Martina Eisenreich

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Martina Eisenreich im Studio (2012)

Martina Eisenreich (* 14. März 1981 in Erding) ist eine deutsche Violinistin, Filmkomponistin und Musikproduzentin.

Biografie[Bearbeiten]

Martina Eisenreich kam im Jahr 1981 in Erding zur Welt. Schon als Dreijährige bekam sie Musikunterricht und zeigte außergewöhnliches Talent. Sie widmete sich seit früher Kindheit einer großen musikalischen Bandbreite, erlernte eine Vielzahl von Instrumenten, darunter Violine, Klavier, Trompete, Saxophon und Schlagwerk. Erste Preise gewann sie bei Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ und weitere eigene Projekte folgten.[1]

Im Alter von 15 Jahren wurde sie als junge Komponistin an der Hochschule für Musik und Theater München aufgenommen. Sie studierte zunächst klassische Komposition bei Dieter Acker, später auch Komposition für Film und Fernsehen bei Enjott Schneider, Andreas Weidinger, Uli Reuter und Hansjörg Kohli und schloss 2004 an der Musikhochschule München mit Diplom ab. Eisenreich vervollständigte dann ihre Studien in Filmmusik und Sounddesign an der Filmakademie Baden-Württemberg bei Cong Su und Matthias Raue.[2]

Noch während ihres Studiums baute sie im Jahr 2000 ihr eigenes Tonstudio auf, in dem sie Filmmusik komponierte und produzierte. Gleichzeitig entstanden die ersten eigenen Bühnenprojekte im Crossover-Bereich zwischen Filmmusik, New Classics, Jazz, Rock und Weltmusik. Durch ihre europaweite Konzerttätigkeit wurde Martina Eisenreich als Komponistin und Geigerin auch einem breiteren Publikum bekannt. Mittlerweile sind neun Alben bei GLM Music erschienen, darunter auch ihre Soundtracks zu den Filmen Nimmermeer und Milan. Diese beiden wurden 2007 für den „Honorary Foreign Film Award“ der Academy of Motion Picture Arts and Sciences nominiert: Nimmermeer von Toke Constantin Hebbeln gewann den sogenannten Studenten-Oscar, der Kurzfilm Milan von Michaela Kezele stand ein Jahr später auf der Shortlist für den Kurzfilm-Oscar. Gleichzeitig wirkte sie 2007 mit Reine Geschmacksache von Regisseur Ingo Rasper an ihrem ersten Kinofilm mit. Seither verfasste sie laufend neue Kompositionen für Film, Fernsehen, Theater und Hörspiel.[3]

Mit ihrem symphonischen Score zum Film Mondmann von Fritz Böhm gelangte die Arbeit Eisenreichs auch in die klassischen Konzertsäle. Das Deutsche Filmorchester Babelsberg führte ihre Musik neben Tschaikowsky und John Williams innerhalb seines Konzertrepertoires auf, und auch bei der Nacht der Filmmusik 2011 in München und auf Bayern 4 Klassik kam durch das Münchner Rundfunkorchester ihre Filmkompositionen zur Aufführung.

Seit 2009 ist Martina Eisenreich Dozentin für Filmmusik und Sounddesign an der Hochschule für Fernsehen und Film München.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

  • 2000: Kunst Stoff Klezmer. Kunst Stoff Klezmer (2000)
  • 2004: Grenzenlos (Vol.1), Rudi Zapf Trio (2004)
  • 2004: Grenzenlos (Vol.2), Rudi Zapf Trio (2004)
  • 2007: Lauschgold. Lauschgold (GLM 2007)
  • 2007: Reine Geschmackssache. Soundtrack, (GLM 2007)
  • 2007: Andima. Martina Eisenreich & Andreas Hinterseher, (GLM 2007)
  • 2008: Nimmermeer / Milan. Soundtrack, (GLM 2008)
  • 2008: Mondmann (GLM 2008)
  • 2009: Wundergeige (GLM 2009)
  • 2011: Violin Tales (GLM 2011)
  • 2011: Into the Deep. Martina Eisenreich & Andreas Hinterseher, (GLM 2011)
  • 2012: Komponiert in Deutschland 17 - Musikalisches Porträt der deutschen Filmkomponistin Martina Eisenreich (Edition Filmmusik 2012)[6]
  • 2013: Conte de Lunes (GLM 2013)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Martina Eisenreich – Vita. martina-eisenreich.com. Abgerufen am 16. Mai 2013.
  2. PDF bei www.martina-eisenreich.com
  3. Filmmusik. martina-eisenreich.com. Abgerufen am 16. Mai 2013.
  4. Artikel im Kurier Erding
  5. merkur-online.de: Noch ein Preis für Martina Eisenreich: Titel für beste Filmmusik
  6. Musikalisches Porträt der deutschen Filmkomponistin Martina Eisenreich