Stürmer (Fußball)

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Ein Stürmer schießt ein Tor.

Stürmer ist eine Spielerposition im Fußball und in anderen Mannschaftssportarten. Die Position ist spieltaktisch bedingt und nicht Gegenstand des Regelwerkes. Der Stürmer soll in erster Linie für die Tore seines Teams sorgen und wird nach seiner Chancenverwertung beurteilt. Seine Position ist regelmäßig in der gegnerischen Hälfte, Stürmer helfen in der Regel nicht übermäßig bei der Verteidigung.

Inhaltsverzeichnis

Taktische Ausrichtung von Stürmern [Bearbeiten]

Man unterscheidet im Fußball zwischen folgenden taktischen Ausrichtungen von Stürmern, wobei die Grenzen hier sehr fließend sind:

Außen- oder Flügelstürmer [Bearbeiten]

Als Außenstürmer werden die am linken und am rechten Spielfeldbereich positionierten offensiven Spieler bezeichnet. Diese sind vor allem für die Torvorbereitung vorgesehen. Oftmals werden Außenstürmer auch als offensive Flügelspieler bezeichnet (und dadurch dem Mittelfeld zugeordnet), was aber lediglich eine Definitionssache ist. Da in modernen Spielsystemen hinter dem Außenstürmer ein Außenverteidiger und/oder defensiver Mittelfeldspieler spielt, werden Außenstürmer bei der Defensivarbeit stark entlastet, um sich auf das Offensivspiel zu konzentrieren. Bekannte Außenstürmer sind derzeit beispielsweise Cristiano Ronaldo, Marco Reus oder Franck Ribery. (Beispielhafte Spielsysteme: 4-3-3 oder 4-2-3-1)

Halbstürmer (veraltet) [Bearbeiten]

Die Halbstürmer (auch Verbindungsstürmer oder kurz Verbinder) wurden lediglich im WM-System so genannt (auch Halbrechts bzw. Halblinks). Die Halbstürmer-Positionen sind die beiden Positionen zwischen den Außenstürmern und dem Mittelstürmer – insbesondere bei dem damaligen System mit 5 Stürmern[1]. Heute spricht man bei diesen Positionen eher von Mittelstürmern. (Beispielhafte Spielsysteme: 2-3-5 oder 3-2-5)

Mittelstürmer [Bearbeiten]

Von Mittelstürmern spricht man insbesondere bei einem System mit zwei Stürmern ohne sonstige taktische Aufteilung. Die klassischen Mittelstürmer hielten sich früher ausschließlich in der Mitte des Spielfeldes und vor dem Tor des Gegners auf. Heute sind „Mittelstürmer“ flexibel und rücken je nach Spielsituation regelmäßig auf die Halbpositionen oder auf die Außenstürmerpositionen. Aufgrund dieser Flexibilität sind bei Mittelstürmern verstärkte Allround-Fähigkeiten gefordert. (Beispielhafte Spielsysteme: 3-5-2 oder 4-4-2)

Sturmspitze/Stoßstürmer [Bearbeiten]

Als Sturmspitze wird der vorderste Angreifer bezeichnet, in der Regel spielen Vereine mit nur einer Sturmspitze und dazu mehreren offensiven Mittelfeldspielern/Außenstürmern. Die primäre Aufgabe der Sturmspitze ist mehr als bei allen anderen Positionen das Erzielen von Toren, dadurch sind sie grundsätzlich von allen Defensivaufgaben entbunden. Insbesondere durch die neue Definition des Stoßstürmers sind die heutigen Anforderungen: Robustheit im Zweikampf, Kopfballstärke und Torgefährlichkeit im Strafraum[2]. Stoßstürmer haben in der Regel (im Vergleich zu ihren Mitspielern) deutlich weniger Ballkontakte. Bekannte Stoßstürmer sind derzeit beispielsweise Mario Gomez oder Robert Lewandowski. (Beispielhafte Spielsysteme: 4-1-4-1 oder 4-2-3-1)

Hängende Spitze [Bearbeiten]

Von einer hängenden Spitze spricht man, wenn einem nominellen Stürmer innerhalb einer taktischen Ordnung umfassende Defensivaufgaben zugeteilt werden. Dadurch muss die hängende Spitze regelmäßig ins Mittelfeld zurückweichen und die klassische Stürmerposition verlassen – deshalb wird eine hängende Spitze regelmäßig mit einem zweiten (Stoß-) Stürmer ergänzt. Anforderungen an eine hängende Spitze sind dadurch insbesondere im Bereich der Schnelligkeit und Ausdauer zu sehen. Die hängende Spitze gleicht in vielen Bereichen einem "10er" oder einer sogenannten "falschen 9". (Beispielhafte Spielsysteme: 3-5-2 oder 4-4-2)

Siehe auch [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Die schottische Furche – 2-3-5-Spielsystem. 29. Januar 2013.
  2. Stoßstürmer. 29. Januar 2013.