Mittagspause (Band)

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Mittagspause
Allgemeine Informationen
Genre(s) Punkrock
Gründung 1978
Auflösung 1980
Gründungsmitglieder
Peter Hein
Franz Bielmeier alias Monroe
Markus Oehlen
Begleitgesang
Gabi Delgado-López (bis 1978)
Letzte Besetzung
Gesang
Peter Hein
Gitarre
Thomas Schwebel (ab 1979)
Gitarre
Franz Bielmeier alias Monroe
Schlagzeug
Markus Oehlen

Mittagspause war eine Düsseldorfer Band, die eine wichtige Rolle in der Frühzeit des deutschen Punk spielte und noch heute Kultstatus genießt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bandgeschichte

Die Band entstand im Juli 1978 aus der 1977 gegründeten Formation Charley’s Girls, der damals schon Peter Hein (Gesang), Franz Bielmeier (Gitarre), sowie Markus Oehlen (Schlagzeug) angehörten. Zur Erstbesetzung gehörte noch der spätere D.A.F.-Sänger Gabi Delgado-Lopez als zweiter Sänger.

Einen ihrer ersten Auftritte hatten Mittagspause auf dem legendären SO36-Eröffnungsfestival, das am 12. August 1978 stattfand. Auf dem gleichnamigen Sampler dazu sind auch die einzigen Aufnahmen in dieser Besetzung zu hören, da Delgado-Lopez die Band nach einem Weihnachtskonzert in der Düsseldorfer Dreieckstube am 26. Dezember 1978 verließ.

Anfang 1979 stieß Thomas Schwebel (Gitarre, Ex-S.Y.P.H.) zur Band. In der Folge entwickelte Mittagspause einen sehr speziellen, eigenen Sound: da die Band keinen Bassisten hatte, verlegte sich Franz Bielmeier auf sehr tiefe und "stampfende" Rhythmusakkorde, wobei er sich besonders durch seine regelmäßige, fast "uhrwerkartige" Spielweise auszeichnete. Thomas Schwebel lieferte dazu hoch gespielte Melodien und Offbeats, die zum einen den melodiösen Gegenpart zu Bielmeiers Rhythmusgitarre bildeten und in den späteren Phasen der Band zum Teil schon fast an Funk erinnerten ("Herrenreiter", "Japaner in Düsseldorf"). Das Tempo war im Vergleich zu anderen Punkbands eher langsam (unter anderem inspiriert vom Reggae), getragen vom gleichförmigen Schlagzeugtakt Markus Oehlens ("Humtata-Rhythmus").

Die Songs von Mittagspause lebten insgesamt eher von ihrem eingängigen, monotonen Rhythmus als von einer Melodie, und nicht zuletzt von Peter Heins Gesang. Peter Hein hatte in seiner stakkatohaften Aussprache der Texte ebenfalls ein sehr eigenwilliges, unverwechselbares Klangbild geschaffen, das den abgehackten, militärisch wirkenden Punksound komplettierte. Von Hein stammten auch die meisten der mit viel Lokalkolorit versehenen Texte. So wurde die Gruppe zur Kultband in ihrer Heimatstadt.

Im Sommer 1979 brachten sie in Eigenregie ihre erste Doppelsingle heraus, die mit „Militürk“ sowie „Ernstfall“ zwei Songs enthielt, die später von den Fehlfarben übernommen wurden. Ende 1979 erschien die Single „Herrenreiter/Paff“, wobei „Paff“ eine Coverversion eines alten Chansons von Marlene Dietrich war. Mit diesem Cover bewiesen Mittagspause recht eindrucksvoll, dass sie über den musikalischen Tellerrand hinausblickten.

Das letzte Mittagspause-Konzert fand am 31. Dezember 1979 im Okie Dokie in Neuss im Rahmen des von Bielmeier organisierten "Rondo-Sylvester" statt.

Anfang 1980 brach die Gruppe auseinander. Hein und Schwebel hatten in der Endphase der Band bereits die Fehlfarben als Seitenprojekt gegründet, die zu einer der einflußreichsten deutschen New-Wave-Bands werden sollte. Bielmeier konzentrierte sich auf sein Plattenlabel "Rondo", Oehlen wurde vor allem als Künstler bekannt, spielte aber hin und wieder in diversen Bands (Vielleichtors, Red Krayola, Flying Klassenfeind, Van Oehlen) mit.

Der Kultfaktor von Mittagspause blieb jedoch all die Jahre weiter bestehen. So gab es LPs der Gruppe erst nach ihrer Trennung, so 1981 die Live-LP "Punk macht dicken Arsch".

2004 erschien eine "Best Of" auf einem japanischen Label.

[Bearbeiten] Diskografie

  • 1979 - Mittagspause (Doppel-Single)
  • 1979 - Herrenreiter / Paff (Single)
  • 1979 - Testbild (Doppel 7")
  • 1981 - Punk Macht Dicken Arsch (live 10. November 1979 in Wuppertal) (LP)
  • 1983 - Mittagspause (Neuauflage der Doppel-Single, remixed, LP)
  • 1992 - Herrenreiter (Demos) (CD)
  • 2004 - 1979-1982 (Best Of-CD, japanische Pressung)

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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