Inzell
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Traunstein | |
| Höhe: | 693 m ü. NN | |
| Fläche: | 45,35 km² | |
| Einwohner: | 4343 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 96 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 83334 | |
| Vorwahl: | 08665 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TS | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 89 124 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausplatz 5 83334 Inzell |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Martin Hobmaier (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Inzell im Landkreis Traunstein | ||
Inzell ist eine Gemeinde und anerkannter Luftkurort im südlichen Landkreis Traunstein, Regierungsbezirk Oberbayern. Er ist bekannt durch das Bundesleistungszentrum für Roll- und Eisschnelllauf, das u.a. Trainingsstätte von Erhard Keller und Anni Friesinger ist.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Nach Gründung des Klosters St. Zeno bei Reichenhall übergab Erzbischof Conrad von Salzburg am 20. September 1177 „dem hl. Zeno und seinen Klosterbrüdern das Gut und den Wald Inzella“. Schon 1195, nach Erbauung der Kirche St. Michael, wird Inzell durch Abtrennung von Vachendorf selbständige Pfarrei und Hofmark. Der Sitz der Hofmark, das Schloss Inzell fiel der Säkularisation zum Opfer und wurde 1811 abgebrochen. Inzell wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Wie schon im Wappen zu sehen ist, war der Bergbau und die Verhüttung der Erze eine wichtige Einnahmequelle der Ortschaft Inzell. Zuerst wurde am Stauffen und von 1665 an fast 150 Jahre lang am Inzeller Kienberg, dem Nordabhang des Rauschbergs Blei und Zink abgebaut. Im jetzigen Ortsteil Schmelz wurde das Erz aufgeschmolzen.
1959–60 wurde am Frillensee ein Eislauf- und Eisschnelllaufplatz errichtet, ehe 1963-65 durch den Bau des Natureisstadions mit Eisbahn und Eishockeyfeld der sportliche und touristische Winterbetrieb mit Weltruf eingeleitet wurde. 1965 wurde an Stelle des Natureisstadions als zweite Kunsteisbahn in Deutschland das heutige Eisstadion Inzell errichtet.
Im Juni 2008 gab die ISU bekannt, dass Inzell den Zuschlag zur Ausrichtung der Einzelstrecken-Weltmeisterschaften 2011 erhält. Voraussetzung dafür ist aber die Errichtung einer Eischnelllauf-Halle, die schon seit mehreren Jahren geplant, aber bisher an finanziellen Problemen gescheitert ist.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 3.007, 1987 dann 3.736 und im Jahr 2000 4.179 Einwohner gezählt.
[Bearbeiten] Politik
Bürgermeister ist Martin Hobmaier (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Oskar Wimmer (CSU/Freie Wähler).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2107 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 275 T€.
[Bearbeiten] Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 301 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 635 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1389. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 11 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 74 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1019 ha.
[Bearbeiten] Verkehr
Durch Inzell führt die Bundesstraße 306 und als Teil der Alpenstraße die Bundesstraße 305. Die nächste Autobahnausfahrt ist Traunstein/Siegsdorf (10 km) an der Bundesautobahn 8.
[Bearbeiten] Bildung
Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:
- Kindergärten: 150 Kindergartenplätze mit 143 Kindern
- Volksschulen: 1 mit 19 Lehrern und 372 Schülern
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Anton Cajetan Adlgasser, Domkapellmeister zu Salzburg
- Armin Bittner, ehemaliger deutscher Skirennläufer
- Thomas Dufter, Nordischer Kombinierer
- Michael Höck, Geistlicher
- Robert Hültner, Kriminalschriftsteller
- Rudolf Lenz, österreichischer Filmschauspieler (Förster vom Silberwald, etc...). Grabstätte am Inzeller Friedhof
- Regine Mösenlechner, ehemalige deutsche Skirennläuferin
- Ludwig Schwabl, bayerischer SPD-Landtagsabgeordneter
- Peter Wirnsberger, ehemaliger österreichischer Skirennläufer und Abfahrtsweltcupsieger
[Bearbeiten] Weblinks
- Gemeindeverwaltung
- Inzell: Wappengeschichte vom HdBG
- Der ehemalige Blei-Zink-Bergbau am Rauschberg (bei Inzell)
- Der kälteste See Deutschlands liegt in Inzell
Altenmarkt a.d.Alz | Bergen | Chieming | Engelsberg | Fridolfing | Grabenstätt | Grassau | Inzell | Kienberg | Kirchanschöring | Marquartstein | Nußdorf | Obing | Palling | Petting | Pittenhart | Reit im Winkl | Ruhpolding | Schleching | Schnaitsee | Seeon-Seebruck | Siegsdorf | Staudach-Egerndach | Surberg | Tacherting | Taching a.See | Tittmoning | Traunreut | Traunstein | Trostberg | Übersee | Unterwössen | Vachendorf | Waging a.See | Wonneberg

