Hofgeismar

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hofgeismar
Hofgeismar
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hofgeismar hervorgehoben
51.4941666666679.3830555555556161Koordinaten: 51° 30′ N, 9° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 161 m ü. NHN
Fläche: 86,39 km²
Einwohner: 14.919 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 173 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34369
Vorwahlen: 05671, 05675 (Hümme)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 013
Stadtgliederung: 9 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
34369 Hofgeismar
Webpräsenz: www.hofgeismar.de
Bürgermeister: Heinrich Sattler (CDU)
Lage der Stadt Hofgeismar im Landkreis Kassel
Bad Karlshafen Gutsbezirk Reinhardswald Trendelburg Trendelburg Hofgeismar Hofgeismar Oberweser Oberweser Wahlsburg Reinhardshagen Liebenau Grebenstein Immenhausen Fuldatal Espenau Vellmar Calden Breuna Zierenberg Zierenberg Ahnatal Habichtswald Wolfhagen Naumburg Bad Emstal Schauenburg Baunatal Fuldabrück Lohfelden Söhrewald Helsa Kaufungen Nieste Niestetal KasselKarte
Über dieses Bild
Hofgeismar – Rathaus und Markt

Hofgeismar ist eine Kleinstadt in Nordhessen im Landkreis Kassel mit 14.967 Einwohnern (31. Dezember 2012).

Geographische Lage[Bearbeiten]

Hofgeismar liegt in der Hofgeismarer Rötsenke etwa 21 km nordnordwestlich von Kassel. Es befindet sich unmittelbar südöstlich des Hofgeismarer Stadtwaldes zwischen Trendelburg im Norden Grebenstein im Süden direkt oberhalb der Einmündung der Lempe in die Esse. Das Gemeindegebiet erstreckt sich zwischen 124 m (an der Esse) und 392 m ü. NN (im Hofgeismarer Stadtwald auf dem Heuberg; mit Fernsehturm), die Kernstadt liegt auf durchschnittlich 165 m Höhe.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Hofgeismar grenzt im Norden an die Stadt Trendelburg, im Osten an das gemeindefreie Gebiet „Gutsbezirk Reinhardswald“, im Süden an die Stadt Grebenstein und im Westen an die Stadt Liebenau (alle im Landkreis Kassel).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zu Hofgeismar gehören neben der Kernstadt die Stadtteile

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Funde bezeugen eine durchgehende Besiedlung des Stadtgebietes seit etwa 7000 Jahren.

In einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Sigfrid I. wird Hofgeismar im Jahre 1082 als Hovegeismari[2] erwähnt. Damals bestand allerdings schon 300 Jahre lang ein „Fronhof“, woran bis heute eine Straßenbezeichnung („Am Fronhof“) erinnert. Seit Ende des 9. Jahrhunderts gehörte der „Hof Geismar“ zur christlich fränkischen Monarchie und nach einer Schenkung zum Erzbistum Mainz.

Stadtrechte erhielt die Siedlung „Hove Geismari“ 1223 durch den Mainzer Erzbischof Sigfried II., nachdem sie sich bereits zum Mittelpunkt eines Kirchsprengels entwickelt hatte. Der Archidiakonatssitz bestand mit einem Kollegiatstift an der Altstädter Liebfrauenkirche, die der Gottesmutter Maria geweiht worden war. Zur weltlichen Macht der Mainzer Erzbischöfe im Bereich von Diemel und oberer Weser gehörte auch die nahegelegene Schutzburg Schöneberg, die bereits Anfang des 12. Jahrhunderts errichtet worden war. An diese Zeit erinnert bis heute das „Mainzer Rad“ im Wappen der Stadt.

Die Gründerjahre der Stadt im 13. Jahrhundert weisen neben dem Hofgut mit einem festen Haus des Hofherrn („Sala“) auch Stifts- und Propsteigebäude sowie Siedlungen in der Altstadt, der Neustadt und der Petristadt auf. Aus dieser Zeit stammen Teile des Rathausgewölbes, der Turm (Wehrturm) der Altstädter Kirche und die teilweise erhaltene Stadtbefestigung, die damals aus einer etwa 5 m hohen Mauer mit Wehrgang und vorgelagerten Gräben bestand.

Aus dem 13. Jahrhundert stammt auch die Burg im heutigen Stadtteil Sababurg, die Landgraf Wilhelm I. ab 1490 zu einem Jagdschloss und Gestüt ausbauen ließ. Am Fuß der Sababurg gründete 1571 Landgraf Wilhelm IV. den Tierpark Sababurg.

Altstädter Kirche

Während der Mainzer Stiftsfehde (1461–1463) musste Hofgeismar wegen seiner Loyalität zum vom Papst abgesetzten Erzbischof Diether von Isenburg 1462 eine mehrwöchige Belagerung durch den mit dem neuen Erzbischof Adolf II. von Nassau verbündeten Landgrafen Ludwig II. von Hessen erdulden; die gleichfalls belagerte Burg Schöneberg ergab sich erst, nachdem die Belagerer die Umgegend ausgeplündert und die Gebäude auf dem Burgberg zu Trümmern geschossen hatten.

Kriegsschulden aus der Stiftsfehde führten dazu, dass die Mainzer Besitzungen zwischen Diemel und Weser von Erzbischof Adolf II. im Jahre 1462 an Landgraf Ludwig II. verpfändet werden mussten; dabei kam auch Hofgeismar in hessischen Besitz. Zwar wehrte sich die Bürgerschaft vehement dagegen, zu einem frei verfügbaren Pfandobjekt des Erzbischofs herabzusinken, aber der Landgraf überwältigte die Stadt militärisch und vereinnahmte sie dennoch.[3] Unter Landgraf Philipp I. wurde Hessen 1526 infolge der Homberger Synode protestantisch. Das Chorherren-Stift und das Franziskaner-Kloster in Hofgeismar wurden aufgelöst. Nach dem Tod Philipps kam Hofgeismar auf Grund der von ihm verfügten Erbteilung zur Landgrafschaft Hessen-Kassel unter Philipps ältestem Sohn, Wilhelm IV. Nach dem Merlauer Vertrag von 1582 zwischen Wilhelm IV. und dem neuen Mainzer Erzbischof Wolfgang von Dalberg gehörte Hofgeismar dann endgültig zur Landgrafschaft Hessen-Kassel.

Bis zum Dreißigjährigen Krieg wuchs die Zahl der Einwohner in Hofgeismar auf etwa 2500 Personen. Die bis heute erhaltenen Fachwerkbauten der Stadt stammen teilweise noch aus dem 17. Jahrhundert.

Hofgeismar - Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian dem Jüngeren 1655

Unter den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs litt auch Hofgeismar stark. Zunächst lagerten ab 1623 für etwa 7 ½ Jahre ca. 1000 Mann Fußtruppen, Reiter und Artillerie des Generals Tilly als Besatzungsmacht in der Stadt. 1635 brandschatzten schwedische Truppen Hofgeismar. Ein Angriff am 31. August 1637 wurde durch die hessischen Garnisonstruppen unter Rittmeister Hans Ellenberger und die Einwohner selbst erfolgreich abgewehrt. 1642 und 1647 erlitt die Stadt erneut schwere Plünderungen. Die Einwohnerschaft sank auf etwa ein Drittel der Vorkriegszahl.

Landgraf Karl siedelte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auch in Hofgeismar französische Glaubensflüchtlinge (Hugenotten) an, die nach dem Edikt von Fontainebleau und der Aufhebung der Religionsfreiheit in Frankreich im Jahre 1685 ihre Heimat verloren hatten. Ebenso fanden hier Hugenotten und Waldenser Flüchtlinge eine neue Heimat, die 1698 auf Befehl Ludwigs XIV. vertrieben worden waren. In Hofgeismar wurde am 22. Februar 1686 eine französisch-reformierte Gemeinde gegründet. In den Folgejahren kam es auch im Umkreis zur Gründung von Hugenottensiedlungen, wie z. B. Carlsdorf (1686), Kelze und Schöneberg (beide 1699) sowie Friedrichsdorf (1775).

Eingang zur Neustädter Kirche

Seit 1686 wurden in der Hofgeismarer Neustädter Kirche sowohl die Gottesdienste der deutsch-reformierten Gemeinde als auch der französisch-reformierten Christen abgehalten. Der erste Pfarrer der französischen Gemeinde, David Clément, starb am 29. Januar 1725 in Hofgeismar, woran eine Gedenktafel an der Neustädter Kirche erinnert.

Eine jüdische Gemeinde in Hofgeismar ist in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts belegt, die im Jahre 1764 im Bereich Petriplatz/Loggenhagen eine Synagoge errichtete. Einzelne Stadtbewohner jüdischen Glaubens wurden bereits 1470 in Hofgeismar urkundlich erwähnt. Sie gehörten zunächst zur Gesamtgemeinde aller Juden in der Landgrafschaft Hessen-Kassel. Im Jahre 1783 gehörten der Hofgeismarer jüdischen Gemeinde 107 Mitglieder an; ihre Zahl stieg bis zum Jahre 1861 auf 219 Personen.

Schlösschen Schönburg

Im 18. Jahrhundert wurde Hofgeismar mit dem Stadtteil Gesundbrunnen zum Badeort. Daran erinnern bis heute die Bauten, die rund um die Heilquelle entstanden sind. Schon im Dreißigjährigen Krieg soll die Quelle des Gesundbrunnens von einem verwundeten Soldaten entdeckt worden sein und ihm die erhoffte Heilung gebracht haben. Das im Park Gesundbrunnen stehende Schlösschen Schönburg („Montcherie“), von 1787 bis 1789 im klassizistischen Baustil nach den Plänen von Simon Louis du Ry) erbaut, war ursprünglich der Wohnsitz des Landgrafen Wilhelm IX. (seit 1803: Kurfürst Wilhelm I.) während seiner Aufenthalte in den Sommermonaten und beheimatet heute die Evangelische Akademie Hofgeismar. Außer den Gebäuden der Evangelischen Akademie befinden sich heute am Gesundbrunnen vornehmlich Alten- und Pflegeheime.

Der Siebenjährige Krieg brachte für Hofgeismar erhebliche wirtschaftliche Schäden, besonders während des Stellungskriegs an der Diemel in den Jahren von 1760 bis 1762; hessische Truppen kämpften damals im Sold Englands gegen Frankreich.

Ab dem Jahre 1808 gehörte Hofgeismar unter französischer Herrschaft zum Königreich Westphalen, das mit König Jérôme, dem jüngsten Bruder von Napoléon Bonaparte, als Regent geschaffen wurde. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig endete die Existenz dieses Kunstgebildes und die Landgrafschaft Hessen-Kassel wurde restauriert. Unter Kurfürst Wilhelm II. und dessen Sohn Friedrich Wilhelm I. wurde ab 1844 mit dem Bau der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn von Karlshafen über Kassel bis nach Bebra begonnen. Im Bereich der Stadt Hofgeismar, inzwischen auch Garnisonsstadt und Poststation, entstand 1848 ein Empfangsgebäude für die neue Eisenbahnlinie; ein weiterer Bahnhof entstand im heutigen Stadtteil Hümme.

Historische Karte

Die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn war die erste kurhessische Eisenbahnstrecke. Als erster Abschnitt wurde am 30. März 1848 die Strecke GrebensteinHümmeKarlshafen eröffnet, die sog. Carlsbahn, die die einzige Eisenbahnverbindung von Kassel zu einem Weserhafen (Karlshafen) darstellte. Nach der preußischen Annexion Kurhessens 1866 wurde die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn in Hessische Nordbahn umbenannt.

Die Landgrafschaft Hessen-Kassel erlosch 1866, als sie von Preußen infolge des Deutschen Krieges annektiert wurde. Damit kam auch die Stadt Hofgeismar zu Preußen. Das Staatsbad Gesundbrunnen wurde aufgelöst.

Das Meyersche Konversationslexikon beschreibt in seiner 4. Auflage von 1885 bis 1892 die Stadt Hofgeismar als „Kreisstadt im preuß. Regierungsbezirk Kassel, an der Esse und der Linie Schwerte-Kassel der Preußischen Staatsbahn, hat 2 evang. Pfarrkirchen, ein Amtsgericht, ein Realprogymnasium, Buch- und Steindruckerei, Malzfabrikation, Spiritusbrennerei, eine chemische Fabrik, Holzschneidereien, Ziegeleien, eine Fabrik für Militärputzeffekten, bedeutende Waldungen und (1885) mit Garnison (ein Dragonerregiment Nr. 5) 4343 meist evang. Einwohner.

Aus den in Hofgeismar stationierten Hessischen Leibhusaren war 1867 zunächst das 1. hessische Husarenregiment Nr. 13 hervorgegangen. Ihm folgte 1875 das Dragoner-Regiment Nr. 5, das später den Namen Dragoner-Regiment „Freiherr von Manteuffel“ erhielt.

Kirche St. Petri

Die katholische Gemeindeseelsorge in der stark evangelisch geprägten Stadt begann im Jahre 1892. Der Bau der katholischen St.-Petri-Kirche schloss sich 1897/1898 an, da sich die zunächst eingerichtete Kapelle in einem Haus an der Niedermeiser Straße als zu klein erwiesen hatte. Das katholische Pfarrhaus kam 1906 hinzu. Zuvor waren im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in der Altstädter Kirche bereits monatliche Gottesdienste für die katholischen Angehörigen der Garnison und einige Zivilpersonen gehalten worden. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl der katholischen Bevölkerung durch den Zuzug vieler Flüchtlinge – besonders aus dem Sudetenland (Tschechien) – stark an; im ehemaligen Kreis Hofgeismar bis auf etwa 22.000 Gläubige im Jahre 1948.

Nach einer Zählung im Jahre 1868 lag die Bevölkerungszahl in Hofgeismar bei 3708 Personen (darunter 750 Mann Militär); sie stieg bis zum Jahr 1906 auf 4600 Einwohner.

Die Zeit des Nationalsozialismus ist auch in Hofgeismar ein unrühmliches Kapitel in der Stadtgeschichte. Schon bei den Wahlen am 14. September 1930 wurde die NSDAP zweitstärkste Partei in der Stadt. Die SA (in Hofgeismar: Sturm 86) hatte ihren Treffpunkt in einem Gebäude im Fürstenweg unweit der Bahnhofstraße (später: Adolf-Hitler-Straße).

Nach einem Bericht im evangelischen „Kasseler Sonntagsblatt“ vom 9. April 1933 wurde auf der Sitzung des neugewählten Stadtparlaments der Landwirt Rompf (NSDAP) zum Stadtverordnetenvorsteher von Hofgeismar gewählt. Unter dem 13. Mai 1934 berichtet das Sonntagsblatt dann in einer Kurzmitteilung von der Einführung des neuen Hofgeismarer Bürgermeisters Rödde, dem damaligen Kreisleiter der NSDAP.

Auch im Gau Kurhessen wurden Sozialdemokraten und Kommunisten von den neuen Machthabern verfolgt, besonders aber Juden. Die Hofgeismarer Synagoge aus dem Jahre 1764 wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 innen vollständig verwüstet. Auf der Homepage des Stadtmuseums Hofgeismar sind die Namen (bei Ehefrauen auch der Geburtsname), das Geburtsjahr und das Deportationsziel von 453 jüdischen Opfern der Nazi-Zeit vermerkt, die aus den Städten und Gemeinden der früheren Landkreise Hofgeismar, Kassel und Wolfhagen stammen.

Der Zweite Weltkrieg endete für die Hofgeismarer Bevölkerung im Jahre 1945 mit dem Einmarsch amerikanischer Soldaten.

Von 1821 bis 1972 war Hofgeismar Kreisstadt des ehemaligen Kreises Hofgeismar.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der hessischen Gebietsreform wurden am 31. Dezember 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Beberbeck (mit Sababurg), Carlsdorf, Friedrichsdorf, Hombressen, Hümme und Schöneberg eingegliedert. Kelze kam am 1. Februar 1971 hinzu.[4]

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [5]

Wahl zur Stadtverordnetenversammlung
 %
50
40
30
20
10
0
44,9 %
38,3 %
8,9 %
4,6 %
3,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+9,6 %p
-11,8 %p
+2,3 %p
-0,9 %p
+0,8 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d 2006: WASG
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,9 17 35,3 13 42,7 16
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 38,3 14 50,1 19 45,6 17
WSD Wählergemeinschaft soziale Demokraten 8,9 3 6,6 2
LINKE Die Linke 4,6 2 - -
FDP Freie Demokratische Partei 3,4 1 2,6 1 3,3 1
WASG Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative - - 5,5 2
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 49,6 49,8 56,6

Bürgermeister ist Heinrich Sattler (CDU).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Blick vom Sälber Tor zur Altstädter Kirche

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Hofgeismar zeigt in Rot silberne gotische Architekturelemente, darunter ein silbernes Rad. Das „Mainzer Rad“ verweist auf die Zugehörigkeit der Stadt zum Hochstift Mainz bis 1462.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen u. a.:

  • Altstädter Kirche aus dem 12. bis 14. Jahrhundert
  • Neustädter Kirche aus den Jahren 1341–1421
  • Rathaus aus dem 14. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert umgebaut
  • St. Peter, katholische Kirche von 1898
  • zahlreiche Fachwerkhäuser:
    • Café Hoffmann − wohl ältestes Fachwerkhaus der Stadt, 1528 · Markt 19
    • Haus Malzfeldt − Diemelsächsisches Ackerbürgerhauses, Längsdielenhaus, 1684 · Petristraße 13
    • Haus Scheffer − Längsdielenhaus in Mischbauweise, 1684 · Steinweg 18
  • Hochzeitshaus, ehemaliges städtisches Gilde- und Hochzeitshaus, erbaut 1620
  • Steinernes Haus aus dem 13. Jahrhundert (heute Apothekenmuseum)
  • Gesamtanlage Petriplatz 2 (4 Häuser - 4 Epochen), ab ca. 1500, heute das Stadtmuseum Hofgeismar mit 14 zum Teil internationalen Abteilungen (u. a. Geschichte der Hugenotten und Waldenser, Jüdische Kultur, Gemälde Theodor Rocholls)
Tempel am Gesundbrunnen

Zudem liegt Hofgeismar an der Deutschen Märchenstraße, die von Hanau über Hofgeismar nach Bremen führt.

Hugenottenkirche im Stadtteil Carlsdorf
Hugenottenkirche im Stadtteil Schöneberg
"Märchenschloss" in Hofgeismar-Sababurg
Buchenriese im “Urwald Sababurg”

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Östlich vorbei an Hofgeismar führt als 2013 freigegebene Ortsumfahrung die Bundesstraße 83, die zuvor direkt durch die Ortschaft verlief. Die Bundesautobahn 44 ist bei der Anschlussstelle Breuna etwa 20 km von der Stadt entfernt.

Personennahverkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Hofgeismar liegt an der Bahnstrecke Kassel–Warburg und wird von RegioTrams der Linie RT3 und den Regional-Express-Zügen der Linie 17 (Sauerland-Express, auf der Strecke Kassel-WilhelmshöheHagen Hbf) angefahren. Die Fahrzeit von Kassel Hauptbahnhof nach Hofgeismar beträgt mit der RegioTram rund 30 Minuten, mit den RE-Zügen sind es etwa 20 Minuten.

Hofgeismar verfügt über ein dichtes Stadtbusnetz und einen zentralen Busbahnhof, den verschiedene Buslinien aus der Region anfahren.

Hofgeismar gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund an.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen

  • AKG-Gruppe
  • BrainLogical Software Development
  • CMAC GmbH & Co. Verlags KG (OWZ-Verlag), gehört zur Firmengruppe Lalé & Schiffner
  • Evangelisches Krankenhaus Gesundbrunnen gGmbH
  • FTH Fertigungstechnik Hofgeismar GmbH
  • Friedrich-Sander Vermietungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG
  • Günter Herrmann Lehrmittelfabrik, Inhaber: Bernhard Herrmann
  • HKS Software + Computersysteme GmbH
  • Management Services Helwig Schmitt GmbH, Markt-Analyse-Systeme für die Automobilindustrie
  • Martin Löber GmbH (Hagebaumarkt)
  • Landwirtschaftliche Vieh- + Fleischvermarktung Kassel-Hofgeismar eG
  • Siebenhaar Antriebstechnik GmbH
  • SLS Tuning
  • Wiking Schlauchbootwerft Hanel GmbH
  • WK Windkraft-Kontor GmbH + Co. Pluzunet/Ostbevern KG

Bildung[Bearbeiten]

In Hofgeismar gibt es eine Grundschule mit zwei Standorten (Würfelturmschule), eine Schule für Lernhilfe (Brüder-Grimm-Schule), eine Schule für Praktisch Bildbare mit Abteilung Körperbehinderte (Käthe-Kollwitz-Schule), eine Gesamtschule (Gustav-Heinemann-Schule), eine Berufsschule (Herwig-Blankertz-Schule) und ein Oberstufengymnasium (Albert-Schweitzer-Schule). Des Weiteren gibt es eine Musikschule sowie eine Volkshochschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Andrae: Die Stadt Hofgeismar im 19. Jahrhundert. Veröffentlicht als zweiter Band der „Geschichte der Stadt Hofgeismar“, 1954.
  • Gerhard Bott: Der Gesundbrunnen zu Hofgeismar. München 1975.
  • Alfred Heilbrunn: Aus der Geschichte der Synagogengemeinden des Altkreises Hofgeismar. In: Jahrbuch des Landkreises Kassel 1978, S. 86.
  • Helmut Burmeister, Klaus-Peter Lange (Hrsg.): Alt-Hofgeismar, Bilder aus einer vergangenen Zeit 1870 - 1925. Hofgeismar 1979.
  • Helmut Burmeister: Denkmäler - Daten - Dokumente. Ein Lexikon zur Geschichte der Stadt Hofgeismar und ihrer Ortsteile. Hofgeismar 1988.
  • Herbert Klode: Hofgeismar – ein Abriß seiner Entwicklung. In: „Hessische Heimat“ – Sonderheft Hofgeismar, Heft 2, 28. Jahrgang 1978, S. 39
  • Kreis Hofgeismar: Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III. Marburg/Lahn 1966, S. 124 ff.
  • Friedrich Pfaff: Geschichte der Stadt Hofgeismar. 2. Auflage, 1954
  • Joseph Weber: Entwicklung der katholischen Gemeinden im Kreis Hofgeismar. In: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1968, S. 44 ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format„Hofgeismar, Landkreis Kassel“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 27. März 2014, abgerufen am 14. Juli 2014.
  3. Karl E. Demandt, Fritzlar in seiner Blütezeit (S. 26-27), Trautvetter & Fischer Nachf., Marburg und Witzenhausen 1974, ISBN 3-87822-051-0
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 398.
  5. Wahlergebnis auf hsl.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hofgeismar – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Hofgeismar – Reiseführer