Mondmann

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Dieser Artikel beschreibt den deutschen Kurzfilm, für den US-amerikanischen Spielfilm siehe Der Mondmann.
Filmdaten
Deutscher Titel: Mondmann
Originaltitel: Mondmann
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2007
Länge: 29 Minuten
Originalsprache: deutsch
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Stab
Regie: Fritz Böhm
Drehbuch: Fritz Böhm, nach einem Bilderbuch von Tomi Ungerer
Produktion: Toccata Film in Co-Produktion mit Bayerischer Rundfunk & Hochschule für Fernsehen und Film München
Musik: Martina Eisenreich
Kamera: Michael Praun (BVK)
Schnitt: Horst Reiter
Besetzung

Michael Tregor, Ralf Richter, Piet Klocke, Jana Andjelkovic, Stefan Rutz

Der Kurzfilm Mondmann ist ein deutscher Kinderfilm aus dem Jahr 2007. Die Literaturverfilmung basiert auf dem gleichnamigen Bilderbuch von Tomi Ungerer (erstmals erschienen 1966 im Diogenes Verlag).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Regisseur Fritz Böhm erzählt die rührende Geschichte des einsamen Mondmanns, gespielt von Michael Tregor. Um seine größte Sehnsucht zu erfüllen, einmal auf Erden zu wandeln, macht er eine Odyssee zur Erde hinab. Angekommen am Ort seiner Träume, verläuft jedoch alles ganz anders, als er es sich vorgestellt hatte. Nur die kleine Wissenschaftlerin Lucia (8 Jahre alt) schließt die bleiche Kreatur aus dem Weltall in ihr Herz. Mit viel Phantasie und in poetischen Bildern entführt der Film in die Vorstellungswelt eines Kindes. In weiteren Rollen agieren Piet Klocke und Ralf Richter (bekannt aus Filmen wie Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding oder Das Boot).

[Bearbeiten] Ausführliche Handlung

Auf Erden zu wandeln und unter Menschen zu sein – davon träumt der Mondmann seit er denken kann. Von seiner einsamen Himmelswohnung aus scheint die blaue Kugel zum Greifen nah. Und doch liegt sie in unerreichbarer Ferne. Wie gerne nur würde er einmal dort hinab. Eines Nachts erhält er eine überraschende Chance: Mithilfe eines vorbeifliegenden Kometen gelingt es ihm, sein „zu Hause“ zu verlassen und zur Erde zu reisen. Angekommen am Ort seiner Träume, verläuft jedoch alles ganz anders, als er es sich vorgestellt hatte. Die Menschen, allen voran ein karrierebesessener General (Ralf Richter), geraten durch den Kometeneinschlag in höchste Panik. Denn die bleiche Kreatur, die dort aus dem Krater steigt, wird sofort für einen gefährlichen Eindringling gehalten. Eine großangelegte Fahndung nimmt ihren Lauf. Es ist die kleine „Wissenschaftlerin“ Lucia, die als einzige bemerkt, was es mit dem Eindringling wirklich auf sich hat. Im nebligen Wald findet sie das verschreckte Männlein und bringt ihn in das Schloss ihres Opas Professor Bunsen Van der Dunkel (Piet Klocke). Jedoch dauert es nicht lange, bis der General herausfindet, wo sich der „Eindringling“ versteckt. Lucia setzt nun all ihre Phantasie ein und schmiedet für den Mondmann einen raffinierten Fluchtplan: Im Turm des Schlosses ruht eine rostige Mondrakete, die ihn schließlich wieder nach Hause bringt. Als humorvolle und spannende Fabel für jung und alt ist „Mondmann“ auch ein Plädoyer für gegenseitige Achtung zwischen Menschen.

[Bearbeiten] Hintergrund

Für Fritz Böhm und seine Produzenten Sven Nuri und Christoph Strunck stand "Mondmann" am Ende ihres Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film München und war zugleich ihr gemeinsamer Abschlussfilm. Für die aufwändigen Visual Effects kam es erstmalig zu einer Kooperation zwischen der HFF München, der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg und der Firma Arri. Als Co-Produzenten beteiligte sich unter anderem auch der in München ansässige TV-Sender Bayerischer Rundfunk. "Mondmann" feierte pünktlich zur totalen Mondfinsternis am 3. März 2007 in München Premiere. Die internationale Uraufführung findet im April 2007 auf dem Toronto International Film Festival in der Kinderfilmsektion "Sprockets" statt.

[Bearbeiten] Kritiken

Eine Odyssee zur Erde herab unternimmt der einsame Mondmann, weil es seine größte Sehnsucht ist, einmal unter Menschen zu wandeln. Aber des Kometen wegen, den er sich als Bewegungsmittel wählt, wird er als gefährlicher Eindringling angesehen. Nur die siebenjährige Wissenschaftlerin Lucia kann ihn retten – und tut es auch beherzt.

Technisch überaus anspruchsvoll, liebevoll ausgestattet und gekonnt inszeniert, ist dies einer jener zauberhaften Filme, bei denen die Machart sich ganz in den Dienst des Erzählten stellt. Visuelle Effekte und phantastische Gestalten begeistern mit ihrer Poesie. Besonders beeindruckend gelungen ist der Mondmann. Wenn er dann eine Träne vergießt, ist das berührend.

Hat es seit Georges Méliès (1861-1938) einen schöneren Mond gegeben? Der unter der Regie von Fritz Böhm nach einem Kinderbuch von Tomi Ungerer entstandene funkelschöne Film wirkt wie Hommage und Antwort auf den Méliès-Film „Le voyage dans la lune“ von 1902. Das wohl Schönste aber, was sich über diesen Film sagen lässt, ist, dass er Kinder verzaubern kann – dies schon im Vorschulalter, fand die FBW-Jury (Gutachten der Filmbewertungsstelle Wiesbaden vom 14. Januar 2007)

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Nominierung für den Kinderfilmpreis Goldener Spatz (Preis des Deutschen Kinder-Film & Fernseh Festival)

Prädikat "besonders wertvoll" der Filmbewertungsstelle Wiesbaden

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge