Natürliche Sprache

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Als natürliche Sprache bezeichnet man in der Linguistik eine von Menschen gesprochene Sprache, die aus einer historischen, diachronen Entwicklung entstanden ist. Natürliche Sprachen unterscheiden sich vor allem im Hinblick auf strukturelle und lexikalische Vagheiten und Uneindeutigkeiten von künstlichen Sprachen wie beispielsweise Programmiersprachen. Als nicht-natürliche Sprachen sind gemäß einer solchen Definition außerdem Plansprachen (wie z. B. Esperanto) zu klassifizieren, da diese nicht Ergebnis autonomer historischer Entwicklungen sind.

Natürliche Sprachen und Plansprachen benutzen auch Gestik, Mimik und Tonfall bzw. Sprachmelodie zur Modulation der Kommunikation.

In der Computerlinguistik bezeichnet das Attribut „natürlichsprachig“ die Fähigkeit eines Sprachdialogsystems, Äußerungen, die aus ganzen Sätzen bestehen, zu verarbeiten sowie mehrere Informationen aus einem einzigen Satz zu extrahieren. Dabei wird unterschieden zwischen NLU (Natural Language Understanding, "Verstehen natürlicher Sprache") und IVR (Interactive Voice Response, die auf die Erkennung von einzelnen Wörtern oder Tastentönen (DTMF, siehe Mehrfrequenzwahlverfahren) beschränkt ist.

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