Marcus Loeber

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Marcus Loeber

Marcus Loeber (* 29. April 1967 in Hofgeismar, Nordhessen) ist ein deutscher Komponist, Pianist, Buchautor und Musikproduzent.

Leben[Bearbeiten]

Loeber erhielt bis zu seinem 16. Lebensjahr eine klassische Klavierausbildung. Nach dem Abitur und einer kaufmännischen Lehre begann er das Studium der Rechtswissenschaften mit dem Ziel, Fachanwalt für Urheberrecht zu werden.

Bei seinem Großonkel Peter K. Burkowitz (* 13. Juni 1920 - 29. Juni 2012), dem Entwickler des REDD Mischpultes, das die Beatles in den Abbey Road Studios in London für ihre Aufnahmen nutzten, erlernte er den Umgang mit Akustik, Mikrofonen und Aufnahmeverfahren. Nach zehn Jahren Mitgliedschaft in der amerikanischen Band Mac Machine siedelt er nach Hamburg um. Dort baute er ein eigenes Unternehmen für Audio-Produktionen auf.

Musik[Bearbeiten]

Loeber ist seit 1990 Komponist Autor von Werbefilm-Musiken. Er arbeitete für Mercedes Benz, Porsche, Neutrogena, Montblanc, Nike, Macys, Casio und vertonte etwa 900 Werbespots. Die Besonderheit in seiner Arbeit liegt in der Melodik seiner Musik und der Mischung verschiedenster Musikstile. Arbeiten von Loeber wurden mit dem Cannes Lion auf dem Cannes Lions International Advertising Festival (Lufthansa 1999), dem Clio Award (Smart Showcars 2003) und seit 1995 Awards beim Art Directors Club ausgezeichnet.

Seit 2004 schreibt Marcus Loeber Solostücke für Klavier. Er veröffentlicht drei Alben mit Eigenkompositionen, die er selbst spielt und produziert. Seine sensiblen und oft melancholischen Musiken verbreiten sich über das Internet. In der Online-Community MySpace führt er monatelang die Charts in der klassischen Musik und hatte 6 Millionen Hörer. Mit Hilfe des japanischen Klavierherstellers Yamaha Corporation, in dessen Künstlerkader er sich seit 2005 als Endorser befindet, gibt er Klavierkonzerte, spielt seine Musik und berichtet über die Entstehung seiner Kompositionen.

Zusammen mit Burkowitz und anderen Mitgliedern der Audio Engineering Society bemüht er sich, dem Verfall und dem Verlust von Hörgewohnheiten durch Datenkompression (z.B. mp3) und besonders finanziellen Einschränkungen bei Musikproduktionen die Stirn zu bieten. Er vertritt die Auffassung, dass die Aufnahme einer musikalischen Darbietung wenigstens die Abbildung der echten Aufführung sein sollte.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1985: Mac Machine, Tears, 12’ Maxi (Iron Curtain Records)
  • 1986: Mac Machine, Mutherfunken, LP (PPS Records)
  • 1992: Mac Machine, When The Lights Come On, 12’ Maxi (KCM Records)
  • 1993: Mac Machine, Lately, Album (KCM records)
  • 2004: Marcus Loeber, Songs for Emelie (Billibaberecords)
  • 2005: Marcus Loeber, Two Sides (Billibaberecords)
  • 2009: Marcus Loeber, At The Very Moment (Billibaberecords)
  • 2009: Marcus Loeber, Glorias Geschichten, Hörbuch-Reihe (audible.de)
  • 2011: Marcus Loeber, "Hittfeld Zwo" (Billibaberecords)
  • 2011: Marcus Loeber,"The Beauty Of A Second" (Billibaberecords)
  • 2012: Chris Zippel & Marcus Loeber,"The Backdrop Chambers" (Billibaberecords)
  • 2012: Marcus Loeber,"Penetentiary Theatre/ OST" (Billibaberecords)
  • 2013: Marcus Loeber,"FLOW" (Bilibaberecords)
  • 2013: Marcus Loeber,"Homework" (Billibaberecords)

Literatur[Bearbeiten]

  • 2007: Beitrag von Marcus Loeber in: Bronner, Kai/ Hirt, Rainer (Hrsg.) (2007): Audio-Branding. Entwicklung, Anwendung, Wirkung akustischer Identitäten in Werbung, Medien und Gesellschaft, Verlag Reinhard Fischer, München. ISBN 3-889-27411-0

Weblinks[Bearbeiten]