Manadotaube

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Manadotaube
Turacoena manadensis.JPG

Manadotaube (Turacoena manadensis)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
Familie: Tauben (Columbidae)
Gattung: Weißgesichttauben (Turacoena)
Art: Manadotaube
Wissenschaftlicher Name
Turacoena manadensis
(Quoy & Gaimard, 1830)

Die Manadotaube (Turacoena manadensis), auch Weißgesichttaube oder Weißgesicht-Kuckuckstaube genannt, ist eine Art der Taubenvögel. Sie kommt nur auf einigen wenigen südostasiatischen Inseln vor.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Die Manadotaube erreicht eine Körperlänge von 42 Zentimetern.[1] Sie entspricht damit der Größe einer Stadttaube. Sie weist jedoch einen auffallend längeren Schwanz auf. Es besteht kein Geschlechtsdimorphismus. Das Weibchen ist lediglich etwas kleiner als das Männchen.[2]

Manadotauben haben ein weißes Gesicht und eine weiße Kehle. Das übrige Gefieder ist schiefer-schwarz. Die Flügeldecken sowie Halsseiten und Hinterhals schimmern bronzefarben. Die Iris ist hellrot. Die Füße sind grau. Von den nahe verwandten Kuckuckstauben unterscheidet sie sich durch einen weniger abgestuften Schwanz, der am Ende gerundet ist.

Verbreitung und Verhalten[Bearbeiten]

Die Manadotaube ist eine in Indonesien endemische Inselart, die auf Sulawesi und den angrenzenden Inseln Manadoma, Lembeh, Bangka, Manterawu, Togian, Muna, Butung, Peleng und Sula vorkommt. Sie ist dort eine verhältnismäßig häufige Art. Der Lebensraum der Manadotaube sind die Waldränder primärer Wälder und die daran unmittelbar angrenzende Vegetation. Sie wird gelegentlich auch auf Kulturland beobachtet. Das Nahrungsspektrum umfasst Früchte und Beeren. Bei in menschlicher Obhut gepflegten Tauben betrug die Brutzeit 18 TAge. Die Jungvögel waren nach 19 Tage flügge.

Haltung in menschlicher Obhut[Bearbeiten]

1982 wurde ein knappes Dutzend Manadotauben von Sulawesi nach Duethland importiert. Dies sind vermutlich die ersten Tauben dieser Art, die nach Europa verbracht wurden. Die Welterstzucht gelang 1996 in Belgien.[3]

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gibbs, S. 281
  2. Rösler, S. 147
  3. Münst, S. 162

Literatur[Bearbeiten]

  • David Gibbs, Eustace Barnes und John Cox: Pigeons and Doves – A Guide to the Pigeons and Doves of the World. Pica Press, Sussex 2001, ISBN 90-74345-26-3
  • Alois Münst und Josef Wolters: Tauben – Die Arten der Wildtauben, 2. erweiterte und überarbeitete Auflage, Verlag Karin Wolters, Bottrop 1999, ISBN 3-9801504-9-6
  • Gerhard Rösler: Die Wildtauben der Erde – Freileben, Haltung und Zucht. Verlag M. & H. Schaper, Alfeld-Hannover 1996, ISBN 3-7944-0184-0

Weblink[Bearbeiten]

 Commons: Turacoena manadensis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Turacoena manadensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2012. Abgerufen am 31. Oktober 2013