Moët & Chandon

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Moët & Chandon
Logo
Rechtsform Société en commandite simple
Gründung 1743
Sitz Épernay, Frankreich
Branche Weingut
Produkte ChampagnerVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.moet.com

Die Kellerei Moët & Chandon [moˌɛt‿e ʃɑ̃ˈdɔ̃] ist ein 1743 von Claude Moët gegründeter Hersteller und Marktführer für Champagner. Das Unternehmen ist seit seiner Gründung im französischen Épernay ansässig und gehört seit dem Jahr 1987 zum Luxusgüterkonzern LVMH.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptsitz in Épernay in Frankreich
Keller von Moët & Chandon
Inserat von Moët & Chandon (1901)

Die Unternehmensgeschichte geht bis auf das Jahr 1742 zurück, als Claude Moët (1683–1760) begann, Wein aus der Champagne nach Paris zu exportieren. Im Jahr 1794 kaufte Jean-Remy Moët (1758–1841) das ehemalige Kloster Hautvillers, in dem der Mönch Dom Pérignon die Produktionstechniken für Champagner verfeinert hatte, und Moët begann schon bald, diesen in andere europäische Länder und in die Vereinigten Staaten zu exportieren.

Jean-Remy Moët lernte bereits 1781 Napoleon Bonaparte kennen, als dieser die Militärschule von Brienne-le-Château in der Champagne besuchte und schloss Freundschaft mit dem damals unbekannten korsischen Internatszögling, der selbst aus einer Familie von Weinbauern stammte. Während seiner späteren Feldzüge führte Napoleon stets einen Vorrat von Moëts Champagner mit, und er plante seine Reisen so, dass er regelmäßig auf der Durchreise nach Epernay kommen und seinen Freund Moët besuchen konnte. Das Zeitalter der napoleonischen Kriege machte den Champagner - insbesondere Napoleons bevorzugte Mark Moët - europaweit bekannt.[1]

1833 erweiterte Moët den Firmennamen um den Namen „Chandon“, als er die Hälfte des Unternehmens an seinen Sohn Victor Moët und seinen Schwiegersohn Pierre-Gabriel Chandon de Briailles übergab.

Moët & Chandon war k.u.k. Hof- und Kammerlieferant und königlicher englischer Hoflieferant.

1963 übernahm Moët & Chandon das traditionsreiche Haus Ruinart, und 1971 wurde der vor allem auf dem französischen Markt aktive Erzeuger Mercier gekauft. Im gleichen Jahr erfolgte die Fusion mit dem Cognacproduzenten Hennessy. Im Jahre 1987 schloss sich Moët Hennessy dann mit Louis Vuitton zum Luxusgüterkonzern LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy) zusammen. Der Partner brachte das Haus Veuve Clicquot mit in die Ehe. Ende der 1990er Jahre wurde dann noch das kleine, aber exklusive Haus Krug erworben.

Moët ist seit vielen Jahren Marktführer im Champagnerverkauf. Im Jahr 2007 betrug der Gesamtabsatz der LVMH-Gruppe 62,2 Mio. Flaschen, das waren 18 % der gesamten Produktion der Champagne. Der prestigeträchtigste Champagner ist der berühmte Dom Pérignon, der mindestens 100 Euro pro Flasche kostet. Im Gastronomiebereich wird Moët am häufigsten verwendet.

Zum Weingut gehören um die 1000 Hektar Rebfläche in der Champagne. Diese verteilt sich auf ca. 200 Weinbaugemeinden. Darunter sind 16 oder 17 Gemeinden mit dem Status Grand Cru und 25 Gemeinden mit dem Status Premier Cru.

Moët & Chandon besitzt außerdem die ausgedehntesten Kreidekeller in Épernay. Ihre Gänge erstrecken sich über etwa 110 km und besitzen eigene „Straßenbezeichnungen“. Die ältesten Lagerflächen in diesem Keller gehen auf das Gründungsjahr 1743 zurück.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ingrid Haslinger: Kunde – Kaiser. Die Geschichte der ehemaligen k. u. k. Hoflieferanten. Schroll, Wien 1996, ISBN 3-85202-129-4.
  • Serena Sutcliffe: Große Champagner. Hallwag, Bern/Stuttgart 1989, ISBN 3-444-10359-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Moët & Chandon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Don & Petie Kladstrup: Champagner. Die dramatische Geschichte des edelsten aller Getränke. Klett Cotta Verlag, Stuttgart 2007 ISBN 978-3-608-94446-4 S. 74ff..