Mark Morrisroe

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Mark Morrisroe (* 10. Januar 1959 in Malden, Massachusetts; † 24. Juli 1989 in Jersey City, New Jersey) war ein amerikanischer Fotokünstler. Seine Fotografien waren bahnbrechend in der Entwicklung der Punk-Szene in Boston in den 1970er Jahren.

Leben[Bearbeiten]

Nach seiner eigenen Aussage war Morrisroes drogenabhängige Mutter Prostituierte und sein Vater unbekannt. Später spekulierte er, dass sein Vater der Bostoner Serienmörder Albert DeSalvo sei, da er der Vermieter seiner Mutter war. Er verließ sein Zuhause mit 13 Jahren und arbeitete später als Stricher. Ein verärgerter Kunde schoss ihm 1976 eine Kugel in den Rücken, die für den Rest seines Lebens neben der Wirbelsäule steckte.[1][2]

Morrisroe erhielt einen Studienplatz an der School of the Museum of Fine Arts in Boston, wo er aber infolge seines Lebensstils (Medikamentensucht, Travestie und Exhibitionismus) störte. Dennoch schloss er die Schule mit Auszeichnung ab.

Von Boston zog Morrisroe 1985 nach Jersey City in die Nähe von New York City und zeigte erste Ausstellungen. 1986 wurde Morrisroe positiv auf HIV getestet und verstarb 1989 an den Folgen von AIDS.

Der Nachlass von Mark Morrisroe (Sammlung Ringier) befindet sich im Fotomuseum Winterthur.

Ausstellungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Neue Gesellschaft für Bildende Kunst: Mark Morrisroe 1959 bis 1989, Berlin 1997, ISBN 3-926796-51-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Annäherung eines feinfühligen Wilden“, Steffen Siegel, in taz vom 3./4. März 2012
  2. Mark Morrisroe artbook, D.A.P. catalogue SPRING 2011 p. 177 (en)
  3. Mitteilung zur Ausstellung, abgerufen am 23. November 2014.

Weblinks[Bearbeiten]