Mark der Billunger

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Die ungefähre Ausdehnung der Mark der Billunger vor 983

Die Mark der Billunger war eine Markgrafschaft des Ostfränkisch-Deutschen Königtums, die von 936 bis 983 existiert haben soll.

Grenzen[Bearbeiten]

Die konkrete Ausdehnung der Mark der Billunger ist unbekannt. Sie soll zwischen Elbe und Ostsee gelegen und im Wesentlichen das Gebiet des späteren Mecklenburgs und des westlichen Vorpommerns umfasst haben, so dass sie im Norden an die Ostsee, im Osten an das Herzogtum Polen, im Süden an die Sächsische Ostmark und im Westen an das Stammesherzogtum Sachsen gegrenzt hätte. Widukind von Corvey kennt sie jedoch ebenso wenig wie Helmold von Bosau.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Mark wurde im Jahre 936 gebildet, als Hermann Billung von König Otto I. als princeps militiae mit dem Grenzschutz des Deutschen Königreichs und der Herrschaft über die Redarier, Abodriten, Polaben, Wagrier und Zirzipanen betraut wurde.

Nach dem Slawenaufstand von 983 wurde die Mark der Billunger von den Sachsen aufgegeben. Die Geschehnisse in diesem Gebiet werden vor allem in der Chronica Slavorum des Helmold von Bosau beschrieben.