Mundtrockenheit
| Klassifikation nach ICD-10 | ||
|---|---|---|
| K11.7 | Störungen der Speichelsekretion - Xerostomie |
|
| R68.2 | Mundtrockenheit, nicht näher bezeichnet | |
| ICD-10 online (WHO-Version 2011) | ||
Mundtrockenheit (gr. Xerostomie, engl. xerostomia) bezeichnet die Trockenheit der Mundhöhle, die verschiedene Ursachen haben kann.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Ursachen
Die Mundtrockenheit ist eine häufige Nebenwirkung verschiedener Arzneimittel, wie Anticholinergika, Atropin bzw. Hyoscyamin, Diuretika oder Psychopharmaka. Ursachen können auch Krankheitsbilder wie Sialadenitis, Sjögren-Syndrom/Sicca-Syndrom oder Heerfordt-Syndrom sein. Außerdem können die Entfernung von Speicheldrüsen, eine Strahlentherapie, fieberhafte Allgemeinerkrankungen oder auch die Einnahme von Tetrahydrocannabinol Ursache der Mundtrockenheit sein. Ein weiterer wichtiger Grund ist oft chronischer erhöhter Stress. Hierbei ist der Sympathikustonus dauerhaft gesteigert, woraufhin die Viskosität der Speichels modifiziert wird. In Folge dessen kann hochvisköser Speichel Entzündungen in den Ausführungsgängen der Speicheldrüsen hervorrufen, besonders betroffen ist hierbei die Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis).
[Bearbeiten] Folgen
Die direkten (unangenehmen) Folgen sind die Trockenheit der Mundschleimhäute und Schluckbeschwerden. Damit ergeben sich Probleme beim Sprechen und beim Verzehr trockener Nahrung. Auch das Einschlafen kann erschwert sein.
Chronisch Betroffene leiden meist hinsichtlich ihrer Zahngesundheit. Häufige Folge ist Zahnkaries in Abwesenheit der schützenden Begleitstoffe des normalen Speichelflusses.[1][2] Der normale Munspeichel enthält eine Reihe antimikrobiell wirksamer Bestandteile, u.a. Immunglobulin A (Antikörper), Lysozym (Enzym), Lactoferrin und Histatin (Protein).
[Bearbeiten] Therapie
Eine systemische Therapie ist nicht bekannt. Symptomatische Therapie erfolgt durch Speichelersatzprodukte (benetzendes Gel, Aerosol, Mundwasser, Kaumittel).
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Krebsinformation zur Mund- und Zahnpflege des dkfz [1]
- ↑ Patiernteninformation der Bundesärztekammer [2]
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