Markteintrittsstrategie

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Die Markteintrittsstrategie ist ein Begriff des internationalen Marketings und Managements und beinhaltet Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen versucht, Markteintrittsbarrieren zu überwinden. Die Planung einer entsprechenden Strategie ist notwendig, wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung in einem neuen Markt eingeführt werden soll. Hierbei gilt es auch die richtige nationale oder internationale Timingstrategie zu wählen. Das Gegenstück zu den Markteintrittsstrategien bilden die Marktaustrittstrategien.

Direkte Markteintrittsstrategie[Bearbeiten]

Bei der direkten Markteintrittsstrategie begibt sich das Unternehmen selbst in den anvisierten Markt und tritt unter seinem Namen auf.

Diese Eintrittsmethode wählen meist Großkonzerne, da sie in der Regel genügend Ressourcen und Erfahrungen für solche Aktionen zur Verfügung haben. Wegen der Größe und Trägheit solcher Institutionen haben vor allem kleine Mitbewerber in diesem Markt oft die Möglichkeit, mit schnellen gezielten Angriffen eine Vorreiterrolle einzunehmen und so den neuen Mitbewerber auf Distanz zu halten.

Indirekte Markteintrittsstrategie[Bearbeiten]

Hier wird das Produkt über einen Vertriebspartner abgesetzt. Dazu wird ein Unternehmen gewählt, welches mit dem Markt vertraut ist, also die marktbestimmenden Faktoren kennt und über die notwendigen Kontakte verfügt. Gerade bei Märkten mit unterschiedlichen Strukturen, kann es wichtig sein, einen lokalen Partner zu haben, z.B. um auf lokale Besonderheiten wie z.B. religiöse Rituale, nationale Bestimmungen etc. vorbereitet zu sein.

Diese Strategie ist geeignet für kleine Unternehmen, welche so ihre Produkte auf neuen Märkten anbieten können, ohne selbst eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen. Jedoch nutzen auch Großkonzerne diese Strategie häufig. Mögliche indirekte Markteintrittsstrategien für größere Unternehmen sind Akquisitionen, Joint Ventures und Fusionen.