Mango (Mode)

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Mango
Logo
Rechtsform Sociedad de responsabilidad limitada (S.L.)
Gründung 1984
Sitz Palau-solità i Plegamans
Katalonien, Spanien
Leitung Isaac Andic
Mitarbeiter 8.600 (2011)[1]
Umsatz 1,145 Mrd. € (2009)[2]
Branche Textil- und Bekleidungsindustrie
Website www.mango.com

Mango ist ein multinationaler Modekonzern mit Stammsitz nördlich von Barcelona, der sich dem Design, der Herstellung und dem Verkauf von Damen- bzw. Herrenmode und Accessoires widmet.

Gründung und Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Historisches Logo

Der aus Istanbul stammende Gründer Isak Andic (* 1955)[3] begann 1984 mit einem Damenmodengeschäft. Acht Jahre später gab es hundert Läden in Spanien und die ersten beiden Läden in Portugal waren der Einstieg in die Internationalisierung. Erst 2008 wandte sich Mango auch den Herren zu.[4] Ende 2010 betrieb Mango mehr als 1700 Ladengeschäfte in 101 Ländern. Die Modekette setzt ihren Expansionskurs mit Markterschließungen in China und Russland fort.[5] Die Geschäftslokale des Unternehmens sind an hervorragenden Standorten angesiedelt: entweder in den wichtigsten Einkaufszentren oder mitten im Stadtzentrum.

Mango bietet darüber hinaus einen Online-Shop an[6], in dem die Marke ihre gesamte Produktpalette innerhalb der Europäischen Union sowie in Nicht-EU-Mitgliedsstaaten wie Andorra, Norwegen und der Schweiz verkauft. Dieser Online-Shop wurde im September 2000 eröffnet und hat seitdem ein beträchtliches Wachstum verzeichnen können. Im Elektronischen Handel hat Mango seinen Expansionskurs im März 2006 auf die Eröffnung eines virtuellen Marktplatzes für den nordamerikanischen Markt[7] und eines Outlet-Shops für den europäischen Markt[8] gerichtet.

Der Firmenhauptsitz besitzt eine eigene Gebäudestruktur mit den Bereichen Design, Produktionskontrolle und Vertrieb an die Verkaufspunkte, Architektur und Innengestaltung der Läden, Corporate Image und Werbung sowie Verwaltung und Logistik. Mango beschäftigt 2011 mehr als 8.600 Angestellte, von denen 1.850 im Hauptsitz in Palau-solità i Plegamans (Provinz Barcelona) arbeiten. Die Mitarbeiter des Unternehmens sind durchschnittlich 30 Jahre alt und zu 80 Prozent Frauen.[1]

Die Logistik von Mango beruht auf einem eigenen System, das seit der Eröffnung des ersten Ladens im Jahre 1984 bis heute stufenweise entwickelt und ausgebaut worden ist, indem das Unternehmen die Logistikzentren mit den neuesten Technologien ausgestattet hat. Dank dieses Logistiksystems können 30.000 Kleidungsstücke pro Stunde sortiert und verteilt werden. Mango ist derzeit nach Zara das zweitgrößte Exportunternehmen im spanischen Textilsektor.

Seit der Mode-Kollektion Herbst/Winter 2009 wirbt die Schauspielerin Scarlett Johansson für Mango[9].

Franchisesystem[Bearbeiten]

Um eine integrierte Unternehmensniederlassung zu entwickeln, überlässt Mango seine Kollektionen an Franchisenehmer im Rückgabesystem. Alle Verkaufspunkte auf der Welt sollen auf diese Weise zu jedem Zeitpunkt über die Ware verfügen, die sie im Hinblick auf ihre Abverkaufsgeschwindigkeit und ihre Verkaufsprognosen benötigen. Presseberichten zufolge fühlten sich Franchisenehmer nicht immer in diesem Sinne gut bedient.[10]

Kritik[Bearbeiten]

Im Jahr 2013 kam es in Bangladesch zum Einsturz einer Textilfabrik in Sabhar mit 1127 Toten und 2438 Verletzten.[11] Auch Mango hatte dort produzieren lassen.[12]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b http://shop.mango.com/iframe.faces?id=pieEmpresa&state=she_004_AL shop.mango.com
  2. Firmenbericht (PDF; 2,1 MB)
  3. Bio
  4. Mango entdeckt die Männerwelt In: Die Welt, 18. Februar 2008, aufgerufen: 7. Mai 2011
  5. Modekette Mango will weiter expandieren fashionlinesite, aufgerufen: 7. Mai 2011
  6. mangoshop.com
  7. mngshop.com
  8. mangooutlet.com
  9. „Scarlett Johansson für Mango“ (mitStil.com am 20. September 2009)
  10. Modekette Mango: Saure Südfrucht In: Stern, 24. Januar 2008, abgerufen: 7. Mai 2011
  11. tagesschau.de: Bergungsarbeiten in Bangladesch eingestellt 1127 Tote, 2438 Verletzte
  12. wirtschaftsblatt.at: Einsturz in Bangladesch betrifft Mango und Primark