Normalsegelapparat

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Lilienthals flying machine[1]
Flug Lilienthals vom Fliegeberg in Lichterfelde, 29. Juni 1895

Der von Otto Lilienthal Normalsegelapparat genannte Flugapparat ist das erste in Serie gebaute und verkaufte Flugzeug der Geschichte. 1893 bei seinen Flugversuchen in Berlin-Lichterfelde entwickelt, wurde der Gleitflugapparat von 1894 bis 1896 von der Maschinenfabrik Otto Lilienthal für 500 Mark angeboten. Eine Verkaufsanzeige aus dem Jahr 1895 ist überliefert. Zitat: Segelapparate zur Uebung des Kunstfluges fertigt die Maschinenfabrik von O. Lilienthal - Berlin S. Köpenickerstrasse 113.

Heute sind neun Käufer namentlich bekannt, darunter Nikolai Jegorowitsch Schukowski, William Randolph Hearst und Alois Wolfmüller. 1896 war durch den US-amerikanischen Luftfahrt-Förderer James Means die Lieferung mehrerer Gleiter mit Pilotenausbildung in Berlin geplant, wozu es nach Lilienthals tödlichem Absturz offenbar nicht mehr kam.

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Spannweite: 6,7 m
  • Gewicht: 20 kg
  • maximale Flugweiten (von Lilienthal erreicht): 250 m

Steuerung durch Gewichtsverlagerung (Hängegleiter); Höhenleitwerk nach oben beweglich; Flügel zur Erleichterung des Transports anklappbar.

Erhaltene Flugzeuge[Bearbeiten]

Vier Normalsegelapparate sind unterschiedlich stark restauriert in Museen erhalten geblieben:

Nur ein weiteres der Flugzeuge Lilienthals[4] ist erhalten: der sogenannte Sturmflügel, eine Variante des Normalapparates (Technisches Museum Wien).

Literatur[Bearbeiten]

  • Zum Flugzeugbau Lilienthals: Stephan Nitsch: Vom Sprung zum Flug; Brandenburgisches Verlagshaus Berlin 1991; ISBN 3-327-01090-0
  • Zur Maschinenfabrik "Otto Lilienthal": Otto-Lilienthal-Museum Anklam. Der Dampfmotor des Flugpioniers; Kulturstiftung der Länder - Patrimonia 271; Anklam, 2004; ISSN 0941-7036

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Patent US|Nr. 544816
  2. Deutsches Museum: Der Normal-Segelapparat von Otto Lilienthal
  3. The Lilienthal Glider (NASM)
  4. Otto-Lilienthal-Museum, Anklam