Mosche Lewi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Mosche Lewi (* 1936 in Tel Aviv; † 8. Januar 2008 in Afula) war von 1983 bis 1987 der 12. Generalstabschef der israelischen Streitkräfte.

Mosche Lewi (משה לוי), geboren in Tel Aviv in eine irakisch-jüdische Familie, trug wegen seiner Größe den Spitznamen Mosche waChetzi (משה וחצי), was etwa „eineinhalb Mosche“ bedeutet.

1954 trat er in die Armee ein und diente zunächst in der Golani-Brigade. Nach einem Offizierslehrgang war er 1956 während der Suezkrise als Mitglied der Israelischen Fallschirmjäger-Brigade an der Eroberung des Mitla-Passes beteiligt. 1983 wurde Lewi zum Generalstabschef ernannt; er folgte, als erster Mizrachi, Rafael Eitan nach. In seine Amtszeit fallen die Restationierung israelischer Truppen im Libanon und die Einrichtung einer Sicherheitszone im Südlibanon. Der Pilot Ron Arad wurde dabei von den Libanesen gefangen genommen. Lewi war Mitbegründer der israelischen Bodentruppen, denen er von 1985 an vorstand; die Nachal-Brigade und die Giv'ati-Brigade wurden von ihm gegründet.

Nach seinem Ausscheiden aus der Armee lebte Lewi im Kibbuz Beit Alfa in Nordisrael. Er war Mitglied im Aufsichtsrat von Autobahn 6, auch bekannt als Transisrael-Autobahn. Lewi war verheiratet und hatte fünf Kinder. Am 1. Januar 2008 erlitt Lewi seinen zweiten Schlaganfall und starb sieben Tage später in der HaEmek-Klinik in Afula.