Narsaq

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Narsaq (Die Ebene)
Kommune Kommune Kujalleq
Geographische Lage 60° 54′ 44″ N, 46° 2′ 49″ W60.912222222222-46.0469444444440Koordinaten: 60° 54′ 44″ N, 46° 2′ 49″ W
Narsaq (Grönland)
DEC
Narsaq
Höhe 0 m
Einwohner 1705
Zeitzone UTC-3
Website narsaq.gl
Gemeinde / Provinz (bis 2008)

Narsaq / Kitaa

Wappen Narsaqs (inoffiziell)
Lage von Narsaq auf Grönland
Fläche 28 900 km²

Narsaq (deutsch: „Die Ebene“) ist mit etwa 1705 Einwohnern einer der größeren Orte im Süden Grönlands in der Kommune Kujalleq.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Eisberg vor Narsaq

Die Landschaft wird geprägt durch grüne Berge und unmittelbar nördlich des Ortes liegt der Sermilik (zu deutsch: „Eisfjord“), der durch mehrere Gletscherzungen des Inlandeises mit zahlreichen Eisbergen gefüllt wird.

Die Tierwelt im Distrikt besteht aus Meeressäugern wie Buckelwale, Grönlandrobben und Bartrobben, aus Landsäugern wie Polarfüchsen, Schneehasen und einigen Rentieren (sehr selten verirrt sich ein Eisbär, der mit dem Packeis hierher kommt; fast immer werden die Tiere aber schon in Nanortalik, wenn nicht schon in Tasiilaq an der Ostküste geschossen), und aus einer Vielzahl von Vögeln, wie Schneeammer, Kolkrabe, Dreizehenmöwe, Gerfalke, Seeadler, Gryllteiste, Alpenschneehuhn und anderen. Bei der Pflanzenwelt sind vor allem Weidenröschen, Birken, Blaubeeren, Krähenbeeren und Wollgras präsent.

Das Klima ist eine Mischung aus subarktischem Klima und, aufgrund der exponierten Lage im Süden, atlantisch gemäßigtem Klima, so dass teilweise selbst im Winter Regen anstatt Schnee fällt.

Geographisch liegt der Ort etwa auf derselben Breite wie Oslo, so dass es im Sommer mitunter bei Sonne sehr warm werden kann. Aufgrund der trockenen Luft in Grönland und der intensiven Sonneneinstrahlung fühlen sich 15 Grad hier wie hochsommerliche Temperaturen an.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Die Bevölkerung lebt zum größten Teil von der Fischerei und Fischverarbeitung. Auch die einzige Schlachterei Grönlands, wo alle Schafe und Rentiere aus der Umgebung geschlachtet werden, ist ein großer Arbeitgeber. In der Umgebung gibt es einige Bauernhöfe und Siedlungen (z. B. Qassiarsuk und Igaliku), die Schafzucht betreiben. Dennoch spielt auch die traditionelle Jagd auf Robben eine Rolle im Leben vieler Bewohner, besonders im Frühsommer zur Zeit des Treibeises, welches mit dem Ostgrönlandstrom von den Polkappen um Kap Farvel herum nach Südgrönland kommt.

Am Berg Kvanefjeld, nahe dem Ort liegt eine im Februar 1978 entdeckte und heute stillgelegte Uranmine. Die Gegend ist neben Uran auch bekannt für andere Bodenschätze, so dass sich hier viele seltene Mineralien finden. Der Tugtupit kommt nur hier und auf der russischen Kola-Halbinsel vor.

Seit 2006 gibt es auch eine Brauerei in Narsaq. Im „Greenland Brewhouse“ werden mit Gletscherwasser verschiedene Ales gebraut und vornehmlich nach Dänemark exportiert.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche in Narsaq

Der Baustil in Narsaq ist eine Mischung aus Jägerhütten, modernen Familienhäusern und den obligatorischen Wohnblocks.

Zur Zeit der Besiedlung durch die Grænlendingar (ca. 1000–1450 n. Chr.) lagen hier viele Höfe der Nordmänner, deren Ruinen auch heute noch zu sehen sind. Der Schaftrail führt von Narsaq bis nach Qassiarsuk (früher: Brattahlíð) wo ein Hof komplett restauriert worden ist. Von dort ist Narsarsuaq einfach per Boot zu erreichen.

[Bearbeiten] Kommune

Bis zur Gründung der Kommune Kujalleq am 1. Januar 2009 war Narsaq eine eigenständige Gemeinde, zu der neben Narsaq selbst unter anderem die Dörfer Qassiarsuk, Igaliku, Igaliku Kujalleq und Narsarsuaq gehörten.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Narsaq – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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