Markus Oehlen
Markus Oehlen (* 1956 in Krefeld) ist ein zeitgenössischer Künstler (Malerei, Objekte, Installationen, Musik (Punk und New Wave)).
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Leben[Bearbeiten]
Markus Oehlen, der Bruder von Albert Oehlen, wurde 1956 in Krefeld geboren. Sein Vater, Adolf Oehlen, ist Grafiker und Cartoonzeichner. Von 1971 bis 1973 absolvierte Oehlen eine Lehre als technischer Zeichner. Von 1976 bis 1982 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf und war dort Meisterschüler bei Alfonso Hüppi.
Oehlen gehört zum Umfeld des Ratinger Hofs. 1977 machte er Bekanntschaft mit Martin Kippenberger. Markus Oehlen gehörte der Punkband Charley’s Girls, sowie den Nachfolgebands Mittagspause und Fehlfarben an. Hauptsächlich als Schlagzeuger wirkte er bei den Musikprojekten Flying Klassenfeind, Vielleichtors, Nachdenklichen Wehrpflichtigen, Red Krayola und Van Oehlen mit. Er arbeitete als DJ im Ratinger Hof. 1981 bildete er die „Kirche der Ununterschiedlichkeit“, zusammen mit Werner Büttner und seinem Bruder Albert Oehlen. Im selben Jahr stellte er bei Rundschau Deutschland aus. 1984 war er auf der Ausstellung Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf vertreten. 1987 erhielt er den Berliner Kunstpreis. 1993 zeigte er im Museum of Modern Art, New York zusammen mit Georg Herold die Ausstellung „Projects 39“. Seit 2002 hat Oehlen eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste München.
Werk[Bearbeiten]
Oehlen zählt zu den Hauptvertretern der neuen Wilden. Die Arbeiten sind ein Kommentar auf die genormten Wertmaßstäbe bürgerlicher Vorstellungen. Man revoltierte in den oft dunkeltonigen Bilder gegen die wohlstandsbedingte Apathie der 1980er Jahre. In der Tradition von Dada und Fluxus arbeitete man an der Demontage des traditionellen Kunstbegriffs.
Kennzeichnend für seine Bilder ist ein Überlagern verschiedener Motive in dichter, pastoser Malweise, sowie Anleihen aus der Popkultur. Die vielfältigen Arbeitstechniken legen den Vergleich mit dem Sampling in der zeitgenössischen Musik nahe. Neben der Malerei entwickelt er auch Skulpturen aus Styroporkörpern.
Öffentliche Sammlungen[Bearbeiten]
Deutschland
- Kunstraum Grässlin, St. Georgen
- Museum Abteiberg, Mönchengladbach
- Museum für Neue Kunst, Karlsruhe
- Museum Morsbroich, Leverkusen
- Museum Villa Haiss, Zell am Harmersbach
- Sammlung Frieder Burda, Baden-Baden
- Kunsthalle Weishaupt, Ulm
- Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
- Sammlung Alison & Peter W. Klein, Eberdingen
Österreich
- Sammlung Essl - Kunsthaus, Klosterneuburg
Spanien
- Centro Cultural Andratx, Andratx/Mallorca
Türkei
- Proje4L/Elgiz Museum of Contemporary Art, Istanbul
USA
- Saint Louis Art Museum, Saint Louis, MO
Diskografie[Bearbeiten]
- Flying Klassenfeind, The* – The Flying Klassenfeind, Line Records, 1982
- Markus Oehlen, Albert Oehlen, Jörg Immendorff, Werner Büttner, Martin Kippenberger und A.R. Penck – Die Rache der Erinnerung, ZickZack – ZZ 205, 1984
- Markus Oehlen – Beer Is Enough, What's So Funny About.., 1985
Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1977 Konrad Fischer – Raum Neubrückstraße, Düsseldorf
- 1979 Künstlerhaus Hamburg; „Böthe Thungen – chlechte Tchäne“ zusammen mit Albert Oehlen in Düsseldorf
- 1981 Rundschau Deutschland
- 1984 Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf, "Für eine Handvoll D-Mark"
- 1993 The Museum of Modern Art, New York: „Projects 39“ – zusammen mit Georg Herold
- 1995 Museum Dhondt Dhaenens, Deurle/Belgien
- 1996 Kunstverein Kassel;
- 1998 Hamburger Kunstverein: „fast forward: image“;
- 1999 INIT-Kunsthalle, Berlin: „Malerei“
- 2000 Museum Abteiberg Mönchengladbach: „Der Ritt der sieben Nutten – Das war mein Jahrhundert“ – zusammen mit Albert Oehlen;
- 2001 Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg: „Salons de Musique“; Centro Cultural Andratx, Palma de Mallorca;
- 2002 Kunstsammlungen Chemnitz;
- 2003 Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin: „Action Button“; Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt/Main; institute of visual culture, Cambridge: „Because if it's not love, then it's the bomb that will bring us together“; Museum für Neue Kunst (MNK), Karlsruhe; Shizuoka, Hamamatsu/Japan: „Resonanzräume“
- 2006 Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen: „abstract art now“
- 2006 Haus der Kunst, „künstlerbrüder - von den dürers zu den duchamps“
- 2006 „Neue Malerei - Erwerbungen 2002-2005", Museum Frieder Burda, Baden-Baden
- 2006/07 „FASTER! BIGGER! BETTER!, ZKM - Museum für Neue Kunst, Karlsruhe
- 2007 „Die Landung“, Galerie Noah, Augsburg
- 2008 Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt/Main, Suzanne Tarasiève Galerie, Paris
- 2010 Starfighter - Galerie der Stadt Backnang, Backnang
- 2010 "the metalshit metaphacre" - Galerie Sabine Knust - Maximilian Verlag, Munich
Literatur[Bearbeiten]
- Markus Oehlen. 1981–2008 von Markus Oehlen, ISBN 3865604315
- Art – Das Kunstmagazin: 02/1989
- Teipel, Jürgen: Verschwende Deine Jugend. Ein Doku-Roman über den deutschen Punk und New Wave. Suhrkamp, Frankfurt/Main 2001, (ISBN 3518397710)
- Markus Oehlen: 14. September – 19. Oktober 1985, Reinhard Onnasch Galerie., Published 1985 by Die Galerie in Berlin. ISBN 389081011X
Filme[Bearbeiten]
- Martin Kippenberger und Co – Ein Dokument. "Ich kann mir nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden". Buch und Regie: Jaqueline Kaess Farquet. München 1985/2010. DVD. 25 min., Independent Artfilms
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Markus Oehlen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Markus Oehlen bei artfacts.net
- Markus Oehlen bei Gerhardsen Gerner
- Malerei ist Abenteuer: Interview mit Markus Oehlen bei Bärbel Grässlin, Frankfurt, 2011
- Techniken: Interview mit Markus Oehlen geführt von Elisabeth Bushart und Erich Gantzert-Castrillo am 15. Mai 2008 in München.
- www.haah.de
- Ausstellungen
- Bilder & Skulpturen
- Bilder
- Bild
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Oehlen, Markus |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Künstler |
| GEBURTSDATUM | 1956 |
| GEBURTSORT | Krefeld |