Nico Ihle

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Nico Ihle Eisschnelllauf
Nico Ihle, ÜW-Berlin 2008
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 2. Dezember 1985
Geburtsort Karl-Marx-StadtDDR
Größe 187 cm
Gewicht 88 kg
Karriere
Disziplin Sprint
Verein Chemnitzer SG
Trainer Klaus Ebert
Pers. Bestzeiten 34,46 (500m)
27. Januar 2013 in Salt Lake City (DR)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Nationale Medaillen 3 × Gold 7 × Silber 6 × Bronze
Platzierungen im Eisschnelllauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup November 2005
 Gesamt-WC 100 33. (2006/07)
 Gesamt-WC 500 11. (2010/11)
 Gesamt-WC 1000 9. (2010/11)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 500 Meter 0 1 1
 1000 Meter 0 0 1
letzte Änderung: 12. März 2014

Nico Ihle (* 2. Dezember 1985 in Karl-Marx-Stadt) ist ein deutscher Eisschnellläufer. Er ist der jüngere Bruder von Denny Ihle.

Nico Ihle startet für die Chemnitzer Skatergemeinschaft, wo er zunächst von Heiko Walther, seit 2005 von Klaus Ebert trainiert wird. Sein Weltcupdebüt gab Ihle 2005/06 bei einem Weltcup in Salt Lake City. Bei den Rennen zur Deutschen Meisterschaft 2006 wurde er Dritter auf der 500-Meter Strecke. 2007 wurde er Vizemeister über 100 Meter und Dritter im Sprintvierkampf. Sieben Mal war er Deutscher Juniorenmeister.

Bei den Sprintweltmeisterschaften 2008 landete Ihle mit Platz 25 im Mittelfeld. Die Saison 2008/09 begann mit den deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften in Berlin wo er Bronze über 1000 Meter und seinen ersten nationalen Titel über 500 Meter holte.

Im letzten Weltcup-Rennen in der Saison 2009/10 vor den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver konnte sich Ihle in Salt-Lake City mit deutschem Rekord über 1000 m für die Olympischen Spiele mit Platz sieben qualifizieren. Bei seiner ersten Olympiateilnahme in Vancouver erreichte er über die 500 m einen respektablen 18. Platz.

Seinen internationalen Durchbruch schaffte Ihle in der Saison 2010/2011 mit zahlreichen Top-Ten-Platzierungen über 500 m und 1000 m, die beste davon war ein vierter Platz am 29. Januar 2011 beim Weltcup in Moskau.

Bei der Sprint-Weltmeisterschaft am 26./27. Januar 2013 in Salt Lake City holte er sich mit 34,87 s den mittlerweile verlorenen Deutschen Rekord von seinem Bruder wieder zurück, und verbesserte ihn einen Tag später nochmal deutlich auf 34,64 s. In der Gesamtwertung kam er auf den zehnten Platz. Dabei übertraf er mit 137,945 seinen eigenen nationalen Punkterekord.[1] Am 2. März 2013 belegte er beim 1000-Meter-Rennen in Erfurt den dritten Platz und erreichte erstmals im Weltcup einen Podiumsplatz.[2]

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi belegte Ihle über 500 m den achten Platz und sorgte somit für das beste Olympia-Ergebnis eines deutschen Teilnehmers in dieser Disziplin seit 1992.[3] Über 1000 m erreichte Ihle sogar Platz vier und verfehlte den Bronzerang nur um 0,12 Sekunden. Am 8. und 9. März 2014 gelangen Ihle in Inzell mit dem dritten und zweiten Rang über 500 m zwei Podestplatzierungen im Weltcup.[4]

Eisschnelllauf-Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Platzierung 500 m 1000 m
1. Platz
2. Platz
3. Platz
Top 10 7 7

(Stand: Saison 2011/12)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nico Ihle mit zwei Rekorden WM-Zehnter - Wolf stürzt Stimme.de, 28. Januar 2013, abgerufen am 3. März 2013
  2. Ihle in Erfurt erstmals auf dem Weltcup-Podium Focus online, 2. März 2013, abgerufen am 3. März 2013
  3. Glück im Schatten von Oranje Berliner Zeitung vom 10. Februar 2014, abgerufen am 12. Februar 2014
  4. Nico Ihle verpasst ersten Weltcup-Sieg nur um sechs Hundertstel Sekunden Süddeutsche.de, 9. März 2014, abgerufen am 12. März 2014.