran auch Jimmy Page, Eric Clapton, Joe Cocker und viele andere teilnahmen. 1984 wirkte er am ersten Solo-Album „City Slicker“ von James Young (Styx) als Produzent und Co-Autor mit. Auch an Mick Jaggers Album „She's the Boss“ war er beteiligt.

Miami Vice[Bearbeiten]

Jan Hammer hatte bereits drei Soundtracks für Kinofilme und Musik für zahlreiche Dokumentationen sowie Werbespots komponiert, doch wirklich bekannt als Komponist wurde er erst durch Miami Vice.

Im Jahre 1984 erhielt er den Auftrag, das Titelthema und die Hintergrundmusik für eine neue amerikanische Krimiserie zu schreiben. Am 2. November 1985 stürmte der Miami-Vice-Soundtrack an die Spitze der Billboard-Charts. Mit mehr als vier Millionen verkaufter Kopien erhielt das Album viermal Platin in den USA.

Bei den Grammy Awards im Februar des Jahres 1986 erhielt das „Miami Vice Theme“ zwei Preise. Einen für "Beste Instrumentaldarbietung im Bereich Pop" und einen zweiten für "Beste Instrumentalkomposition". Außerdem erhielt Jan Hammer zwei Emmy-Nominierungen in den Jahren 1985 und 1986. Zum Jahresende 1986 wurde Jan Hammer von den Lesern der Zeitschrift "Keyboard Magazine" zum "Best Studio Synthesist" gewählt.

1988 komponierte Jan Hammer die Titelmusik für die europäische Fernsehserie Eurocops.

Ab den 1990er Jahren[Bearbeiten]

In den 1990er Jahren legte Jan Hammer sein Augenmerk erneut auf Film- und Fernsehmusiken (u. a. „With I Come in Peace“, „Curiosity Kills“, ein Fernsehspot für Amnesty International, „Knight Rider 2000“, „The Taking of Beverly Hills“ und „Sunset Heat“). 1995 schuf er den Soundtrack für den Pilotfilm und die dreizehn Folgen der Serie „Vanishing Son“. 1996 folgte die Filmmusik für „A Modern Affair“ und „In the Kingdom of the Blind the Man with One Eye Is King“. Von 1996 bis 2000 schrieb er außerdem die gesamte Musik für den Sender TV Nova, den ersten kommerziellen Fernsehsender in Osteuropa aus der Tschechischen Republik. 1997 komponierte er den Soundtrack für das Computerspiel "Outlaw Racers" (MegaMedia), 2003 bearbeitete Jan Hammer sein 1975 erschienenes Debütalbum im Auftrag von Sony Records neu und veröffentlichte eine remasterte Version davon. Im Jahre 2006 wurde er von Rapper Terrance Quaites für eine Neuaufnahme des Liedes „Crockett's Theme“ gewonnen. In dieser Version erreichte das Lied in Deutschland zum zweiten Mal die Charts.

Alben[Bearbeiten]

  • Maliny Maliny - „Jan Hammer Trio“ mit George Mraz und Cees See; als MPS-Platte auch als Make Love (1968)
  • Like Children - mit Jerry Goodman (1974)
  • The First Seven Days (1975)
  • Oh Yeah - Jan Hammer Group (1976)
  • Jeff Beck with the Jan Hammer Group Live (1977)
  • Melodies - Jan Hammer Group (1977)
  • Black Sheep (1978)
  • Hammer (1979)
  • Untold Passion - mit Neal Schon (1981)
  • Here to Stay - mit Neal Schon (1983)
  • Miami Vice (1985)
  • The Early Years (1986)
  • Escape from Television (1987)
  • Snapshots (1989)
  • Beyond The Mind's Eye (1992)
  • Drive (1994)
  • Snaphots 1.2 (2000)
  • Miami Vice: The Complete Collection (2002)
  • The First Seven Days (2003)
  • The Best Of Miami Vice (2004)
  • Black Sheep/Hammer (2005)
  • Mourners Rhapsody - (mit Czeslaw Niemen-Band - Jan Hammer, Rick Laird, John Abercrombie und anderen Musikern)NYC, CBS 1974

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Hammer erhielt 1986 in den Kategorien Best Instrumental Composition und Best Pop Instrumental Performance für das Miami-Vice-Theme jeweils einen Grammy Award.

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c d e f US-Singles: Joel Whitburn's Top Pop Singles 1955-2006. Billboard Books, New York 2007, ISBN 0-89820-172-1 / US-Alben: The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  2. a b c d e f g h Jan Hammer in den deutschen Charts / Chartdaten
  3. a b c d e British Hit Singles & Albums, 18th Edition, Guinness World Records Limited 2005, ISBN 978-1-904994-00-8
  4. a b c d Chartdiskografie Schweiz
  5. a b c Chartdiskografie Österreich

Literatur[Bearbeiten]

  • Brigitte Tast, Hans-Jürgen Tast „be bop - Die Wilhelmshöhe rockt. Disco und Konzerte in der Hölle" Verlag Gebrüder Gerstenberg GmbH & Co. KG, Hildesheim, ISBN 978-3-8067-8589-0.

Weblinks[Bearbeiten]