Nyingchi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Regierungsbezirk Nyingchi des Autonomen Gebiets Tibet in der Volksrepublik China. Für den in seinem Gebiet gelegenen Kreis Nyingchi, siehe Nyingchi (Kreis); für die in dessen Gebiet gelegene Großgemeinde Nyingchi, siehe Nyingchi (Großgemeinde).
Tibetische Bezeichnung
Tibetische Schrift:
ཉིང་ཁྲི་ས་ཁུལ་
Wylie-Transliteration:
nying khri sa khul
Offizielle Transkription der VRCh:
Nyingchi
THDL-Transkription:
Nyingtri
Andere Schreibweisen:
Nyingthri
Chinesische Bezeichnung
Traditionell:
林芝地區
Vereinfacht:
林芝地区
Pinyin:
Línzhī Dìqū
Lage von Nyingchi (gelb) in Tibet (hellgrau)

Nyingchi (tib.: nying khri sa khul, tibetisch: ཉིང་ཁྲི་ས་ཁུལ་, Nyingthri) ist ein Regierungsbezirk im Südosten des Autonomen Gebiets Tibet in der Volksrepublik China. Er hat eine Fläche von 116.175 km² und ca. 140.000 Einwohner.

Administrative Gliederung[Bearbeiten]

Der Regierungsbezirk Nyingchi wurde im Oktober 1959 gebildet. 1964 wurde er der direkten Verwaltung aus Lhasa unterstellt. 1986 wurde wieder ein eigenes Verwaltungszentrum geschaffen. Am 9. Oktober 2005 wurde die Bezirksregierung von Nyingchi nach Bayi (八一镇) - beide im Kreis Nyingchi - verlegt.

Name Tibetisch Wylie Chinesisch Pinyin
Kreis Nyingchi ཉིང་ཁྲི་ས་རྫོང་ nying khri rdzong 林芝县 Línzhī Xiàn
Kreis Gongbo'gyamda ཀོང་པོ་རྒྱ་མདའ་རྫོང་ kong po rgya mda' rdzong 工布江达县 Gōngbùjiāngdá Xiàn
Kreis Mainling སྨན་གླིང་རྫོང་ sman gling rdzong 米林县 Mǐlín Xiàn
Kreis Mêdog མེ་ཏོག་རྫོང་ me tog rdzong 墨脱县 Mòtuō Xiàn
Kreis Bomê སྤོ་མེས་རྫོང་ spo mes rdzong 波密县 Bōmì Xiàn
Kreis Zayü རྫ་ཡུལ་རྫོང་ rdza yul rdzong 察隅县 Cháyú Xiàn
Kreis Nang སྣང་རྫོང་ snang rdzong 朗县 Lǎng Xiàn

Konflikt mit Indien[Bearbeiten]

Teile der Kreise Mêdog und Zayü des Regierungsbezirks Nyingchi sowie Teile des Kreises Cona und der Süden des Kreises Lhünzê im Regierungsbezirk Shannan werden von der chinesischen Regierung als Teil ihres Territoriums betrachtet, sind aber de facto unter der Kontrolle Indiens, wo diese Gebiete zum Bundesstaat Arunachal Pradesh gezählt werden.

Der Konflikt geht auf die Shimla-Konvention von 1914 zurück und führte im Oktober/November 1962 zu einem indisch-chinesischen Grenzkrieg.

Literatur[Bearbeiten]

  • Zhāng Xiǎomíng 张晓明: Línzhī 林芝 (Beijing, Wǔzhōu chuánbō chūbǎnshè 五洲传播出版社 2000), ISBN 7-80113-399-4.

29.57794.484Koordinaten: 29° 35′ N, 94° 29′ O