Martin-von-Wagner-Museum

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Schild des Museums
Die Würzburger Residenz, in der das Museum untergebracht ist.

Das Martin-von-Wagner-Museum umfasst die Kunstsammlungen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und ist seit 1963 im Südflügel der Fürstbischöflichen Residenz in Würzburg untergebracht. Es gehört zu den größten Universitätsmuseen in Europa.

Geschichte[Bearbeiten]

Die 1832 als Ästhetisches Attribut gegründete Sammlung wurde zunächst durch die Kunstsammlung Johann Martin von Wagners (1777-1858), der als Künstler, Archäologe und als Kunstagent für den bayrischen König Ludwig I. tätig war, erheblich erweitert. Das Museum trägt wegen daher seither den Namen von Wagners. Seit 1963 ist das Museum im Südflügel der Residenz untergebracht.

Sammlungen[Bearbeiten]

Das Museum umfasst eine Antikensammlung, eine Gemäldegalerie und eine Graphische Sammlung.

Antikensammlung[Bearbeiten]

Schwarzfigurige etruskische Amphora aus der Sammlung des Museums (L 793)

Die Antikensammlung umfasst Kunstwerke und Altertümer des Mittelmeerraumes aus der Zeit vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis in die Spätantike. Schwerpunkt sind Werke aus dem antiken Griechenland, die Sammlung umfasst aber auch Stücke aus der Zeit des Römischen Reiches, der Etrusker, aus Ägypten und der vorderasiatischen Kulturen (v.a. Altägäis, Vorderasien und Zypern). Von besonderer Bedeutung ist die Sammlung griechischer Vasen. Es handelt sich um die drittgrößte Sammlung griechischer Vasen in Deutschland, diese umfasst etwa 5.000 Objekte und dokumentiert die griechische Keramik von der spätmykenischen Zeit bis zum Hellenismus. Wichtige Stücke sind beispielsweise die Oinochoe des Mamarce, der Würzburger Vierjahreszeitenaltar und die Würzburger Brygosschale.

Gemäldegalerie[Bearbeiten]

Die Gemäldegalerie umfasst deutsche, niederländische und italienische Gemälde aus dem 15. bis 20. Jahrhunderts, unter anderem Bilder von Hans Leonhard Schäufelein, Bartholomäus Spranger, Pieter Claesz, Luca Giordano, Giovanni Battista Tiepolo, Friedrich Overbeck, Carl Rottmann, Franz von Lenbach, Max Liebermann, August von Brandis und Hans Purrmann. Daneben umfasst dieser Teil der Sammlung auch Skulpturen. Unter den Skulpturen sind insbesondere Werke von Tilman Riemenschneider und aus der Schule Riemenschneiders zu erwähnen.

Graphische Sammlung[Bearbeiten]

Die Graphische Sammlung umfasst etwa 11.000 Handzeichnungen und 14.000 Blatt Druckgraphik. Enthalten sind hierbei unter anderem Kupferstiche und Holzschnitte von Albrecht Dürer, Handzeichnungen von Federico Barocci und Zeichnungen von Giovanni Battista Tiepolo und dessen Sohn Giovanni Domenico Tiepolo.

Literatur[Bearbeiten]

  • Volker Hoffmann und Konrad Koppe: Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg., Gemäldekatalog, Würzburg 1986

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martin-von-Wagner-Museum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

49.792729.93926Koordinaten: 49° 47′ 34″ N, 9° 56′ 21″ O