Mahmoud Dowlatabadi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mahmoud Dowlatabadi

Mahmoud Dowlatabadi (persisch ‏محمود دولت‌آبادی‎‎; * 1. August 1940[1] im Dorf Dowlatabad, Razavi-Chorasan, Iran) ist ein iranischer Schriftsteller und Schauspieler. Mahmoud Dowlatabadi (auch Doulatabadi) gilt als einer der bedeutendsten Volksepiker Irans.

Die Grundschule beendete er in seinem Geburtsdorf. In seiner Jugend half er seinem Vater beim Besohlen der Leinenschuhe. Mit 13 Jahren verließ er sein Heimatdorf und lebte in Eyvan-e key, östlich von Teheran. Er arbeitete als Schafhirte, Landarbeiter, Velomechaniker und in einer Baumwollfabrik. Später ging er nach Teheran und arbeitete dort in einer Druckerei und als Frisör. In Maschhad besuchte er das Abendgymnasium. Er schloss die Schule nicht ab, sondern kehrte nach Teheran zurück, wo er als Kartenkontrolleur in einem Kino, als Lagerverwalter und als Souffleur beim Theater arbeitete. Er bewarb sich als Zwanzigjähriger für die Aufnahmeprüfung an einer Schauspielschule und wurde ungeachtet des fehlenden Abiturs aufgenommen. Danach arbeitete er 14 Jahre in einem Theaterensemble. Im Jahre 1975 wurde er bei einer Gorki-Aufführung in der Nacht von der Bühne weg verhaftet und verbrachte die nächsten beiden Jahre im Gefängnis.

Er begann in den 1960er Jahren zu schreiben und verfasste Romane und Theaterstücke. Sein Roman Kalidar ist einer der bedeutendsten der iranischen Kultur. Seine Schriften wurden neben dem Arabischen auch ins Deutsche, Schwedische und Niederländische übersetzt.

Quellen[Bearbeiten]

  1. "Kindlers Neues Literatur Lexikon", 1998, Bd. 21, S. 336

Weblinks[Bearbeiten]