Mammon
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Mammon ist ursprünglich ein unredlich erworbener Gewinn oder unmoralisch eingesetzter Reichtum, wenn er etwa zur lebensbestimmenden Maxime wird.
Heute wird mit dem Begriff abschätzig das Geld im Allgemeinen bezeichnet (schnöder Mammon).
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[Bearbeiten] Begriff
Der Begriff ist aufgrund seiner Erwähnung in der Bibel bekannt:
„Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“
Das Wort Mammon leitet sich ursprünglich vom aramäischen Wort mamona (Vermögen, Besitz) ab. (Einer anderen Quelle zufolge stammt es von dem aramäischen Wort aman ab und bedeutet das, worauf man vertraut.) Das Wort gelangte über seine griechische Schreibweise in die Bibel, in der Vulgata wird daraus lateinisch mam[m]ona. Martin Luther übersetzte das Wort nicht und so gelangte es als Mammon ab dem 16. Jahrhundert ins Deutsche. Daraus resultierte, dass Mammon in Volksglaube und Literatur als personifizierter Reichtum zu einem Dämon wurde, der den Menschen zum Geiz verführt.
[Bearbeiten] Der Dämon Mammon in Literatur, Film und Theater
Als personifizierter Reichtum tritt der Dämon Mammon, der den Menschen zum Geiz verführt, im Theaterstück „Jedermann“ auf.
Als solcher ist er auch in dem humorvoll-makaberen Pen-&-Paper-Rollenspiel um Himmel und Hölle „In Nomine“ von Steve Jackson Games vertreten.
Im Film Constantine trägt der Sohn Satans den Namen „Mammon“.
In der Comic-Reihe Spawn des Amerikaners Todd McFarlane spielt die Figur des Mammon die Rolle des hintergründigen Strippenziehers. Dargestellt wird er als Mann in weißem Anzug mit drei Narben über dem linken Auge.
[Bearbeiten] Literatur
- Jochen Weiß: Mammon. Eine Motivgeschichte zur Religiosität des Geldes. Dissertation, Universität Mannheim 2004 (E-Text)

