Qaqortoq

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Qaqortoq (Das Weiße)
Julianehåb (Julianes Hoffnung)
Qaqortoq, Oktober, 2008
Qaqortoq, Oktober, 2008
Kommune Kommune Kujalleq
Geographische Lage 60° 42′ 59″ N, 46° 1′ 59″ W60.716388888889-46.0330555555560Koordinaten: 60° 42′ 59″ N, 46° 1′ 59″ W
Qaqortoq (Grönland)
Qaqortoq
Höhe m
Einwohner 3.248 (1.1.2014)
Gründung 1774
Zeitzone UTC-3
Website qaqortoq.gl/
Gemeinde / Provinz (bis 2008)

Qaqortoq / Kitaa

Wappen Qaqortoqs (inoffiziell)
Lage von Qaqortoq auf Grönland

Qaqortoq Aussprache?/i (dän: Julianehåb [juliˈaːnəhoːʔb]), gegründet 1775 durch Anders Olsen, ist heute die größte Stadt Südgrönlands. Qaqortoq gehört zur Kommune Kujalleq. 3297 Einwohner leben im Stadtgebiet (Stand 2012).[1] Bis zur Gründung der Kommune Kujalleq am 1. Januar 2009 war Qaqortoq eine eigenständige Gemeinde mit insgesamt 3.490 Einwohnern, zu der neben Qaqortoq mehrere kleine Siedlungen sowie zwei Rentier- und dreizehn Schaffarmen gehörten.

Allgemein[Bearbeiten]

Qaqortoq ist mit Gymnasium, Handelsschule und „Volks“-Hochschule Ausbildungszentrum. Arbeitsplätze bieten unter anderem die Kommune, die Werft und die einzige Gerberei Grönlands, die Great Greenland Garveri. In einem zweiten Betriebsteil, der Great Greenland A/S, werden die Seehundfelle zu Konfektionsbekleidung verarbeitet und vermarktet. Eine Kollektion beinhaltet die mehr klassisch orientierte Kleidung, wie Anoraks und anderes im traditionellen Stil, vor allem für den inländischen Markt. In einer zweiten wird Seehundbekleidung vertrieben, die einem hohen modischen Anspruch gerecht wird. In der Gerberei arbeiteten im Jahr 1999 etwa 25 bis 30 Mitarbeiter, in der Kürschnerei etwa 22 bis 25. Zu diesem Zeitpunkt war Great Greenland neben der Fischindustrie der zweitgrößte Arbeitgeber des Ortes.

Seehundfell am Felllager in Qaqortoq

Am Marktplatz in unmittelbarer Hafennähe finden sich neben dem ältesten Springbrunnen Grönlands noch einige mehr als 200 Jahre alte Gebäude aus der Kolonialzeit (u. a. als Museum genutzt). Im gesamten Stadtgebiet finden sich Spuren des in den Jahren 1993/1994 von der ortsansässigen Künstlerin Aka Høegh initiierten Projektes „Sten og Menneske“ („Stein und Mensch“). 18 Künstler aus den nordischen Ländern haben die im Straßenbild vorhandenen Granitwände bearbeitet bzw. Skulpturen gestaltet, die frei aufgestellt wurden.

Qaqortoq ist Landungspunkt des Unterseekabels Greenland Connect.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Silber ein beidseitig eingebogener blauer Pfahl in dem eine silberne Waage in verwechselten Farben über einem silbernen Anker stehen.

Symbolik: Das Wappen Qaqortoqs zeigt eine Waage, die die Gründung durch den Händler Anders Olsen symbolisiert. Der blaue Streifen in der Mitte stellt den durch die Stadt fließenden Fluss dar, die Krone steht für Königin Juliane Marie, nach der Qaqortoq benannt ist. Der Anker zeigt die Bedeutung des Meeres und soll auch für Hoffnung stehen[2].

Personen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Qaqortoq – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1.  Statistics Greenland (Hrsg.): Greenland in Figures 2014. Februar 2014 ([1], abgerufen am 23. März 2014).
  2. http://www.qaqortoq.gl/english/index-english.htm