Malagueña

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Malagueña ist ein Flamenco-Stil, der sich aus den folkloristischen Fandangos de Málaga entwickelt hat, beziehungsweise ein Musikstück in diesem Stil. Ursprünglich war eine Malagueña ein Volkstanz. Die Übertragung in den Flamenco, bei der der folkloristische Ursprung fast vollständig verloren ging, fand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts statt.

Im Gegensatz zum Volkstanz der Fandangos de Málaga ist eine Malagueña durch langsame getragene Melodien charakterisiert, die in einem freien Gesang (cante ad libitum) mit ausdrucksreicher Gitarrenbegleitung entstehen. Tanzbegleitung kennt die heutige Malagueña nicht.

Grundsätzlich existiert kein fester Rhythmus, da dieser dem Willen des Sängers (cantaor) unterworfen ist, der ihn beschleunigen oder verlangsamen kann. Der Takt ist ein 3/4-Takt. Bei den Strophen handelt es sich um vier oder fünf achtsilbige Verse, die aufgrund Verswiederholungen meist als sechs Verse gesungen werden.

Die Stile der Malagueñas sind so zahlreich wie ihre bedeutendsten Interpreten, von denen diese Stile geprägt wurden. Einige seien hier genannt, wie Juan Breva, El Canario, La Peñaranda, La Trini, Maestro Ojano, vor allem aber Enrique El Mellizo (1848–1906), der die Malagueñas in Art eines Kirchengesangs intonierte, und der berühmte Antonio Chacón, denen es beiden wohl zu verdanken ist, daß diese Gesangsform in den Rang des Cante grande, gekennzeichnet durch Melodik, Würde und Feierlichkeit, gehoben wurde. Weitere Interpreten: Antonio Mairena, Pepe El Culata, Fosforito el Viejo, Gabriel Moreno, Enrique Morente und zahlreiche zeitgenössische Flamenco-Sänger.