Nymindegab

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Dänemark Nymindegab
Wappen fehlt
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Nymindegab (Dänemark)
Nymindegab
Nymindegab
Basisdaten
Staat: Dänemark
Verwaltungsbezirk: Syddanmark
Kommune (seit 2007): Varde
Koordinaten: 55° 49′ N, 8° 12′ O55.8170111111118.1958805555556Koordinaten: 55° 49′ N, 8° 12′ O
Einwohner: (2014[1]) 240
Postleitzahl: 6830 Nørre Nebel
Nymindegab und die Fahrrinne zum Ringkøbing Fjord (um 1900)
Nymindegab und die Fahrrinne zum Ringkøbing Fjord (um 1900)

Nymindegab ist ein ehemaliges Fischerdorf der Varde Kommune oberhalb der Steilküste am südlichen Ende des Ringkøbingfjords in Dänemark, heute Zentrum eines Feriengebiets. In westlicher Richtung liegt das Ferienhausgebiet Bjerregård.

Geschichte und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges bestand nach Besetzung Dänemarks ab 1942 ein wesentlicher Küstenverteidigungsabschnitt des Atlantikwalles zwischen Nymindegab und Thyborøn im damaligen Ringkøping-Amt. Während in Dänemark rund 7000 Bunkeranlagen bestanden, waren in diesem Gebiet 243 größere und 518 kleinere Betonanlagen konzentriert. Hier wurden 190.723 m³ Beton verbaut. Viele der Anlagen wurden nach dem Krieg gesprengt, weitere Teile sind nach der Sturmflut von 2008 vom Dünenkamm auf den Strand oder sogar in die See gespült worden.

Sehenswert ist das Nymindegab-Museum mit seinem Hvalhuset. Neben dem Museumsbau ist ein Vitrinenbau in dem das Skelett eines 12 m langen Pottwals besichtigt werden kann. Schau- und Texttafeln informieren ausführlich über Wale im Allgemeinen und den hier gestrandeten Wal im Besonderen. Das Museum besitzt eine Gemäldegalerie mit Gemälden von Laurits Tuxen und Johannes Larsen. Eine Freiluftausstellung präsentiert das Leben einer Zimmermannsfamilie um 1930. Besonderheit ist eine Windmühle, die in der darunterliegenden Werkstatt die Maschinen des Zimmermanns/Stellmachers antrieb. Das Wohnhaus (Hvalhuset) zeigt eine originale Ausstattung aus der Zeit um 1930. Im Museumshauptbau sind unter anderem auch einzigartige originale archäologische Ausgrabungsergebnisse (z.B. zwei Gräber der Bronzezeit) und viele Artefakte von der Steinzeit bis zur Gegenwart zu besichtigen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, die Seenotrettungsstation in Nymindegab zu besichtigen. Hier wird Dänemarks ältestes Rettungsboot aufbewahrt. Es war von 1966 bis 1977 im Nationalmuseum in Kopenhagen ausgestellt, bis es an seinen ehemaligen Einsatzort zurückkehrte.

In nördlicher Richtung existiert seit 1928 das Vogelschutzgebiet Tipperne.

Eines der ältesten Hotels Jütlands befindet sich in Nymindegab, der „Nymindegab Kro“. Es wurde im Jahr 2006 modernisiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Atlantikwall von Nymindegab bis Thyborøn, Bent Baagoe Anthonisen, 2011

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (dänisch)

Weblinks[Bearbeiten]