Mincome

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Das Mincome war ein soziales Experiment, welches in den 1970er Jahren die Auswirkungen der Einführung eines garantierten jährlichen Grundeinkommens untersuchen sollte. Dabei erhielten Bewohner der Stadt Dauphin, Kanada, ab 1974 eine jährliche Geldzahlung, die einem heutigen Wert von umgerechnet mindestens etwa 5.500 US-$ pro Person entsprach.

Nach einem abrupten Ende des Experimentes 1977 kam es zu keiner offiziellen Veröffentlichung der Ergebnisse. Der damalige Forschungsleiter Derek Hum veröffentlichte erst nach und nach Teilergebnisse der Studie. So konnte nur ein geringer Rückgang der Arbeitsbereitschaft festgestellt werden. Professorin Dr. Evelyn Forget (University of Manitoba) brachte das Sozialprojekt jüngst wieder ins Gespräch. Mit ihrer Untersuchung “Town with no poverty” greift sie Hums Ergebnisse auf und versucht durch eine retrospektive Auswertung der Daten Langzeiteffekte des Experimentes zu erforschen.

In den USA gab es fünf große Projekte, die sich mit Auswirkungen der Einführung eines Grundeinkommens befassten. So wurde im Rahmen der Bekämpfung der Armut unter Präsident Lyndon B. Johnson in New Jersey, North Carolina, Seattle (Washington), Denver (Colorado) sowie in Gary (Iowa) ein Grundeinkommen eingeführt.

Von einem „echten“ bedingungslosen Grundeinkommen kann man allerdings nicht sprechen. Das Modell entspricht dem einer negativen Einkommensteuer und ist somit an das Einkommen gekoppelt.

Weblinks[Bearbeiten]

Social Experiments1