Muskelatrophie

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Klassifikation nach ICD-10
M62.5 Muskelschwund und -atrophie, anderenorts nicht klassifiziert
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Als Muskelatrophie (auch: Muskelschwund, Amyotrophie) wird der Schwund der Skelettmuskulatur bzw. die Verkleinerung des Muskelquerschnitts bezeichnet, die meist auf eine verminderte Beanspruchung zurückgeht.

Die Muskelatrophie kann unterschiedlich verursacht sein:

  • Alter;
  • Unterernährung;
  • Inaktivität, z. B. durch chronische (Gelenk-, Rücken-) Schmerzen[1], oder durch therapeutische Immobilität, z. B. Anbringung eines Gipsverbandes;
  • Störung des Muskelstoffwechsels;
  • neuromuskuläre Erkrankungen − Ausfall der Nerven, die Muskeln ansprechen, diese sind oft genetisch bedingt;

Siehe auch: Spinale Muskelatrophie und Neurale Muskelatrophie sowie Amyotrophe Lateralsklerose

Durch die verminderte Kraft der Muskeln (Muskelhypotonie) können bereits bei geringer Beanspruchung Schmerzen auftreten.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Birgit Kröner-Herwig, Regine Klinger, Jule Fretlöh, Paul Nilges (Hrsg.): Schmerzpsychotherapie. Grundlagen − Diagnostik − Krankheitsbilder − Behandlung. 7. Auflage, Springer, Berlin 2011, ISBN 978-3-642-12782-3.